Oberreichsanwalt beim Reichsgericht (Bestand)
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BArch R 3003
call number: R 3003
Bundesarchiv (Archivtektonik) >> Norddeutscher Bund und Deutsches Reich (1867/1871-1945) >> Justiz
1879-1945
Geschichte des Bestandsbildners: Mit der Ausweitung der Zuständigkeit des Reiches auf straf- und prozessrechtliche Angele‧genheiten 1879 beim Reichsgericht als Reichsanwaltschaft errichtet; wirkte als Revisionsin‧stanz des Reichsgerichts vor allem bei Strafverfahren mit, jedoch ohne eigene Registratur‧bildung; Anklagebehörde im ersten und letzten Rechtszuge für die Strafverfolgung von Hoch- und Landesverrat; die Akten dieser von bestimmten Strafsenaten des Reichsgerichts und vom Staatsgerichtshof zum Schutz der Republik entschiedenen Verfahren gelangten in die Registratur des Oberreichsanwalts
Inhaltliche Charakterisierung: Teil 1 (vormals: ZStA, 30.03):
Gesetzentwürfe, Geschäftsverteilung sowie Verfügungen und Anordnungen zum Geschäfts‧gang 1879-1926 (34), Statistik der rechtskräftig erledigten Strafsachen 1882-1925 (2), Revi‧sion in bürgerlichen Rechtsstreitigkeiten 1901-1926 (1), Disziplinarsachen gegen Rechtsan‧wälte 1880-1923 (2), in erster und letzter Instanz beim Reichsgericht zur Verhandlung kom‧mende Strafsachen 1918-1919 (1), Strafverfahren wegen Landesverrats 1913-1928 (3), Hochverrat in der Rechtsprechung des Reichsgerichts und des Staatsgerichtshofes zum Schutze der Republik 1920-1923 (2), sozialistisch-anarchistische Bewegung 1886-1890 (1), Gesetz zur Verfolgung von Kriegsverbrechen und Kriegsvergehen 1919-1926 (4), Berichte der Untersuchungskommission und Kriegsverbrecherprozesse 1914-1928 (12), von auslän‧dischen Gerichten im Abwesenheitsverfahren verurteilte Deutsche 1919-1925 (1), Bestim‧mungen über die Behandlung von Kriegsgefangenen 1915-1920 (1), völkerrechtswidriges Verhalten der Entente 1920-1924 (2), militärische Operationen, Plünderungen und Deporta‧tionen in okkupierten Gebieten 1914-1921 (6), grundlegende Befehle zum U-Boot-Krieg 1915-1923 (2), Kriegsverbrechen und Militärsachen 1920-1922 (2), Errichtung und Ge‧schäftsordnung des Staatsgerichtshofes zum Schutze der Republik 1922-1928 (11), Separa‧tistenbewegung in der Pfalz, im Rheinland und an der Ruhr 1923-1931 (7), Überblick über die polnische Presse 1924-1926 (3), Oberreichsanwalt und Mitglieder der Reichsanwaltschaft 1886-1926 (9), Personalien der Büro- und Kanzleibeamten 1889-1925 (7), Erlasse der ober‧sten Reichsbehörden 1893-1918 (5), Grundstücke und Gebäude des Reichsgerichts 1941-1945 (1), widersprüchliche Entscheidungen und Rechtsansichten verschiedener Strafsenate des Reichsgerichts 1907-1926 (1), Revisionssachen der Abteilungen 1D und 4D 1930-1943 (2), Untersuchungsrichter und Strafvollstreckungslisten der Reichsanwaltschaft 1928-1935 (6), Strafverfahrensrecht und Gerichtsverfassungsgesetz 1932-1935 (1), Urteilssammlungen v.a. zum Hoch- und Landesverrat 1881-1934 (4), Fall Kampfe 1936 (1), Dienststrafverfahren gegen den Landgerichtspräsidenten Dr. Hösch in Nürnberg 1940 (1), Verbot der in München erscheinenden "Allgemeinen Rundschau" 1932 (1), an die Reichsanwaltschaft beim Volksgerichtshof abgegebene Akten in Hoch- und Landesverrats‧verfahren 1935-1942 (3), Deckadressen des französischen Nachrichtendienstes 1933 (1), Handakten zu Verfahren gegen Kommunisten 1912-1934 (3), Zeitungsausschnitte, Berichte der Landespolizeiämter und Denkschriften zur kommunistischen Umsturzbewegung in Deutschland 1921-1933 (10), Proletarische Esperanto-Bewegung 1929-1930 (1), Aufführung des Theaterstücks "Giftgas über Berlin" in Berlin 1929 (1)
