Aberacht- und Verbietsbrief
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A 2 e (Urfehden u.a.) Nr. A 2 e (Urfehden u.a.) Nr. 8031
A 2 e (Urfehden u.a.) Reichsstädtische Urkunden und Akten (Bde. 19, 21-22, 26)
Reichsstädtische Urkunden und Akten (Bde. 19, 21-22, 26) >> Bd. 26 Rottweiler Hofgerichtsurteile
1665 Oktober 11, Zinstag nach Dionysii
Regest: Christof Wilhelm Freiherr von Freyberg etc. Statthalter des Erbhofrichteramts zu Rottweil für den Erbhofrichter Johann Ludwig Grafen zu Sulz etc., entbietet Bürgermeister und Rat der Reichsstadt Reitlingen seinen Gruß und gibt ihnen zu vernehmen, daß die geistlichen Herren, die Brüder Friedrich und Georg Christof Mantz, canonici regulares S. Augustini, Dechant und Propst beider Gotteshäuser zu Bomburg und zu St. Nicolai, sodann die geistlichen Frauen Maria Susanna und ... (?) Mantz, beide Schwestern und der Gotteshäuser zu Niderburg (?) in Bassau und Rittler (?) Regelhaus zu München Klosterfrauen, ferner der feste Johann Christof Mantz, beider Rechte Lt (= Licentiat) und Comes Palatinus, auch kurfürstl. bayrischer Rat, Hauptmann und Richter zu ... (?) als gesamte Mantzische Erben mit Urteil und rechtem Gericht Schultheiss, Bürgermeister, Gericht, Rat und ganze Bürgerschaft zu Hechingen in die Aberacht des Hofes zu Rottweil erlangt und verschreiben lassen haben, ihnen auch Verbietsbriefe erteilt worden sind, weil die zu Hechingen dem seit 1609 gewährten (= bestehenden) und immer wiederholten Zahlungsurteil nicht Statt getan (= Folge geleistet) und die von 1200 fl Kapital seit dem jüngsten Regensburgischen ... (?) verfallenen 11jährigen völligen Zinsen, zusammen 660 fl, den Klägern nicht bezahlt haben. Darum wird Bürgermeister und Rat mit Ernst geboten, die genannten offen verschriebenen Ächter weder bei sich noch in ihrem Gebiet sich aufhalten zu lassen, sie nicht zu hausen und zu herbergen, ihnen nicht Essen noch Trinken zu geben, auch sonst keine Gemeinschaft mit ihnen zu haben. Täten sie das nicht und käme es über sie zu Klag, so würde darum über sie mit Recht gerichtet.
Dorsal-/Marginalvermerke: Vermerk: Insinuiert (= zugestellt) durch mich, Jörg Morgen, des Hofgerichts geschworenen Boten, den 6. November 1665.
Dorsal-/Marginalvermerke: Vermerk: Insinuiert (= zugestellt) durch mich, Jörg Morgen, des Hofgerichts geschworenen Boten, den 6. November 1665.
Beschreibstoff: Pap.
Archivale
Zeugen / Siegler / Unterschriften: darunter aufgedrücktes Insigel des Hofgerichts
Genetisches Stadium: Or.
Genetisches Stadium: Or.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
20.03.2025, 11:14 MEZ