Mainz, 1545.09.25. Bernhard Scholl, beider Rechte Dr., Stiftsherr von Liebfrauen und erzbischöflicher Generalvikar, belegt auf Bitten von Herrn Petrus, Pater zu Marienthal ("Mergenthall") im Rheingau, der von Propst und Konvent zu Hirzenhain ("Hirtzenhaw") 6 Malter Roggen zu fordern hat, eine gleiche Gült, die Hans Hoffman im Hofe Drais bei Finthen ("Treyss prope Fynthen") dem Propst zu Hirzenhain zu leisten hat, mit Arrest. Zuwiderhandelnde werden mit Kirchenbann und 30 rheinschen Goldgulden Strafgeld an den erzbischöflichen Fiskus bedroht. Der Hofmann wird auf Freitag nach St. Lukastag vorgeladen. S. des Generalvikariats. "d. Maguntie [...] a.d. quadragesimo quinto die vero mensis Septembris vicesima quinta". Für den Notar Magister Johannes Wynneck unterschreibt der Notar Valentinus Weicker.
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Mainz, 1545.09.25. Bernhard Scholl, beider Rechte Dr., Stiftsherr von Liebfrauen und erzbischöflicher Generalvikar, belegt auf Bitten von Herrn Petrus, Pater zu Marienthal ("Mergenthall") im Rheingau, der von Propst und Konvent zu Hirzenhain ("Hirtzenhaw") 6 Malter Roggen zu fordern hat, eine gleiche Gült, die Hans Hoffman im Hofe Drais bei Finthen ("Treyss prope Fynthen") dem Propst zu Hirzenhain zu leisten hat, mit Arrest. Zuwiderhandelnde werden mit Kirchenbann und 30 rheinschen Goldgulden Strafgeld an den erzbischöflichen Fiskus bedroht. Der Hofmann wird auf Freitag nach St. Lukastag vorgeladen. S. des Generalvikariats. "d. Maguntie [...] a.d. quadragesimo quinto die vero mensis Septembris vicesima quinta". Für den Notar Magister Johannes Wynneck unterschreibt der Notar Valentinus Weicker.
U / 1545 September 25 (in 14 / 820)
Urkundenbestand
Urkundenbestand >> Urkunden (ohne Fotos)
25.09.1545
Jesuiten (Marienthal) Mainz
Kopie. Lat. Papier. In 014 / 0820.
Urkunden
Hoffman, Hans
Petrus
Scholl, Bernhard
Weicker, Valentin
Wynneck, Johannes
Drais
Finthen
Hirzenach
Mainz
Marienthal
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
23.05.2025, 09:31 MESZ