Die Ulmer Bürgerin Agathe Ulmer, Witwe des Johann Öttinger, verkauft mit Wissen und Zustimmung der Ulmer Bürger Anton Langnauer und Johann Fischer als Pfleger ihrer Tocher Anna Öttinger sowie mit Billigung ihres Sohnes, des Ulmer Bürgers Georg Öttinger, dem Ulmer Bürger Bartholomäus Gerlach einen jährlichen Zins von 1 rheinischen Gulden. Dieser Zins gefällt von ihrem Haus und der zugehörigen Hofstatt in Ulm in der Allerliebenseelengasse [heute Platzgasse] in Ulm zwischen den Häusern des Schuhmachers Johann Graf und des Krämers Härlin, die sie dem Käufer auch als Unterpfand für die fristgerechte Entrichtung des Zinses eingesetzt hat. Davon sind außerdem der Kapelle St. Katharina in Ulm [abgegangenes Spital der Reichen Siechen mit Kapelle St. Katharina, Bereich Frauensteige 10-14] jedes Jahr 8 Schilling weniger 2 Heller zu bezahlen und dem Käufer 3 rheinische Gulden. Für diesen Zins hat sie von dem Käufer 20 rheinische Gulden erhalten. Ihr und ihren Erben steht das Recht zu, den Zins wieder abzulösen.