Stadt Wolfenbüttel (Bestand)
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NLA WO, 46 Urk
Nds. Landesarchiv, Abt. Wolfenbüttel (Archivtektonik) >> Gliederung >> 1 Urkunden (Urk) >> 1.3 Städte und Flecken
1499-1825
Bestandsgeschichte: Der hier vereinigte Urkundenbestand ist im strengen archivwissenschaftlichen Sinne kein Einheitsbestand. Da es den einheitlichen Registraturbildner, der die vorliegenden Stücke von 1499 bis 1825 hätte "zu den Akten schreiben" können, nie gegeben hat, verbietet sich die Bezeichnung "Urkundenfonds". Die Stadt Wolfenbüttel als Provenienzstelle anzusehen, ist jedenfalls nur in einigen wenigen Fällen möglich. Daneben stehen bunt gemischt fremde Provenienzen, und daneben steht insbesondere die auch Zufälliges sammelnde Tätigkeit früherer Archivarsgenerationen. Gleichwohl konnte die Aufgliederung dieses Mischbestandes nach seinen verschiedenen Provenienzen nicht ernsthaft in Betracht kommen. Die Folge wäre eine Reihe von Klein- und Kleinstbeständen gewesen, deren archivarische Betreuung nicht zu rechtfertigen ist.
Der Benutzer muss sich also stets vor Augen halten, dass er in diesem Bestand durchaus nicht nur "Urkunden der Stadt Wolfenbüttel" vorfindet. Schon gar nicht darf er darauf hoffen, alle Urkunden der Stadt hier vereinigt zu sehen. Was er erwarten kann, ist allenfalls ein durch mancherlei Zufälligkeiten zusammengekommene Sammlung von Wolfenbütteler Betreffen. Wie kurios die Wege solchen Zusammenkommens mitunter gewesen sind, zeigt Nummer 35 c, die "1895 vom Terianer Bernhardi gegen Freimarken eingetauscht" worden sind.
Die Geschichte der Bestandsbildung lässt sich anhand der wenigen vorhandenen Reste von Altsignaturen nur noch in großen Umrissen erkennen. Die jetzigen Nummern 1, 5, 12, 13, 13c, 16, 17, 18 und 20 tragen auf beigelegten Zetteln den Altsignaturteil "Misc.". Sie haben also einmal einem - vermutlich wesentlich größeren - Mischbestande angehört, der als sogenannte "Miscellanea" bereits früher als Auffangbecken für solche Stücke gedient hat, die keinem Bestand eindeutig zuzuschreiben waren. Möglicherweise handelt es sich dabei um den heutigen Bestand 139 Urk.
Bestandsgeschichte: Am 4. Dezember 1883 deponierte der Magistrat der Stadt Wolfenbüttel mit Nr. 6 die erste seiner Urkunden, die er als Empfänger in früheren Jahrhunderten vom Stadtherren einst erhalten hatte. Ihr folgten im Jahre 1890 die weiteren deponierten Urkunden 6a, 12a und 14 (früher 14a). Zur Deponierung der Magistratsurkunden s. den Schriftwechsel Paul Zimmermanns mit der Stadt Wolfenbüttel in 36 Alt Fb.1, III 35, Bd 1. Wie aus dem Signaturteil "a" hervorgeht, sind diese Stücke offenbar nachträglich in eine bereits bestehende Nummerfolge eingeordnet worden. Demnach ist es wahrscheinlich, dass mit der Deponierung der Nr. 6 wohl zum ersten Mal der Gedanke im Archiv auftrat, eine eigene Wolfenbütteler Urkundenabteilung neu zu bilden. Es lag nahe, die Wolfenbütteler Betreffe aus den vorhandenen Miscellanea auszusondern und mit den Magistratsdeposita zusammenzulegen.
Der Initiative und den mannigfachen Verbindungen des Geheimen Archivrates Dr. Paul Zimmermann ist es zu verdanken, dass dieses zunächst noch etwas dürre Bestandsgerüst allmählich aufgefüllt und ausgebaut werden konnte. Die Herzog-August-Bibliothek zu Wolfenbüttel übergab 1885 die Nummern 11 und 32; der Braunschweigische Geschichtsverein stellte Nr. 33b zur Verfügung. Innerhalb des Archivs wurden aus anderen Beständen im Jahre 1913 noch die Nummern 9a und 13b ausgesondert und in den jungen Wolfenbütteler Urkundenbestand mit eingegliedert. Vor allem aber schenkten oder deponierten in den Jahren zwischen 1897 und 1928 mehrere Wolfenbütteler Privatleute die bis dahin in ihrem Besitz befindlichen Urkunden 13a, 19a, 33a, 35, 37 und 38.
