Johann Schmitz und seine Ehefrau Else (Elßgin), auch für ihre Tochter Anna und ihre Erben, bekunden, dass Johann als Zollschreiber zu Bacharach nach seiner Rechnungslegung dem Kurfürsten Philipp von der Pfalz 2.941 Gulden, 8 Albus und 3 1/2 Heller schuldig geblieben war, wofür dieser alle Güter der Aussteller erklagt und erlangt hat. Auf Johanns Bitten ist folgender gütlicher Vertrag geschlossen worden: [1.] Die Aussteller werden dem Pfalzgrafen die gesamte Schuldsumme zurückzahlen, damit ihre Güter unbelangt bleiben, wobei sie zunächst 1.000 Gulden zum nächsten Weihnachtsfest in barer Münze, den Rest unter näher benannten Zielen bis zum Jahre 1493 ausrichten wollen. [2.] Sie setzen etwa 40 namentlich genannte Bürger zu Bacharach, u. a. Klaus Goldschmied und Meister Nikolaus Schmitz, sowie zu Braubach (Bru-) und Kestert zu Bürgen und Selbstschuldnern, die bei Zahlungsversäumnis vom Pfalzgrafen oder seinem Amtmann zu Kaub unter näheren Bestimmungen an Hab und Gut belangt werden dürfen. [3.] Die Aussteller werden ihr Hab und Gut in keiner Weise verändern oder veräußern und nur zur Bezahlung der Schuldsumme verwenden. Johann Schmitz, auch für seine Ehefrau und Tochter, kündigt sein Siegel und versichert die Einhaltung des Vertrags; die Bürgen verpflichten sich dergleichen und bitten die Gerichte zu Bacharach, Braubach und Kestert um Besiegelung. Johann Wilde (Wylde), Adam Reistein (Reistene) und Henne Römer (Romer Henn), Schultheißen und Schöffen zu Bacharach, weiter die Schultheißen und Schöffen zu Braubach und jene zu Kestert bekunden, dass vor ihnen die Aussteller und Johann von Eltz, der pfalzgräfliche Amtmann zu Kaub, erschienen sind, und dieser "ernstlich" Sicherheit und Bürgschaft für die Summe verlangt hat. Die Gerichte bekunden weiter, dass die genannten Bürger [wie Artikel 2.] Selbstschuldner geworden sind und diese ihre jeweiligen Gerichte um Besiegelung gebeten haben. Die Gerichte zu Bacharach und Braubach kündigen ihre Gerichtssiegel für ihre Bürger an. Für das Gericht von Kestert siegelt, mangels eines eigenen Siegels und nach alter Gewohnheit, ihr Pfarrer, derzeit Johann Fuß mit dem "kirchen ingesigel".