Mainz, 1613.10.23. (Richter Hettisch). Thomas Scharpf, Pfarrherr von St. Nikolaus-Filzbach, Jakob Schmar, Georg Backes d.A. und d.J., Thiel Mehel, Veit Dramer, Georg Krieg und Nikolaus Keßell, alle B. daselbst, bekunden, daß vor ihnen am Montag den 21.10., vormittags, im Haus des Thiel Horn, b. und Schiffmanns zu Filzbach, dieser, krank und bettlägerig, sein Testament gemacht habe: 1) Er vermacht zur Ausspendung an die Armen bei seinem Begräbnis 2 fl.; der Pfarrkirche soll eine Fahne mit seinem Gemerk und Zeichen gemacht werden; er vermacht seiner Frau Anna den halben Teil alle Habe und Nahrung, sie soll auch auf fünf Jahre den Beisitz im Hause haben; er vermacht ihr ferner ein Bett mit Zugehör; seiner Mutter, die sich wieder verheiratet hat und gleichwohl nichts in die Ehe gegeben, 20 fl.; 100 fl. die Hans Hecken geschuldet werden, sollen aus der gemeinen Nahrung gezahlt werden. 2) Alles übrige fällt an seinen Bruder Endres Horn und die beiden Schwestern.
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Mainz, 1613.10.23. (Richter Hettisch). Thomas Scharpf, Pfarrherr von St. Nikolaus-Filzbach, Jakob Schmar, Georg Backes d.A. und d.J., Thiel Mehel, Veit Dramer, Georg Krieg und Nikolaus Keßell, alle B. daselbst, bekunden, daß vor ihnen am Montag den 21.10., vormittags, im Haus des Thiel Horn, b. und Schiffmanns zu Filzbach, dieser, krank und bettlägerig, sein Testament gemacht habe: 1) Er vermacht zur Ausspendung an die Armen bei seinem Begräbnis 2 fl.; der Pfarrkirche soll eine Fahne mit seinem Gemerk und Zeichen gemacht werden; er vermacht seiner Frau Anna den halben Teil alle Habe und Nahrung, sie soll auch auf fünf Jahre den Beisitz im Hause haben; er vermacht ihr ferner ein Bett mit Zugehör; seiner Mutter, die sich wieder verheiratet hat und gleichwohl nichts in die Ehe gegeben, 20 fl.; 100 fl. die Hans Hecken geschuldet werden, sollen aus der gemeinen Nahrung gezahlt werden. 2) Alles übrige fällt an seinen Bruder Endres Horn und die beiden Schwestern.
U / 1613 Oktober 23 (in 5 / 24)
Urkundenbestand
Urkundenbestand >> Urkunden, Kopialüberlieferung Bestand 5 (Stadtgericht)
23.10.1613
Stadtgericht Mainz
In 5 / 24, fol. 39 r.
Urkunden
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
23.05.2025, 09:31 MESZ