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2/5 [fol. 109]: 1598 April 17 (Senatsprotokoll)
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Akademischer Senat (I), Protokolle >> Acta Senatus, Bd. V
Enthält: Anwesend: Rektor Gerlach, Herbrand, Hafenreffer, Varenbüler, Hochmann, Entzlin, Halbrütter, Harprecht, Magirus, Mögling, Hamberger, Planer, Crusius, Burckhard; 1.) Supplik der Witwe des Buchdruckergesellen Vögelin um Hilfe bes. für den Hauszins: Bewilligung von 4 fl, dann Abweisung. [UAT 2/5, Bl. 109]; 2.) Weigerung der Stadt zur Annahme des Michel Osswald und dessen nochmalige Klage: endgültige Abweisung. [UAT 2/5, Bl. 109]; 3.) Anmahnung durch den Untervogt betr. Fleiner: Beauftragung von Dr. Varnbüler zur Revision und Absendung der Supplik des Fleiner. [UAT 2/5, Bl. 109]; 4.) Inquisition betr. Zusammenrottung der Studenten Kretzmayer, Marinus (Anm. 1), Zilger (Anm. 2), Hirschman (Anm. 3), Traub, Beurlin (Anm. 4), Lang, Schellin: Votum zu deren Einlegung am Ostermontag; Inkarzerierung des Anführers Kretzmayer und sämtlicher 18 anwesenden und abwesenden Beteiligten (Hesele (Anm. 5), Arquerius (Anm. 6), Burst, Beckh (Anm. 7) ). [UAT 2/5, Bl. 109]; 5.) Supplik des Dr. Hafenreffer um Besoldungserhöhung: Einsehung der Ordinationen, Umfrage und Verschiebung. [UAT 2/5, Bl. 109']; 6.) Petition des Collegium Fac. Bon. Artium betr. das Verhältnis der Gehälter [zwischen den Fakultäten]: Bericht an sie gemäß Dr. Entzlin betr. Neuregelung der Besoldung ohne Einbeziehung der "classici". [UAT 2/5, Bl. 109']; 7.) Supplik des Caspar Bucher um eine Besoldungserhöhung: Bewilligung von 10 fl und 8 Sch. Vesen. [UAT 2/5, Bl. 109']; 8.) Bitten von Dr. Hamberger und Dr. Mögling um Kauferlaubnis für Weingärten des Osswaldt: Bewilligung zu der vom Herzog festgelegten Tax. [UAT 2/5, Bl. 109']; 9.) Schulden des Pedellen wg. Aufnahme des B. Brening in die Universität ohne Bezahlung durch diesen: Erstattung aus dem Fiscus der Universität, aber künftiger Abzug bei der Rektorrechnung. [UAT 2/5, Bl. 110]; Anm. 1: MUT 225, 33. Anm. 2: MUT 225, 10. Anm. 3: MUT 228, 56. Anm. 4: MUT 225, 38 oder 226, 109. Anm. 5: MUT 225, 45. Anm. 6: MUT 200, 11. Anm. 7: MUT 210, 57 oder 221, 50.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.