Schlussklappe '45 - Szenen aus dem deutschen Film
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 20/005 23 R140020/102
J 25_G220_113, Teil 1
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 20/005 23 J 25 Sammlung Knilli: Ton- und Filmdokumente
J 25 Sammlung Knilli: Ton- und Filmdokumente >> Filmdokumente >> Dokumentarfilme
9. Mai 1995
Enthält:
Dokumentarfilm von Christian Bauer
Mitarbeit: Stephan Thomas
Filmleute erinnern sich an die Kapitulation des deutschen Films 1945
Der 8. Mai 1995 ist der 50. Jahrestag der Kapitulation. Das Ende des 2. Weltkrieges ist aber auch das Ende der deutschen Filmindustrie. Die Aliierten rüsten zuallererst die Propagandamaschine der Nazis ab.
In dem Film Schlußklappe `45 geht es darum, wie die Leute in der deutschen Filmindustrie die letzten Tage des 2. Weltkrieges erlebten, und welche Filme den Untergang begleitet haben. Da gibt es Durchhaltedramen, Historienschinken, Krimis und Lustspiele, aber in all diesen Geschichten ist die Wirklichkeit ausgespart: Die Gefallenenmeldungen, der Wehrmachtsbericht, die katastrophale Versorgungslage und die ständigen Luftangriffe.
Beim Film zu sein, war in den letzten Monaten des Krieges noch mehr ein Privileg als sonst: Techniker, Schauspieler und Regisseure laufender Produktionen waren u. k. gestellt. Deshalb hat man die Fertigstellung mancher Filme durch Tricks und Finten hinausgezögert, um nicht im letzten Moment noch eingezogen zu werden. Die riesige Menge von nicht mehr fertiggestellten Filmen ist ein Beleg dafür. Aber niemand konnte sich in Sicherheit wiegen, und zuerst waren natürlich die Produktionen bedroht, die nicht den Wehrwillen der Bevölkerung stärkten. Produziert wurde in Berlin, in München, Prag und Wien. Wobei die Teams geradezu auf der Flucht waren vor der immer größeren Reichweite der Bomber und dem Vorrücken der Front.
Wie haben sich die Leute gefühlt, die dem Publikum in den zerbombten Städten eine heile Welt vorzugaukeln haften, wie war die Arbeit in den Studios, wo die Leute bei Tag genauso bedroht waren wie in ihren Wohnungen bei Nacht?
Schlußklappe`45 versucht die Atmosphäre der letzten Monate des Zweiten Weltkriegs am Ausschnitt der Filmindustrie zu beschreiben: den Zwiespalt zwischen dem propagandistischen Zweck der Arbeit der Filmleute und dem Wunsch jedes einzelnen, den Krieg zu überleben. Wir kramen in den Resten der nicht fertiggestellten Filme und konfrontieren die Welt der Durchhaltefilme und Unterhaltungsstücke mit der Realität die Geschichte geworden ist: Mit den Erinnerungen der Leute, die diese Filme gemacht haben und Bildern aus der Wirklichkeit, die diese Filme vergessen machen sollten.
(tangramfilm.de)
Dokumentarfilm von Christian Bauer
Mitarbeit: Stephan Thomas
Filmleute erinnern sich an die Kapitulation des deutschen Films 1945
Der 8. Mai 1995 ist der 50. Jahrestag der Kapitulation. Das Ende des 2. Weltkrieges ist aber auch das Ende der deutschen Filmindustrie. Die Aliierten rüsten zuallererst die Propagandamaschine der Nazis ab.
In dem Film Schlußklappe `45 geht es darum, wie die Leute in der deutschen Filmindustrie die letzten Tage des 2. Weltkrieges erlebten, und welche Filme den Untergang begleitet haben. Da gibt es Durchhaltedramen, Historienschinken, Krimis und Lustspiele, aber in all diesen Geschichten ist die Wirklichkeit ausgespart: Die Gefallenenmeldungen, der Wehrmachtsbericht, die katastrophale Versorgungslage und die ständigen Luftangriffe.
Beim Film zu sein, war in den letzten Monaten des Krieges noch mehr ein Privileg als sonst: Techniker, Schauspieler und Regisseure laufender Produktionen waren u. k. gestellt. Deshalb hat man die Fertigstellung mancher Filme durch Tricks und Finten hinausgezögert, um nicht im letzten Moment noch eingezogen zu werden. Die riesige Menge von nicht mehr fertiggestellten Filmen ist ein Beleg dafür. Aber niemand konnte sich in Sicherheit wiegen, und zuerst waren natürlich die Produktionen bedroht, die nicht den Wehrwillen der Bevölkerung stärkten. Produziert wurde in Berlin, in München, Prag und Wien. Wobei die Teams geradezu auf der Flucht waren vor der immer größeren Reichweite der Bomber und dem Vorrücken der Front.
Wie haben sich die Leute gefühlt, die dem Publikum in den zerbombten Städten eine heile Welt vorzugaukeln haften, wie war die Arbeit in den Studios, wo die Leute bei Tag genauso bedroht waren wie in ihren Wohnungen bei Nacht?
Schlußklappe`45 versucht die Atmosphäre der letzten Monate des Zweiten Weltkriegs am Ausschnitt der Filmindustrie zu beschreiben: den Zwiespalt zwischen dem propagandistischen Zweck der Arbeit der Filmleute und dem Wunsch jedes einzelnen, den Krieg zu überleben. Wir kramen in den Resten der nicht fertiggestellten Filme und konfrontieren die Welt der Durchhaltefilme und Unterhaltungsstücke mit der Realität die Geschichte geworden ist: Mit den Erinnerungen der Leute, die diese Filme gemacht haben und Bildern aus der Wirklichkeit, die diese Filme vergessen machen sollten.
(tangramfilm.de)
0'59
Audio-Visuelle Medien
Herkunft: Sammlung Knilli
Osterwinter, Norbert
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:27 MEZ
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