Fakultät für Informatik (Bestand)
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UAT 836/
Universitätsarchiv Tübingen (Archivtektonik) >> C Fakultäten >> Cg Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät(en) >> Cg 8 Fakultät für Informatik (1991-2002)
1991-2013
Bestandsbeschreibung: Übernommen: 2021
Bei den im Juni 2021 vom Fachbereich Informatik der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät übernommenen Unterlagen handelt es sich um Akten von Professor Wolfgang Rosenstiel, der bis zu seinem Tod im Jahr 2020 den Lehrstuhl für Technische Informatik inne hatte. Bei der Durchsicht der Unterlagen fiel auf, dass es sich im Wesentlichen um Akten handelt, die angelegt wurden als der Lehrstuhl Teil der bis 2002 bestehenden Fakultät für Informatik war. Daher wurden die Unterlagen dem Bestand UAT 836 Fakultät für Informatik zugewiesen. Diejenigen Akten, die zu einem späteren Zeitpunkt innerhalb der neuen Fakultätsstrukturen beim Lehrstuhl für Technische Informatik entstanden sind, wurden als Nachlaufakten beim Bestand UAT 836 belassen.
Im September 2021 erfolgte eine weitere Abgabe vom Fachbereich Informatik. Dabei handelte es sich um Promotions- und Habilitationsakten (Einzelfälle) aus den Jahren 1991-2002.
Bei der Benutzung sind die üblichen Schutzfristen gemäß Landesarchivgesetz von Baden-Württemberg zu beachten. Sachakten sind 30 Jahre nach der Schließung, personenbezogene Akten zusätzlich 10 Jahre nach dem Tod, hilfsweise 90 Jahre nach der Geburt der betroffenen Person frei benutzbar.
Professor Rosenstiel wurde 1954 in Geisingen geboren und studierte Informatik an der TH Karlsruhe (heute KIT), wo er 1984 promoviert wurde. Es folgte eine Zeit als Postdoktorand der TH Karlsruhe und als Abteilungsleiter der Forschungsgruppe "Automation of Circuit Design" am Forschungszentrum Informatik (FZI). 1990 erfolgte die Berufung auf den Lehrstuhl für Technische Informatik an der Universität Tübingen, im gleichen Jahr wurde Rosenstiel ins Direktorium des FZI aufgenommen. Beide Positionen hatte er bis zu seinem Tod am 19.08.2020 inne.
Seine Forschungsaktivitäten im Bereich der Mikroelektronik waren zahlreich und er gestaltete die deutsche Forschungslandschaft im Wesentlichen mit. Professor Rosenstiel zählt zu den Pionieren im rechnergestützten Schaltungsentwurf aus algorithmischen Verhaltensbeschreibungen. Das Hardware-Synthesewerkzeug "Carlsruhe Digital Design sYstem" (CADDY) sowie die Hardware-Beschreibungssprache "Digital Specification Language" (DSL) wurden von Ihm in den 1980er Jahren entwickelt.
Ein weiterer Forschungsschwerpunkt bildete die Beschäftigung mit dem optimierten Einsatz von maschinellen Lernverfahren in unterschiedlichen technischen und medizinischen Anwendungen. Schon früh erkannte er die Bedeutung des Maschinellen Lernens für intelligente Prothesensteuerung und Brain Computer Interfaces. Durch seine interdisziplinäre Forschung zu invasiven und nicht-invasiven Brain Computer Interfaces konnte er 2009 den ERC Advanced Grant zu diesem Thema einwerben.
Im Bereich der Akademischen Dienstleistungen wirkte er u.a. bei der Entwicklung einer Roadmap für die zukünftige Entwicklung der Halbleitertechnik sowie der Etablierung wichtiger wissenschaftlicher Konferenzen mit.
Technische Informatik, Rechnerarchitektur, Entwurf und Synthese mikroelektronischer Systeme, Neuronale Netze in technischen Anwendungen und Multimediatechnik bildeten die Schwerpunkte der universitären Lehre.