Politische Strafverfahren der Geschäftsstellen (Abteilungen) aJ und bJ wegen Kriegsverbre‧chen 1920-1923, politische Strafverfahren der Geschäftsstellen (Abteilungen) 6J, 7J und 11J, v.a. wegen Spionage und Landesverrats 1921-1934, politische Strafverfahren der Geschäftsstellen (Abteilungen) 8J, 9J, 13J, 14aJ, 14bJ, 15J, 16J und 17J, v.a. we‧gen Hochverrats (Linksparteien) 1932-1934, politische Strafverfahren der Geschäftsstelle (Abteilung) 12J, v.a. wegen Hochverrats (Rechtsparteien) 1922-1933, politische Strafverfahren der Geschäftsstelle (Abteilung) 14J, v.a. gegen Separatisten und Sonderbündler 1924-1933, diverse politische Strafverfahren (C.-Sachen), v.a. wegen Spionage sowie Hoch- und Landesverrats 1879-1921 (insgesamt ca. 21.000); Reichs‧tagsbrandprozess 1933-1935 (48), beschlagnahmte und eingezogene Druckschriften, v.a. Broschüren und Zeitungen 1879-1935 (2.500), Akten und Dokumente zur Internationalen Roten Hilfe (IRH) und Roten Hilfe Deutschlands (RHD) sowie Strafverfahren gegen den Lei‧ter der Mitteleuropäischen Vertretung (MEV) Eugen Schönhaar 1924-1930 (36)
Teil 2 (vormals: ZPA, St 2):
Politische Strafverfahren aus den Sammlungen des ehemaligen Zentralen Parteiarchivs der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands, v.a. gegen Mitglieder der Kommunistischen Partei Deutschlands sowie Redak‧teure und Journalisten kommunistischer Zeitungen und Verlage 1907-1939 (308), Reichs‧tagsbrandprozess 1933-1935 (278)
Erschließungszustand: Teil 1: Findbuch (1961, 1991)
Teil 2: Findkartei (1953, 1956)
Zitierweise: BArch R 3003/...
Inhaltliche Charakterisierung: Teil 1 (vormals: ZStA, 30.03):
Gesetzentwürfe, Geschäftsverteilung sowie Verfügungen und Anordnungen zum Geschäfts‧gang 1879-1926 (34), Statistik der rechtskräftig erledigten Strafsachen 1882-1925 (2), Revi‧sion in bürgerlichen Rechtsstreitigkeiten 1901-1926 (1), Disziplinarsachen gegen Rechtsan‧wälte 1880-1923 (2), in erster und letzter Instanz beim Reichsgericht zur Verhandlung kom‧mende Strafsachen 1918-1919 (1), Strafverfahren wegen Landesverrats 1913-1928 (3), Hochverrat in der Rechtsprechung des Reichsgerichts und des Staatsgerichtshofes zum Schutze der Republik 1920-1923 (2), sozialistisch-anarchistische Bewegung 1886-1890 (1), Gesetz zur Verfolgung von Kriegsverbrechen und Kriegsvergehen 1919-1926 (4), Berichte der Untersuchungskommission und Kriegsverbrecherprozesse 1914-1928 (12), von auslän‧dischen Gerichten im Abwesenheitsverfahren verurteilte Deutsche 1919-1925 (1), Bestim‧mungen über die Behandlung von Kriegsgefangenen 1915-1920 (1), völkerrechtswidriges Verhalten der Entente 1920-1924 (2), militärische Operationen, Plünderungen und Deporta‧tionen in okkupierten Gebieten 1914-1921 (6), grundlegende Befehle zum U-Boot-Krieg 1915-1923 (2), Kriegsverbrechen und Militärsachen 1920-1922 (2), Errichtung und Ge‧schäftsordnung des Staatsgerichtshofes zum Schutze der Republik 1922-1928 (11), Separa‧tistenbewegung in der Pfalz, im