Der Wert der nunmehr neu regestierten Urkunden dürfte vor allem bei stadtrechtsgeschichtlichen Untersuchungen zum Tragen kommen. Für die Fragen der Stadtverfassung, des Gildenrechts und des Liegenschaftsrechts wird der rechtshistorisch interessierte Benutzer aufschlußreiches Material erwarten dürfen. Darüber hinaus aber wird der Volkskundler den Bestand mit Gewinn zu Rate ziehen; namentlich die große Nachrichterurkunde von 1715 (Nr. 33a) wird seine Aufmerksamkeit beanspruchen können.
Bestandsgeschichte: Stand: 19.12.1974
Bearbeiter: Wolf-Dieter Mohrmann (1974)
Zusatzinformationen: Abgeschlossen: ja
Der Benutzer muss sich also stets vor Augen halten, dass er in diesem Bestand durchaus nicht nur "Urkunden der Stadt Wolfenbüttel" vorfindet. Schon gar nicht darf er darauf hoffen, alle Urkunden der Stadt hier vereinigt zu sehen. Was er erwarten kann, ist allenfalls ein durch mancherlei Zufälligkeiten zusammengekommene Sammlung von Wolfenbütteler Betreffen. Wie kurios die Wege solchen Zusammenkommens mitunter gewesen sind, zeigt Nummer 35 c, die "1895 vom Terianer Bernhardi gegen Freimarken eingetauscht" worden sind.
Die Geschichte der Bestandsbildung lässt sich anhand der wenigen vorhandenen Reste von Altsignaturen nur noch in großen Umrissen erkennen. Die jetzigen Nummern 1, 5, 12, 13, 13c, 16, 17, 18 und 20 tragen auf beigelegten Zetteln den Altsignaturteil "Misc.". Sie haben also einmal einem - vermutlich wesentlich größeren - Mischbestande angehört, der als sogenannte "Miscellanea" bereits früher als Auffangbecken für solche Stücke gedient hat, die keinem Bestand eindeutig zuzuschreiben waren. Möglicherweise handelt es sich dabei um den heutigen Bestand 139 Urk.
Bestandsgeschichte: Am 4. Dezember 1883 deponierte der Magistrat der Stadt Wolfenbüttel mit Nr. 6 die erste seiner Urkunden, die er als Empfänger in früheren Jahrhunderten vom Stadtherren einst erhalten hatte. Ihr folgten im Jahre 1890 die weiteren deponierten Urkunden 6a, 12a und 14 (früher 14a). Zur Deponierung der Magistratsurkunden s. den Schriftwechsel Paul Zimmermanns mit der Stadt Wolfenbüttel in 36 Alt Fb.1, III 35, Bd 1. Wie aus dem Signaturteil "a" hervorgeht, sind diese Stücke offenbar nachträglich in eine bereits bestehende Nummerfolge eingeordnet worden. Demnach ist es wahrscheinlich, dass mit der Deponierung der Nr. 6 wohl zum ersten Mal der Gedanke im Archiv auftrat, eine eigene Wolfenbütteler Urkundenabteilung neu zu bilden. Es lag nahe, die Wolfenbütteler Betreffe aus den vorhandenen Miscellanea auszusondern und mit den Magistratsdeposita zusammenzulegen.
Der Initiative und den mannigfachen Verbindungen des Geheimen Archivrates Dr. Paul Zimmermann ist es zu verdanken, dass dieses zunächst noch etwas dürre Bestandsgerüst allmählich aufgefüllt und ausgebaut werden konnte. Die Herzog-August-Bibliothek zu Wolfenbüttel übergab 1885 die Nummern 11 und 32; der Braunschweigische Geschichtsverein stellte Nr. 33b zur Verfügung. Innerhalb des Archivs wurden aus anderen Beständen im Jahre 1913 noch die Nummern 9a und 13b ausgesondert und in den jungen Wolfenbütteler Urkundenbestand mit eingegliedert. Vor allem aber schenkten oder deponierten in den Jahren zwischen 1897 und 1928 mehrere Wolfenbütteler Privatleute die bis dahin in ihrem Besitz befindlichen Urkunden 13a, 19a, 33a, 35, 37 und 38.
Der Wert der nunmehr neu regestierten Urkunden dürfte vor allem bei stadtrechtsgeschichtlichen Untersuchungen zum Tragen kommen. Für die Fragen der Stadtverfassung, des Gildenrechts und des Liegenschaftsrechts wird der rechtshistorisch interessierte Benutzer aufschlußreiches Material erwarten dürfen. Darüber hinaus aber wird der Volkskundler den Bestand mit Gewinn zu Rate ziehen; namentlich die große Nachrichterurkunde von 1715 (Nr. 33a) wird seine Aufmerksamkeit beanspruchen können.
Bestandsgeschichte: Stand: 19.12.1974
Bearbeiter: Wolf-Dieter Mohrmann (1974)
Zusatzinformationen: Abgeschlossen: ja
1,1 (58 Stück)
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
16.06.2025, 12:45 PM CEST