Kläger: Peter Siemsen & Co., Kaufleute in Hamburg (Beklagter).- Beklagter: Conrad Dietrich Paulsen und Martin Johann Paulsen, Kaufleute in Hamburg (Kläger) und als Nebenbeklagter der Rat der Stadt Hamburg.- Streitgegenstand: Appellationis cum ordinatione; Kautionsleistung, Klageerhebung auf Grundlage der Kopie eines Wechsels, Bestätigung einer Entscheidung des Bürgermeisters und Vollstreckungsverfahren trotz Rechtshängigkeit der Sache in einem Streit um die Bezahlung von 5810 Mark Banko durch die Kläger an die Beklagten als Remboursregress und um die Verweisung der Kläger zur Schadloshaltung an den Trassanten der strittigen Wechsel; Hinweis der Beklagten, dass die verspätete Einlösung der Wechsel nicht den Verlust der Ansprüche an die Kläger bedeute, da diese Verspätung auf höherer Gewalt, nämlich der Sperrung des Postverkehrs zwischen Frankreich und Portugal, beruhe
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Kläger: Peter Siemsen & Co., Kaufleute in Hamburg (Beklagter).- Beklagter: Conrad Dietrich Paulsen und Martin Johann Paulsen, Kaufleute in Hamburg (Kläger) und als Nebenbeklagter der Rat der Stadt Hamburg.- Streitgegenstand: Appellationis cum ordinatione; Kautionsleistung, Klageerhebung auf Grundlage der Kopie eines Wechsels, Bestätigung einer Entscheidung des Bürgermeisters und Vollstreckungsverfahren trotz Rechtshängigkeit der Sache in einem Streit um die Bezahlung von 5810 Mark Banko durch die Kläger an die Beklagten als Remboursregress und um die Verweisung der Kläger zur Schadloshaltung an den Trassanten der strittigen Wechsel; Hinweis der Beklagten, dass die verspätete Einlösung der Wechsel nicht den Verlust der Ansprüche an die Kläger bedeute, da diese Verspätung auf höherer Gewalt, nämlich der Sperrung des Postverkehrs zwischen Frankreich und Portugal, beruhe
211-2_S 108 Teil 1
S 6681
211-2 Reichskammergericht
Reichskammergericht >> S
1793-1800
Enthält: Prokuratoren: Kläger: Dr. Caspar Friedrich (von) Hofmann. Beklagte: Dr. Conrad Gordian Seuter (1796). Dr. Johann Sebastian Frech (1797). Nebenbeklagter: Dr. Friedrich Jakob Dietrich von Bostell.- Instanzen: 1. Prätur 1794. 2. Rat 1794. 3. Reichskammergericht 1796-1800.- Darin: Zwei Sekundawechsel von 1793 der Firma Claepius & Mehne in Bremen über 3500 Crusados, gezogen auf Franz Iken in Lissabon, mit B. H. Metzener & Co. als Notadresse, indossiert von den Klägern an die Beklagten, sowie Proteste dieser Wechsel in Lissabon und eine Rechnung der Beklagten über ihre Forderungen gegen die Kläger 1793; Beschluss des Rats der Stadt Bremen über ein Moratorium für die verschuldete Firma Claepius & Mehne 1793 sowie ein entsprechendes Attest Bremer Kaufleute 1796 über diese Maßnahme und den obrigkeitlich bestätigten Vergleich der Firma mit ihren Gläubigern; Aussagen Hamburger Kaufleute 1795 über die Insolvenz der Firma Franz Iken in Lissabon; Bestätigungen von 1793 und 1795 des Kaiserlichen Postamtes in Hamburg und des portugiesischen Oberpostmeisters über die Sperrung des Postverkehrs zwischen Frankreich und Portugal; Gutachten über die strittigen Fragen durch Hamburger Kaufleute und durch Johann Christoph Koch, Geheimer Rat und Kanzler der Universität Gießen, aus der Zeit 1794-1795 (z.T. gedruckt); Präzedenz-Urteile Hamburger Gerichte 1794-1795; auf Anforderung des Reichskammergerichts vom Rat der Stadt Hamburg erstatteter Bericht über die strittigen Fragen 1795.
Archivale
Verwandte Bestände / Verzeichnungseinheiten: 741-4_S11356 (Bestelleinheit) [Mikroverfilmung von]
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
07.03.2025, 11:57 MEZ