Innerhalb der universitären Verwaltung hatte er verschiedene Leitungspositionen inne. So war er Prodekan und später Dekan der bis 2002 bestehenden Fakultät für Informatik, anschließend wurde er geschäftsführender Direktor des Wilhelm-Schickard-Instituts innerhalb der Fakultät für Informations- und Kognitionswissenschaften. Als erster hauptamtlicher Dekan der 2010 neu gegründeten Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät setzte er wichtige Akzente beim Ausbau der Dekanatsverwaltung und der Weiterentwicklung der verschiedenen Fachbereiche. Unter der Führung von Professor Rosenstiel konnten die beiden Exzellenzcluster "Kontrolle von Mikroorganismen zur Bekämpfung von Infektionen (CMFI)" und "Maschinelles Lernen in den Wissenschaften" etabliert.
Wolfgang Rosenstiel war Mitglied im Senats-Ausschuss und Bewilliungsausschuss für die Sonderforschungsbereiche der DFG, im Direktorium des Forschungszentrums für Informatik (FZI) und Vorstandsvorsitzender des edacentrums für "Electronic Design Automation".
Im Zuge der Erschließung im Juli 2021 wurden die Unterlagen konservatorisch behandelt, d.h. enteist und in säurefreie Mappen und Boxen verpackt. Die Unterlagen befanden sich bei der Übernahme teilweise in ungeordnetem bzw. nur gering strukturierten Zustand. Bei der Bearbeitung stellte sich heraus, dass sehr viele Dubletten vorhanden sind. Diese wurden kassiert (ca. 3,5 lfm).
Juli 2021, Dr. Susanne Rieß-Stumm
Fakultätsangelegenheiten (UAT 836/8,18, 20, 24-25, 52, 6 Nrn, (1956-1960, 1987-1989), 1993-2005).
Prüfungswesen (UAT 836/15, 19, 28, 64-176 119 Nrn, 1991-2005).
Lehrstuhl für Technische Informatik (UAT 836/1-7, 9-14, 16-17, 21-23, 26-27, 29-63, 51 Nrn, 1990-2013).
Bei den im Juni 2021 vom Fachbereich Informatik der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät übernommenen Unterlagen handelt es sich um Akten von Professor Wolfgang Rosenstiel, der bis zu seinem Tod im Jahr 2020 den Lehrstuhl für Technische Informatik inne hatte. Bei der Durchsicht der Unterlagen fiel auf, dass es sich im Wesentlichen um Akten handelt, die angelegt wurden als der Lehrstuhl Teil der bis 2002 bestehenden Fakultät für Informatik war. Daher wurden die Unterlagen dem Bestand UAT 836 Fakultät für Informatik zugewiesen. Diejenigen Akten, die zu einem späteren Zeitpunkt innerhalb der neuen Fakultätsstrukturen beim Lehrstuhl für Technische Informatik entstanden sind, wurden als Nachlaufakten beim Bestand UAT 836 belassen.
Im September 2021 erfolgte eine weitere Abgabe vom Fachbereich Informatik. Dabei handelte es sich um Promotions- und Habilitationsakten (Einzelfälle) aus den Jahren 1991-2002.
Bei der Benutzung sind die üblichen Schutzfristen gemäß Landesarchivgesetz von Baden-Württemberg zu beachten. Sachakten sind 30 Jahre nach der Schließung, personenbezogene Akten zusätzlich 10 Jahre nach dem Tod, hilfsweise 90 Jahre nach der Geburt der betroffenen Person frei benutzbar.
Professor Rosenstiel wurde 1954 in Geisingen geboren und studierte Informatik an der TH Karlsruhe (heute KIT), wo er 1984 promoviert wurde. Es folgte eine Zeit als Postdoktorand der TH Karlsruhe und als Abteilungsleiter der Forschungsgruppe "Automation of Circuit Design" am Forschungszentrum Informatik (FZI). 1990 erfolgte die Berufung auf den Lehrstuhl für Technische Informatik an der Universität Tübingen, im gleichen Jahr wurde Rosenstiel ins Direktorium des FZI aufgenommen. Beide Positionen hatte er bis zu seinem Tod am 19.08.2020 inne.
