Maximiliana Reichsfürstin und Äbtissin des kaiserlich gefürsteten freiweltlichen Reichsstifts Buchau, Erbfrau der Herrschaft Straßberg, geb. Reichsfürstin von Stadion, zu Tannhausen und Warthausen, an ihre Untertanen der Gemeinde Frohnstetten: Sie hat schon vor mehreren Jahren einige Untertanen wegen ihrer Schuldenlast ermahnt. Die Untertanen sind mißtrauisch gegenüber dem Obervogteiamt Straßberg. Die Schulden sind weiter angewachsen. Die Untertanen können keine Abgaben entrichten und ihre Gläubiger nicht befriedigen, auch nicht die Reinischen Erben in Feldhausen. Die Gemeinde Frohnstetten hat mehrere Tausend Gulden Schulden an die Landschaftskasse und andere Orte ohne die Privatschulden, und läßt nach, die jährlichen Soldatengelder zu entrichten, sodaß die anderen Untertanen der Aussteller mitleiden müssen. Die Aussteller befiehlt den verschuldeten Untertanen, bis 15. Mai ihre Häuser und die dazugehörenden eigenen oder Lehengüter samt den Haus- und Feldgerätschaften zur Tilgung aller Schulden an zahlungskräftige Käufer zu veräußern. Bei Weigerung und wenn sich keine Käufer finden, sollen die Räte nach dem 15. Mai die Häuser und Güter der Gemeinde zwischen 26. Juli und 8. August öffentlich an die Meistbietenden verkaufen. Die Verkäufer sollen mit Weibern und Kindern in das Armen- und Arbeitshaus lebenslänglich und unentgeltlich aufgenommen werden. Jeder soll seinen Kräften und seinem Alter entsprechend Nahrung und Arbeit erhalten

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Landesarchiv Baden-Württemberg
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