Behandlung von Sepsis mit biochemischen Mitteln.
Vollständigen Titel anzeigen
0.4, 003/0164a
former reference number: Dachau 56
former reference number: I5, Folio 283-289
former reference number: Aktenzeichen des Absenders: 738/IV/42
DE ITS 0.4 Kartei der „Sachdokumente“ der Sammlungsgruppe Inhaftierung und Verfolgung
Kartei der „Sachdokumente“ der Sammlungsgruppe Inhaftierung und Verfolgung >> Konzentrationslager >> Konzentrationslager Allgemeines >> Pseudo-medizinische Versuche
29.08.1942
Adressat: Reichsführer-SS H. Himmler
Im SS-Lazarett Dachau wurden 40 Fälle mit biochemischen Mitteln behandelt. Behandelte Krankheiten und verwandte Biochemica aufgeführt
Alle Sepsisfälle kamen ad exitum. Bei den übrigen Krankheiten zeigte sich kein Einfluss der biochemischen Behandlung. Von den 40 Fällen sind 35 Versager, davon 10 tödlich. Die Erprobung soll möglichst mit gleichen Doppelfällen (ein Fall für allopathische, der andere Fall für biochemische Behandlung) fortgesetzt werden.
Folio 284-286: Englischer Text
Folio 283: Beweismaterial Analyse NO 409.
Im SS-Lazarett Dachau wurden 40 Fälle mit biochemischen Mitteln behandelt. Behandelte Krankheiten und verwandte Biochemica aufgeführt
Alle Sepsisfälle kamen ad exitum. Bei den übrigen Krankheiten zeigte sich kein Einfluss der biochemischen Behandlung. Von den 40 Fällen sind 35 Versager, davon 10 tödlich. Die Erprobung soll möglichst mit gleichen Doppelfällen (ein Fall für allopathische, der andere Fall für biochemische Behandlung) fortgesetzt werden.
Folio 284-286: Englischer Text
Folio 283: Beweismaterial Analyse NO 409.
Reichsführer-SS, Reichsarzt SS
Art: Fotokopie einer Durchschrift
Archivale
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
02.06.2025, 09:19 MESZ