von Benitz (Paynitz, Hans Peinitz) (Schlesien)
Vollständigen Titel anzeigen
XX. HA, Adelsarchiv, Nr. 67
XX. HA, Adelsarchiv Adelsarchiv
Adelsarchiv >> 26 Unklassifiziert
[ca. 1531 Dezember - 1532 Januar].
Enthält: fol. 9-10v:
Gnadengesuch des Hans Peinitz an Herzog Albrecht:
Hans Peinitz (Bennicz) bittet als armer, williger Untertan Herzog Albrecht um Gnade und Erlass eines Teils seiner [ihm als Strafe auferlegten] Beschwernisse bzw. darum, es bei der [einst] gnädig verordneten Armut [i.e. der herzoglichen Anordnung, das Gut Mensguth zu verkaufen und dafür ein anderes Gut im Herzogtum zu erwerben, vgl. Nr. X1117) zu belassen. Würde dann, auch , falls er es [wieder] zu etwas brächte, dem Herzog als armer Untertan [treu] dienen, auch wenn man ihm dies nicht zutraue. Erinnert an seine langen, willig und sorgfältig geleisteten Dienste, von denen die, die ihn belastet haben, nichts wüssten, und appelliert an Herzog Albrecht als christlichen Landesfürsten, eingedenk dessen, dass Gott allen Sündern (synnenfinder) vergeben hat, ihm und seiner Frau [Gertrud, geb. von Rechenberg], die beide an Leib und Gut fast gänzlich verarmt sind, das von ihnen gekaufte Gut zu belassen.
Ausfertigung in XX. HA, Adelsarchiv, Nr. 67, fol. 9-10v, 1 Bogen Folio, 21-21,5x32 cm, fol. 9-9v beschrieben; unbesiegelt.
Bestellsignatur: XX. HA, Adelsarchiv, Nr. 67.
Gnadengesuch des Hans Peinitz an Herzog Albrecht:
Hans Peinitz (Bennicz) bittet als armer, williger Untertan Herzog Albrecht um Gnade und Erlass eines Teils seiner [ihm als Strafe auferlegten] Beschwernisse bzw. darum, es bei der [einst] gnädig verordneten Armut [i.e. der herzoglichen Anordnung, das Gut Mensguth zu verkaufen und dafür ein anderes Gut im Herzogtum zu erwerben, vgl. Nr. X1117) zu belassen. Würde dann, auch , falls er es [wieder] zu etwas brächte, dem Herzog als armer Untertan [treu] dienen, auch wenn man ihm dies nicht zutraue. Erinnert an seine langen, willig und sorgfältig geleisteten Dienste, von denen die, die ihn belastet haben, nichts wüssten, und appelliert an Herzog Albrecht als christlichen Landesfürsten, eingedenk dessen, dass Gott allen Sündern (synnenfinder) vergeben hat, ihm und seiner Frau [Gertrud, geb. von Rechenberg], die beide an Leib und Gut fast gänzlich verarmt sind, das von ihnen gekaufte Gut zu belassen.
Ausfertigung in XX. HA, Adelsarchiv, Nr. 67, fol. 9-10v, 1 Bogen Folio, 21-21,5x32 cm, fol. 9-9v beschrieben; unbesiegelt.
Bestellsignatur: XX. HA, Adelsarchiv, Nr. 67.
Archivale
Das Schriftstück ist nach der Urkunde des Hans Peinitz von 1531 November 13 [Nr. X1117] und verm. vor dem Schreiben der Angehörigen von Gertrud Peinitz, geb. von Rechenberg von 1532 Januar 19 [Nr. X1119] geschrieben worden.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
20.08.2025, 13:35 MESZ