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2/5 [fol. 28]: 1597 Januar 21 (Senatsprotokoll)
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Akademischer Senat (I), Protokolle >> Acta Senatus, Bd. V
Enthält: Anwesend: Rektor Herzog August d. Jüngere von Braunschweig-Lüneburg, Mögling, Herbrand, Gerlach, Halbrütter, Hochmann, Harprecht, Magirus, Hamberger, Planer, Mag. Müller, Möstlin, Ziegler; 1.) Abfertigung des Boten an die Vormünder des David Liptius: peinlicher Prozess bei deren Ankunft sowie neuerliches Verhör des L. durch die Dres. Halbritter, Hochmann und Hamberger. [UAT 2/5, Bl. 28]; 2.) Supplik des Michael Osswaldt um Erlaubnis zum Verkauf seines Gärtleins wg. Armut sowie um einen neuen Kurator: Verordnung des Dr. Michael Demler (Anm. 1) dazu, erbetene Erlaubnis sowie Aufforderung an den Sohn zur Bewerbung um Dienst und Gewährung von Zehrgeld an ihn. (Bürgermeister [von Tübingen]) [UAT 2/5, Bl. 28']; 4.) Anzeige des Dekrets an Michael Demler (Anm. 2) und dessen Bitte um Verschonung mit dem Kuratorenamt für Oßwald: Abschlagung und dessen Annahme. [UAT 2/5, Bl. 28']; 3.) Bericht des Dr. Hochmann über die mehrmals gelaufene, gefährliche Pulvermühle und Vorschlag einer entspr. Supplik an den Herzog: Beratung mit beiden Vögten und Bürgermeistern. [UAT 2/5, Bl. 29]; 5.) Vorladung des Sohnes von Michael Oßwald wg. Müßiggang und Aufforderung zur Suche nach einer anderweitigen Beschäftigung innerhalb von zwei Monaten: dessen zustimmende Antwort. [UAT 2/5, Bl. 29]; 6.) Supplik der Gläubiger des Monhard um ein Empfehlungsschreiben an dessen Kuratoren zur Bezahlung seiner Schulden: Gewährung. [UAT 2/5, Bl. 29']; Anm. 1: MUT 166, 11. Anm. 2: Pf. 1304.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.