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Ausstellung Franz Schnabel (Bestand)
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Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, S Ausst. - Schnabel
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe (Archivtektonik) >> Sonderbestände >> Weitere Sammlungen (thematisch) >> Ausstellungen >> Franz Schnabel
1939-2003
Inhalt und Bewertung
Sammlung von Unterlagen zur Ausstellung des Generallandesarchivs zu Franz Schnabel 2002.
Einleitung: Franz Schnabel (1887-1966), gebürtiger Mannheimer, wurde nach Studium und Promotion in Berlin und Heidelberg 1911 zunächst Gymnasiallehrer in Mannheim und Heidelberg. Nach seiner Habilitation 1920 wurde er 1922 zum Professor der Geschichte an der Technischen Hochschule Karlsruhe berufen. 1936 verlor er den Lehrstuhl wegen seiner demokratischen Haltung und lebte in den folgenden Jahren in Heidelberg. Nach dem Ende des Dritten Reiches wurde er 1945 Landesdirektor für Kultus und Unterricht in der Badischen Landesverwaltung in Karlsruhe. Nachdem seine Bemühungen um eine Professur in Heidelberg nicht von Erfolg bekrönt wurden, nahm er 1947 einen Ruf nach München an, wo er bis zu seiner Emeritierung 1962 lehrte. In seiner Karlsruher Zeit enstand Schnabels Hauptwerk, seine "Deutsche Geschichte im neunzehnten Jahrhundert" in fünf Bänden, deren fünfter Band allerdings nicht erschien. Der Nachlass von Franz Schnabel liegt heute im Stadtarchiv seiner Heimatstadt Mannheim, Teile werden vom dortigen Reiss-Engelhorn-Museum verwahrt. Die Ausstellung zu Franz Schnabel 2002 enstand im Rahmen eines Seminars von Archivoberrat Dr. Clemens Rehm (GLA) an der Universität Karlsruhe. Im vorliegenden Bestand sind Unterlagen zu Franz Schnabel zusammengetragen worden. Meist handelt es sich um Kopien - z. B. aus dem Verlagsarchiv von Herder oder dem Bayerischen Hauptstaatsarchiv München - zum Teil aber auch um Originale (Nr. 12-14). Am bedeutendsten sind wohl die Manuskriptkopien (Nr. 15) und Kopien der Druckfahnen (Nr. 16-18) zum bisher ungedruckten fünften Band von Schnabels "Deutscher Geschichte im neunzehnten Jahrhundert". Karlsruhe, im Oktober 2011 Joachim Brüser
Von Franz Schnabel (Auswahl):
Der Zusammenschluss des politischen Katholizismus in Deutschland im Jahre 1848 - Beiträge zur Geschichte der klerikalen Parteiorganisation im Jahre 1848 (Heidelberger Abhandlungen zur mittleren und neueren Geschichte Bd. 29), Heidelberg 1910.
Rezension zu: "Axel von Harnack, Friedrich Daniel Bassermann und die deutsche Revolution von 1848/49, München 1920"; in: Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins 75/1921, Seite 247f.
Sigismund von Reitzenstein - Der Begründer des badischen Staates (Schriftenreihe der akademischen Mitteilungen Heidelberg Bd. 6), Heidelberg 1927.
Deutsche Geschichte im neunzehnten Jahrhundert, Band 1: Die Grundlagen, Band 2: Monarchie und Volkssouveränität, Band 3: Erfahrungswissenschaften und Technik, Band 4: Die religiösen Kräfte, München 1929, 1933, 1934, 1937.
Geschichte der neuesten Zeit (Teubners geschichtliches Unterrichtswerk für höhere Lehranstalten - Grundriß der Geschichte für die Oberstufe Teil IV A/B), Leipzig 1930.
Neudeutsche Reichsreform; in: Hochland 30/1932, Seite 1-12.
Zur Gestalt des Mannheimer Achtundvierzigers Alexander von Soiron; in: Mannheimer Geschichtsblätter 40/1939, Seite 87-89.
Das Land Baden und die Revolution von 1848/49; in: Wilhelm Keil (Hg.), Deutschland 1848-1948 - Beiträge zur historisch-politischen Würdigung der Volkserhebung von 1848/49, Stuttgart 1948, Seite 56-70.
Die Revolution von 1848 und die deutsche Geschichte; in: Die Schule 3/1948, Seite 83-89.
Drei Generationen bürgerlicher Kultur; in: Pfalz am Rhein 7/1957.
Inwieweit ist die Kulturgeschichte im Geschichtsunterricht der Oberklassen zu berücksichtigen? Herausgegeben von Leonhard Müller; in: Geschichte in Wissenschaft und Unterricht 12/1987, Seite 733f.
Über Franz Schnabel und sein Werk:
Erich Angermann, Zum fünften Band von Franz Schnabels "Deutscher Geschichte im neunzehnten Jahrhundert"; in: Historische Zeitschrift 247/1988, Seite 603-612.
Daniela Blanck, Vorzensur, Nachzensur, Selbstzensur - Der fünfte Band von Franz Schnabels "Deutscher Geschichte im neunzehnten Jahrhundert", masch. (Magisterarbeit an der Universität Karlsruhe) 2003.
Beate Gödde-Baumanns, Nationale Elemente in der deutschen Auseinandersetzung mit der Französischen Revolution; in: Heiner Timmermann (Hg.), Die Französische Revolution und Europa 1789-1799, Saarbrücken 1989, Seite 147-168.
Beate Gödde-Baumanns, Franz Schnabel; in: Lucian Boia (Hg.), Great Historians of the Modern Age, New York 1991, Seite 314f.
Deutsche Historiker von Beate Gödde-Baumanns - Autour d'un livre; in: Geschichte der Geschichtsschreibung - Diskussionen 3/1983, Seite 124-129.
Thomas Hertfelder, Franz Schnabel und die deutsche Geschichtswissenschaft - Geschichtsschreibung zwischen Historismus und Kulturkritik (1910-1945) (Schriftenreihe der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften Bd. 60), 2 Bde., Göttingen 1998.
Thomas Hertfelder, Die Heimat des Historiker - Zum Heimatbegriff im historisch-politischen Denken Franz Schnabels; in: Zeitschrift für bayerische Landesgeschichte 61/1998, Seite 427-453.
Thomas Hertfelder, Franz Schnabel; in: Katharina Weigand (Hg.), Münchner Historiker zwischen Politik und Wissenschaft - 150 Jahre Historisches Seminar der Ludwig-Maximilians-Universität, München 2010, Seite 233-258.
Historische Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften (Hg.), Franz Schnabel - Zu Leben und Werk (1887-1966) - Vorträge zur Feier seines 100. Geburtstages, München 1988.
Clemens Rehm (Hg.), Franz Schnabel - eine andere Geschichte - Historiker, Demokrat, Pädagoge (Ausstellungskatalog), Freiburg 2002.
Städtisches Reiss-Museum Mannheim (Hg.), Franz Schabel 1887-1966 - Begleitheft zur Sonderschau, Mannheim 1987.
Peter Steinbach/Angela Borgstedt (Hg.), Franz Schnabel - Der Historiker des freiheitlichen Verfassungsstaates (Ausstellungskatalog), Berlin 2009.
Benedikt Stuchtey, Franz Schnabel 1887-1966; in: Kelly Boyd (Hg.), Encyclopedia of Historians and Historical Writing, London 1999, Seite 1062-1064.
25 Nummern (darunter 13 CD-ROMs und 1 Videokassette (vhs))
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.