Kloster Marchtal (wegen Kirchbierlingen), die gräfliche Herrschaft von Stadion (wegen Oberstadion) sowie die freiherrliche Herrschaft v. Stain (wegen Unterstadion) schließen einen Vertrag mit dem Spital zu Biberach (wegen Volkersheim und Ingerkingen) wegen des gemeinsamen Trieb und Tratt sowie des Beholzungsrechts aus einem näher beschriebenen Platz, nachdem das Spital Biberach zunächst die gemeinsame Beholzung durch die genannten Dörfer verweigert hatte. Zur Vermeidung weiterer Streitigkeiten wurde eine Kommission eingesetzt, die am 8. April 1717 zusammentrat und aus folgenden Mitgliedern bestand: als Vertreter Marchtals Pater Ulrich Blanckh, Großkeller, Georg Anthoni Vicarius, Dr. iur., Rat und Kanzleiverwalter sowie Marquart Dilger, Praktikant, als Vertreter Stadions Hans Georg Rehm, stadionscher Obervogt zu Stadion, als Vertreter der Freiherrn von Stain Franz Anthoni Eisenreich, Obervogt zu Stain und Emerkingen und für das Biberacher Spital Sebastian Martin Wieland vom Geheimen Rat, Hospitalpfleger, Maximilian Johann Karl Rolle, Sekretär, sowie Johann Hiller, Syndicus. Sie bestimmen, daß der Weidgang denjenigen Gemeinden zustehen solle, die ihn bisher innehatten, das Holz soll von den 4 Herrschaften gemeinsam gefällt und geteilt werden. Die hohe und die niedrige Jurisdiktion soll dem Spital zustehen.
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Kloster Marchtal (wegen Kirchbierlingen), die gräfliche Herrschaft von Stadion (wegen Oberstadion) sowie die freiherrliche Herrschaft v. Stain (wegen Unterstadion) schließen einen Vertrag mit dem Spital zu Biberach (wegen Volkersheim und Ingerkingen) wegen des gemeinsamen Trieb und Tratt sowie des Beholzungsrechts aus einem näher beschriebenen Platz, nachdem das Spital Biberach zunächst die gemeinsame Beholzung durch die genannten Dörfer verweigert hatte. Zur Vermeidung weiterer Streitigkeiten wurde eine Kommission eingesetzt, die am 8. April 1717 zusammentrat und aus folgenden Mitgliedern bestand: als Vertreter Marchtals Pater Ulrich Blanckh, Großkeller, Georg Anthoni Vicarius, Dr. iur., Rat und Kanzleiverwalter sowie Marquart Dilger, Praktikant, als Vertreter Stadions Hans Georg Rehm, stadionscher Obervogt zu Stadion, als Vertreter der Freiherrn von Stain Franz Anthoni Eisenreich, Obervogt zu Stain und Emerkingen und für das Biberacher Spital Sebastian Martin Wieland vom Geheimen Rat, Hospitalpfleger, Maximilian Johann Karl Rolle, Sekretär, sowie Johann Hiller, Syndicus. Sie bestimmen, daß der Weidgang denjenigen Gemeinden zustehen solle, die ihn bisher innehatten, das Holz soll von den 4 Herrschaften gemeinsam gefällt und geteilt werden. Die hohe und die niedrige Jurisdiktion soll dem Spital zustehen.
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 59 U 352
Oberamt Ehingen Nr. 54
B 59 Bü 3
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 59 Landvogtei Schwaben/Oberamt Altdorf
Landvogtei Schwaben/Oberamt Altdorf >> Urkunden
1717 Juni 10
Urkunden
Siegler: Sr. und Unterschriften: Vertragspartner
Überlieferungsart: Abschrift
Siegelbeschreibung: aufgedr. Lacksg. der Landvogtei Schwaben u. der Gräflich Stadionschen Kanzlei
Beglaubigungs- und Notarzeichen: Unterschriften des Registrators (der Landvogtei) Jacob Niclas Welz u. des Obervogts (der Gf. v. Stadion) Franz Anthoni E
Besonderheiten: 1 Pap.heft, 9 S.
Überlieferungsart: Abschrift
Siegelbeschreibung: aufgedr. Lacksg. der Landvogtei Schwaben u. der Gräflich Stadionschen Kanzlei
Beglaubigungs- und Notarzeichen: Unterschriften des Registrators (der Landvogtei) Jacob Niclas Welz u. des Obervogts (der Gf. v. Stadion) Franz Anthoni E
Besonderheiten: 1 Pap.heft, 9 S.
Or.: SchönbAO U 627
Blanckh, Ulrich, Pater, Großkeller
Dilger, Marquart
Eisenreich, Franz Anthoni, Obervogt
Hiller, Johann; Syndikus
Rehm, Hans Georg, Obervogt
Rolle, Maximilian Johann Karl, Sekretär
Stain, Freiherr von
Vicarius, Georg Anthoni, Dr. iur.
Welz, Jakob Niklas; Registrator
Wieland, Sebastina Martin, Hospitalpfleger
Biberach an der Riß BC; Heilig-Geist-Spital
Emerkingen UL
Ingerkingen : Schemmerhofen BC
Kirchbierlingen : Ehingen (Donau) UL
Marchtal = Obermarchtal UL
Obermarchtal UL; Kloster
Oberstadion UL
Unterstadion UL
Volkersheim : Ehingen (Donau) UL
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:27 MEZ