Karten Ballenstedt (Bestand)
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Slg. 18 (Benutzungsort: Dessau)
Landesarchiv Sachsen-Anhalt (Archivtektonik) >> 12. Sammlungen >> 12.01. Archivische Sammlungen >> Slg. 17-26 Kartensammlungen der Abteilung Dessau
1696 - 1898
Findhilfsmittel: Findbuch 1945, Überarbeitung 2014 (online recherchierbar)
Bestandsinformationen: Im Anhaltischen Staatsarchiv Zerbst waren zu Beginn des 20. Jahrhunderts etwa 200 bis 300 unerschlossene Karten überliefert. Darüber hinaus existierten bei den anhaltischen Vermessungs- und Forstbehörden, insbesondere der Finanzdirektion, den Bauverwaltungen, der Hofkammmer, der Regierung und dem Staatsministerium zahlreiche weitere Karten, die für laufende Verwaltungsaufgaben nicht mehr benötigt worden sind und die an das Anhaltische Staatsarchiv Zerbst abgegeben werden sollten. Um die historischen Karten der Forschung zugänglich machen zu können, veranlasste das Staatsministerium im Jahr 1929 die zeitweilige Abordnung des Vermessungsrats Ernst Müller an das Staatsarchiv zur Ordnung und Verzeichnung der unerschlossenen Karten.
Müller, der seine Arbeiten im Dezember 1929 begann, bildete entsprechend der administrativ-territorialen Einteilung Anhalts in die Kreise Ballenstedt, Bernburg, Dessau, Köthen und Zerbst fünf Kartenbestände. Außerdem hatte er geplant, die Karten, die ganz Anhalt oder große Teile von Anhalt sowie fremde Territorien darstellten, in zwei weiteren Beständen zusammenzufassen. Letzteres konnte er jedoch nicht realisieren.
Innerhalb der o.g. Bestände reihte er die Karten alphabetisch nach dem Ortsnamen und Alter. Für jeden Bestand legte Müller ein Findbuch mit sehr detaillierten Verzeichnungsangaben an.
Etwa zwischen 1940 und 1945 erschloss er den vorliegenden Bestand "Karten Ballenstedt". Auf Grund der Kriegsereignisse konnte Müller die Bearbeitung nicht beenden.
Im Bestand sind hauptsächlich Forst- und Feldmarkskarten überliefert, die überwiegend aus dem 18. und 19. Jahrhundert stammen und zum Nachweis von landesherrlichen Besitzverhältnissen dienten.
Während des Zweiten Weltkriegs wurde aus Sicherheitsgründen ein großer Teil der Kartenbestände aus dem Anhaltischen Staatsarchiv an andere Orte ausgelagert, der nach Kriegsende in die damalige Sowjetunion verbracht und im September 1959 an das Landesarchiv Oranienbaum als Nachfolgeeinrichtung des Anhaltischen Staatsarchivs zurückgegeben worden ist.
Zahlreiche Karten, viele auch aus dem Bestand "Karten Ballenstedt", verblieben jedoch im Archivgebäude Schloss Zerbst und sind in den letzten Kriegstagen der Vernichtung anheim gefallen.
Enthaltene Karten: 235
Bestandsinformationen: Im Anhaltischen Staatsarchiv Zerbst waren zu Beginn des 20. Jahrhunderts etwa 200 bis 300 unerschlossene Karten überliefert. Darüber hinaus existierten bei den anhaltischen Vermessungs- und Forstbehörden, insbesondere der Finanzdirektion, den Bauverwaltungen, der Hofkammmer, der Regierung und dem Staatsministerium zahlreiche weitere Karten, die für laufende Verwaltungsaufgaben nicht mehr benötigt worden sind und die an das Anhaltische Staatsarchiv Zerbst abgegeben werden sollten. Um die historischen Karten der Forschung zugänglich machen zu können, veranlasste das Staatsministerium im Jahr 1929 die zeitweilige Abordnung des Vermessungsrats Ernst Müller an das Staatsarchiv zur Ordnung und Verzeichnung der unerschlossenen Karten.
Müller, der seine Arbeiten im Dezember 1929 begann, bildete entsprechend der administrativ-territorialen Einteilung Anhalts in die Kreise Ballenstedt, Bernburg, Dessau, Köthen und Zerbst fünf Kartenbestände. Außerdem hatte er geplant, die Karten, die ganz Anhalt oder große Teile von Anhalt sowie fremde Territorien darstellten, in zwei weiteren Beständen zusammenzufassen. Letzteres konnte er jedoch nicht realisieren.
Innerhalb der o.g. Bestände reihte er die Karten alphabetisch nach dem Ortsnamen und Alter. Für jeden Bestand legte Müller ein Findbuch mit sehr detaillierten Verzeichnungsangaben an.
Etwa zwischen 1940 und 1945 erschloss er den vorliegenden Bestand "Karten Ballenstedt". Auf Grund der Kriegsereignisse konnte Müller die Bearbeitung nicht beenden.
Im Bestand sind hauptsächlich Forst- und Feldmarkskarten überliefert, die überwiegend aus dem 18. und 19. Jahrhundert stammen und zum Nachweis von landesherrlichen Besitzverhältnissen dienten.
Während des Zweiten Weltkriegs wurde aus Sicherheitsgründen ein großer Teil der Kartenbestände aus dem Anhaltischen Staatsarchiv an andere Orte ausgelagert, der nach Kriegsende in die damalige Sowjetunion verbracht und im September 1959 an das Landesarchiv Oranienbaum als Nachfolgeeinrichtung des Anhaltischen Staatsarchivs zurückgegeben worden ist.
Zahlreiche Karten, viele auch aus dem Bestand "Karten Ballenstedt", verblieben jedoch im Archivgebäude Schloss Zerbst und sind in den letzten Kriegstagen der Vernichtung anheim gefallen.
Enthaltene Karten: 235
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
14.04.2025, 08:12 MESZ