Kurfürst Friedrich I. von der Pfalz bekundet, dass er eine Ehe zwischen Wilhelm von Remchingen d. J. und Eva von Rittenhofen, Witwe Karls von Breidenborn (Breitenbrons), beredet hat. Falls Eva vor Wilhelm stirbt und beide Kinder gewonnen haben, soll Wilhelm auf Lebtag die von beiden Seiten eingebrachten und ererbten Güter nießen und gebrauchen. Dazu zählt auch der von Wilhelm als Heimsteuer angewiesene Teil des Dorfes Oberwössingen (Obernwesingen) genannt "des Trigels gut" mit Vogtei, Gericht, Höfen und weiterem Zubehör, wie es von der Herrschaft Baden an Wilhelms Vater gekommen war. Hinterlassen die Eheleute Leibserben und ist das Kind aus Evas erster Ehe noch am Leben, sollen alle Kinder gleichermaßen an den Gütern Karls und der Eheleute erbberechtigt sein. Gewinnen die Eheleute keine Erben, sollen Wilhelms eingebrachter Erbteil, angewonnene Güter der Eheleute, ein Drittel der Fahrhabe und weitere 500 Gulden unbeirrt an seinen Stamm fallen, dazu erhält Wilhelm auf Lebtag Nießbrauch an Evas eingebrachten Gütern. Es folgen weitere Bestimmungen zum Erbgang, zum Erbrecht des Kindes aus erster Ehe und zum Nießbrauch an den Gütern. Kurfürst Friedrich kündigt sein Siegel an, beide Eheleute versichern die Einhaltung der Artikel und kündigen ihre Siegel an.
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Kurfürst Friedrich I. von der Pfalz bekundet, dass er eine Ehe zwischen Wilhelm von Remchingen d. J. und Eva von Rittenhofen, Witwe Karls von Breidenborn (Breitenbrons), beredet hat. Falls Eva vor Wilhelm stirbt und beide Kinder gewonnen haben, soll Wilhelm auf Lebtag die von beiden Seiten eingebrachten und ererbten Güter nießen und gebrauchen. Dazu zählt auch der von Wilhelm als Heimsteuer angewiesene Teil des Dorfes Oberwössingen (Obernwesingen) genannt "des Trigels gut" mit Vogtei, Gericht, Höfen und weiterem Zubehör, wie es von der Herrschaft Baden an Wilhelms Vater gekommen war. Hinterlassen die Eheleute Leibserben und ist das Kind aus Evas erster Ehe noch am Leben, sollen alle Kinder gleichermaßen an den Gütern Karls und der Eheleute erbberechtigt sein. Gewinnen die Eheleute keine Erben, sollen Wilhelms eingebrachter Erbteil, angewonnene Güter der Eheleute, ein Drittel der Fahrhabe und weitere 500 Gulden unbeirrt an seinen Stamm fallen, dazu erhält Wilhelm auf Lebtag Nießbrauch an Evas eingebrachten Gütern. Es folgen weitere Bestimmungen zum Erbgang, zum Erbrecht des Kindes aus erster Ehe und zum Nießbrauch an den Gütern. Kurfürst Friedrich kündigt sein Siegel an, beide Eheleute versichern die Einhaltung der Artikel und kündigen ihre Siegel an.
Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 67 Nr. 814, 129
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 67 Kopialbücher
Kopialbücher >> Weltliche Territorien und Herrschaften >> Kurpfalz >> Einzelne Pfalzgrafen und Kurfürsten >> Friedrich I. >> Liber ad vitam II (Kurfürst Friedrichs I. von der Pfalz) >> Urkunden
1471 Mai 6 (off montag nach dem sontag jubilate)
fol. 93r-94r [alt: 76r-77r]
Urkunden
Ausstellungsort: [ohne Ort]
Siegler: Kurfürst Friedrich I. von der Pfalz; Wilhelm von Remchingen d. J.; Eva von Rittenhofen
Siegler: Kurfürst Friedrich I. von der Pfalz; Wilhelm von Remchingen d. J.; Eva von Rittenhofen
Kopfregest: "Antreffen ein heyradt beteidingt zuschen Wilhelm von Remchingen dem jungen und Eva von Ryttenhofen wylant Karle von Breitenborns seligen witwe".
Breidenborn (Breitenbronn), Karl von; Amtmann zu Kaiserslautern, erw. 1465, 1471 tot
Remchingen, Wilhelm d. J. von; erw. 1471, 1482
Rittenhofen, Eva von; erw. 1471
Wössingen : Walzbachtal KA
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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