Seine Forschungsaktivitäten im Bereich der Mikroelektronik waren zahlreich und er gestaltete die deutsche Forschungslandschaft im Wesentlichen mit. Professor Rosenstiel zählt zu den Pionieren im rechnergestützten Schaltungsentwurf aus algorithmischen Verhaltensbeschreibungen. Das Hardware-Synthesewerkzeug "Carlsruhe Digital Design sYstem" (CADDY) sowie die Hardware-Beschreibungssprache "Digital Specification Language" (DSL) wurden von Ihm in den 1980er Jahren entwickelt.
Ein weiterer Forschungsschwerpunkt bildete die Beschäftigung mit dem optimierten Einsatz von maschinellen Lernverfahren in unterschiedlichen technischen und medizinischen Anwendungen. Schon früh erkannte er die Bedeutung des Maschinellen Lernens für intelligente Prothesensteuerung und Brain Computer Interfaces. Durch seine interdisziplinäre Forschung zu invasiven und nicht-invasiven Brain Computer Interfaces konnte er 2009 den ERC Advanced Grant zu diesem Thema einwerben.
Im Bereich der Akademischen Dienstleistungen wirkte er u.a. bei der Entwicklung einer Roadmap für die zukünftige Entwicklung der Halbleitertechnik sowie der Etablierung wichtiger wissenschaftlicher Konferenzen mit.
Technische Informatik, Rechnerarchitektur, Entwurf und Synthese mikroelektronischer Systeme, Neuronale Netze in technischen Anwendungen und Multimediatechnik bildeten die Schwerpunkte der universitären Lehre.
Innerhalb der universitären Verwaltung hatte er verschiedene Leitungspositionen inne. So war er Prodekan und später Dekan der bis 2002 bestehenden Fakultät für Informatik, anschließend wurde er geschäftsführender Direktor des Wilhelm-Schickard-Instituts innerhalb der Fakultät für Informations- und Kognitionswissenschaften. Als erster hauptamtlicher Dekan der 2010 neu gegründeten Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät setzte er wichtige Akzente beim Ausbau der Dekanatsverwaltung und der Weiterentwicklung der verschiedenen Fachbereiche. Unter der Führung von Professor Rosenstiel konnten die beiden Exzellenzcluster "Kontrolle von Mikroorganismen zur Bekämpfung von Infektionen (CMFI)" und "Maschinelles Lernen in den Wissenschaften" etabliert.
Wolfgang Rosenstiel war Mitglied im Senats-Ausschuss und Bewilliungsausschuss für die Sonderforschungsbereiche der DFG, im Direktorium des Forschungszentrums für Informatik (FZI) und Vorstandsvorsitzender des edacentrums für "Electronic Design Automation".
Im Zuge der Erschließung im Juli 2021 wurden die Unterlagen konservatorisch behandelt, d.h. enteist und in säurefreie Mappen und Boxen verpackt. Die Unterlagen befanden sich bei der Übernahme teilweise in ungeordnetem bzw. nur gering strukturierten Zustand. Bei der Bearbeitung stellte sich heraus, dass sehr viele Dubletten vorhanden sind. Diese wurden kassiert (ca. 3,5 lfm).
Juli 2021, Dr. Susanne Rieß-Stumm
Fakultätsangelegenheiten (UAT 836/8,18, 20, 24-25, 52, 6 Nrn, (1956-1960, 1987-1989), 1993-2005).
Prüfungswesen (UAT 836/15, 19, 28, 64-176 119 Nrn, 1991-2005).
Lehrstuhl für Technische Informatik (UAT 836/1-7, 9-14, 16-17, 21-23, 26-27, 29-63, 51 Nrn, 1990-2013).
177 Nrn; 2,50 lfm
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
17.12.2025, 09:03 MEZ