Barbara von Stainach, Priorin, und der Konvent des Predigerklosters Löwental stiften zur Ehre ihrer Stifter, Vorfahren und Nachkommen und zu Trost und Unterstützung aller Christgläubigen und mit Unterstützung durch unsere Untertanen zu Ailingen, zu Lob und Ehre Gottes, seiner königlichen Jungfrau Maria und allen himmlischen Heerscharen, in Hoffnung auf Mehrung des Gottesdienstes, mit Zustimmung des Bischofs Hugo von Konstanz und ihres gesamten Kapitels eine ewige Frühmesspfründe in ihrer Pfarrkirche zu Unterailingen auf dem Altar in der linken Apsis, der den Heiligen Vinzenz, Agatha und Barbara geweiht ist, und statten diese mit einem Zins in Höhe von 5 Scheffel Vesen Ravensburger Maß aus, den sie dem jeweiligen Kaplan jährlich an Martini zahlen sollen. Zur Ausstattung gehören ferner das Haus, Hofraite und Gesäss zu Unterailingen, worin der Kaplan wohnen soll, 2 Rebstücke zu Ailingen an Schlatthalden mit einem dabei liegenden Baumgarten, 1 1/2 J. Ackerland, 1 Wieslein zu Ailingen sowie eine Abgabe von 2 Eimer Wein und Geldzinsen in Höhe von insgesamt 20 lb 11 ß 10 d. Das Kloster bestellt den Kaplan und präsentiert ihn dem Bischof von Konstanz. Das Kirchweihfest soll jährlich am Fest der heiligen Agatha (5. Februar) gehalten werden. Der Kaplan soll die Pfründe persönlich versehen und wöchentlich 4 Messen am Frühmessaltar halten. Er soll auch den Pfarrvikar bzw. seinen Helfer zu Unterailingen, wenn notwendig, unterstützen. Bei Mißachtung der Bestimmungen kann das Kloster den Kaplan absetzen.