Rheinland und an der Ruhr 1923-1931 (7), Überblick über die polnische Presse 1924-1926 (3), Oberreichsanwalt und Mitglieder der Reichsanwaltschaft 1886-1926 (9), Personalien der Büro- und Kanzleibeamten 1889-1925 (7), Erlasse der ober‧sten Reichsbehörden 1893-1918 (5), Grundstücke und Gebäude des Reichsgerichts 1941-1945 (1), widersprüchliche Entscheidungen und Rechtsansichten verschiedener Strafsenate des Reichsgerichts 1907-1926 (1), Revisionssachen der Abteilungen 1D und 4D 1930-1943 (2), Untersuchungsrichter und Strafvollstreckungslisten der Reichsanwaltschaft 1928-1935 (6), Strafverfahrensrecht und Gerichtsverfassungsgesetz 1932-1935 (1), Urteilssammlungen v.a. zum Hoch- und Landesverrat 1881-1934 (4), Fall Kampfe 1936 (1), Dienststrafverfahren gegen den Landgerichtspräsidenten Dr. Hösch in Nürnberg 1940 (1), Verbot der in München erscheinenden "Allgemeinen Rundschau" 1932 (1), an die Reichsanwaltschaft beim Volksgerichtshof abgegebene Akten in Hoch- und Landesverrats‧verfahren 1935-1942 (3), Deckadressen des französischen Nachrichtendienstes 1933 (1), Handakten zu Verfahren gegen Kommunisten 1912-1934 (3), Zeitungsausschnitte, Berichte der Landespolizeiämter und Denkschriften zur kommunistischen Umsturzbewegung in Deutschland 1921-1933 (10), Proletarische Esperanto-Bewegung 1929-1930 (1), Aufführung des Theaterstücks "Giftgas über Berlin" in Berlin 1929 (1)
Politische Strafverfahren der Geschäftsstellen (Abteilungen) aJ und bJ wegen Kriegsverbre‧chen 1920-1923, politische Strafverfahren der Geschäftsstellen (Abteilungen) 6J, 7J und 11J, v.a. wegen Spionage und Landesverrats 1921-1934, politische Strafverfahren der Geschäftsstellen (Abteilungen) 8J, 9J, 13J, 14aJ, 14bJ, 15J, 16J und 17J, v.a. we‧gen Hochverrats (Linksparteien) 1932-1934, politische Strafverfahren der Geschäftsstelle (Abteilung) 12J, v.a. wegen Hochverrats (Rechtsparteien) 1922-1933, politische Strafverfahren der Geschäftsstelle (Abteilung) 14J, v.a. gegen Separatisten und Sonderbündler 1924-1933, diverse politische Strafverfahren (C.-Sachen), v.a. wegen Spionage sowie Hoch- und Landesverrats 1879-1921 (insgesamt ca. 21.000); Reichs‧tagsbrandprozess 1933-1935 (48), beschlagnahmte und eingezogene Druckschriften, v.a. Broschüren und Zeitungen 1879-1935 (2.500), Akten und Dokumente zur Internationalen Roten Hilfe (IRH) und Roten Hilfe Deutschlands (RHD) sowie Strafverfahren gegen den Lei‧ter der Mitteleuropäischen Vertretung (MEV) Eugen Schönhaar 1924-1930 (36)
Teil 2 (vormals: ZPA, St 2):
Politische Strafverfahren aus den Sammlungen des ehemaligen Zentralen Parteiarchivs der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands, v.a. gegen Mitglieder der Kommunistischen Partei Deutschlands sowie Redak‧teure und Journalisten kommunistischer Zeitungen und Verlage 1907-1939 (308), Reichs‧tagsbrandprozess 1933-1935 (278)
Erschließungszustand: Teil 1: Findbuch (1961, 1991)
Teil 2: Findkartei (1953, 1956)
Zitierweise: BArch R 3003/...
Oberreichsanwalt beim Reichsgericht (ORA/RG), 1879-1945
29890 Aufbewahrungseinheiten
Archivbestand
deutsch
Literatur: Inventar archivalischer Quellen des NS-Staates, hg. v. Heinz Boberach, Teil 1, München 1991, S. 199; Teil 2, München 1995, S. 148-149
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
24.04.2026, 10:58 MESZ