Zuweisung von Erträgen aus Gütern in Maden an eine Fritzlarer Bürgerin
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Urk. 18, 226
Urk. 18, Urk. A II Kl. Cappel 1323 März 3
Urk. 18 Kloster Spieskappel - [ehemals: A II]
Kloster Spieskappel - [ehemals: A II] >> 1320-1329
1323 März 3
Etwa gleichzeitige besiegelte Abschrift (Perg.) des Offizials der Fritzlarer Propstei (Datum per copiam. [Unten] Sub sigillo prepositure Fritslariensis). - RundSg. des Offizials (besch.) abh.
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Datum anno domini 1323 feria quinta ante Letare
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Abt, Prior und der ganze Konvent (collegium) des Stifts Cappel Prämonstratenserordens bekunden, daß die Fritzlarer Bürgerin Hildegund, Witwe Konrad Mulners, mit gutem Willen und nach reiflicher Überlegung die Hälfte der Güter in Dorf und Gemarkung Maden (Madin), die sie [die Ausst.] von dem Wäppner Denard gen. von Hebel (Hebilde) gekauft hatten, mit gewogenem Geld, nämlich 63 mr. Silbers, bezahlt habe. Was aus diesen Gütern an Erträgen falle, solle der genannten Frau durch den jeweiligen Landsiedel lebenslang in der Stadt Fritzlar gereicht werden. Nach ihrem Tode verbleiben 1 Malter Korn und Hafer beim Stift und werden zwischen Chorherren und Chorfrauen (inter dominos et dominas) zum im Konvent zu begehenden Jahrgedächtnis Konrads und Hildegunds geteilt. Was übrig bleibt erhalten die im Stift befindlichen Kinder, Sohn und Töchter, der Hildegund. Stirbt einer von ihnen, so fällt sein Malter Korn und Hafer an das Stift, wo es zusammen mit dem ersten Malter erneut zwischen Chorherren und Chorfrauen (inter monachos et monachas) zur Feier des oben genannten Anniversariums geteilt wird. Was über diese beiden Malter hinaus an Überschuß bleibt, erhalten die beiden Überlebenden auf Lebenszeit. Sind auch diese tot, so fallen die restlichen Erträge der besagten Güter an das Stift, wo das Gedächtnis der Verstorbenen für die erwiesenen Wohltaten gefeiert werden soll.
Vermerke (Urkunde): Rückvermerk: (Um 1525) Duo maldra in Madin
Vermerke (Urkunde): Zeugen: ---
Vermerke (Urkunde): Siegler: die Ausst. (Abt und Konvent)
Vermerke (Urkunde): Weitere Überlieferung: ---
Vermerke (Urkunde): Druckangaben: ---
Vermerke (Urkunde): Literatur: List: Stift Spieskappel (wie Nr.1)) S.224
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Abt, Prior und der ganze Konvent (collegium) des Stifts Cappel Prämonstratenserordens bekunden, daß die Fritzlarer Bürgerin Hildegund, Witwe Konrad Mulners, mit gutem Willen und nach reiflicher Überlegung die Hälfte der Güter in Dorf und Gemarkung Maden (Madin), die sie [die Ausst.] von dem Wäppner Denard gen. von Hebel (Hebilde) gekauft hatten, mit gewogenem Geld, nämlich 63 mr. Silbers, bezahlt habe. Was aus diesen Gütern an Erträgen falle, solle der genannten Frau durch den jeweiligen Landsiedel lebenslang in der Stadt Fritzlar gereicht werden. Nach ihrem Tode verbleiben 1 Malter Korn und Hafer beim Stift und werden zwischen Chorherren und Chorfrauen (inter dominos et dominas) zum im Konvent zu begehenden Jahrgedächtnis Konrads und Hildegunds geteilt. Was übrig bleibt erhalten die im Stift befindlichen Kinder, Sohn und Töchter, der Hildegund. Stirbt einer von ihnen, so fällt sein Malter Korn und Hafer an das Stift, wo es zusammen mit dem ersten Malter erneut zwischen Chorherren und Chorfrauen (inter monachos et monachas) zur Feier des oben genannten Anniversariums geteilt wird. Was über diese beiden Malter hinaus an Überschuß bleibt, erhalten die beiden Überlebenden auf Lebenszeit. Sind auch diese tot, so fallen die restlichen Erträge der besagten Güter an das Stift, wo das Gedächtnis der Verstorbenen für die erwiesenen Wohltaten gefeiert werden soll.
Vermerke (Urkunde): Rückvermerk: (Um 1525) Duo maldra in Madin
Vermerke (Urkunde): Zeugen: ---
Vermerke (Urkunde): Siegler: die Ausst. (Abt und Konvent)
Vermerke (Urkunde): Weitere Überlieferung: ---
Vermerke (Urkunde): Druckangaben: ---
Vermerke (Urkunde): Literatur: List: Stift Spieskappel (wie Nr.1)) S.224
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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