Michel U(o)liß, ehelicher Sohn von Hans (Henßlin) U(o)liß von Grosselfingen, verkauft an Werner Kenzel, Heinrich Erler den Jungen und Hans Kno(e)schen, den geschworenen Pflegern der Pfarrkirche Sankt Ulrich zu Geislingen und allen ihren Nachfolgern, eine jährliche Gülte von 1/2 fl für 10 fl rh und bestätigt die Bezahlung der Kaufsumme. Als Unterpfand werden 2 Unterhölzer (hürsten) eingesetzt, hinter dem Riet bei den Wiesen seines Schwagers Konrad Scherzinger gelegen, die sich hinten bis zum Stauchöffer und andererseits vorne bis zu einer Wiese mit 2 1/2 Jauchert erstreckt. Die Gülte ist jedes Jahr acht tage vor oder nach dem 6. Dezember (uff Sandt Niclauß) zu entrichten und kann jedes Jahr auf den 6. Dezember mit dem entstandenen Zins abgelöst werden. Der Aussteller verspricht Rechteverzicht, Bürgschaftsleistung und Schadloshaltung.
Vollständigen Titel anzeigen
Michel U(o)liß, ehelicher Sohn von Hans (Henßlin) U(o)liß von Grosselfingen, verkauft an Werner Kenzel, Heinrich Erler den Jungen und Hans Kno(e)schen, den geschworenen Pflegern der Pfarrkirche Sankt Ulrich zu Geislingen und allen ihren Nachfolgern, eine jährliche Gülte von 1/2 fl für 10 fl rh und bestätigt die Bezahlung der Kaufsumme. Als Unterpfand werden 2 Unterhölzer (hürsten) eingesetzt, hinter dem Riet bei den Wiesen seines Schwagers Konrad Scherzinger gelegen, die sich hinten bis zum Stauchöffer und andererseits vorne bis zu einer Wiese mit 2 1/2 Jauchert erstreckt. Die Gülte ist jedes Jahr acht tage vor oder nach dem 6. Dezember (uff Sandt Niclauß) zu entrichten und kann jedes Jahr auf den 6. Dezember mit dem entstandenen Zins abgelöst werden. Der Aussteller verspricht Rechteverzicht, Bürgschaftsleistung und Schadloshaltung.
Abt. Staatsarchiv Sigmaringen, Dep. 38 T 1 Nr. 899
II Geislingen h 1
24.
D. 2.
Littera F. J. Sig.
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Sigmaringen, Dep. 38 T 1 Gf. und Frh. Schenk von Stauffenbergische Archive: Urkunden
Gf. und Frh. Schenk von Stauffenbergische Archive: Urkunden >> Geislingen
1490 Dezember 6 (uff Sandt Niclaußtag)
Gesamtarchiv Schenk von Stauffenberg
Urkunden
Deutsch
Siegler: Auf Bitte des Ausstellers: (1) Heinrich Hugel, Pfarrer (kirchherr) zu Geislingen. - (2) Konrad Erler, Kaplan des Sankt-Georg-Altars zu Geislingen.
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 2 Siegel: Beide abgegangen.
Vermerke: Auf der Rückseite drei Vermerke von unterschiedlicher Hand: [1] "Grosselfingen. Michel U(o)liß verschribung und ein halben guldin wu(e)st uff Sandt Nicolauß tag." [2] "Iez Ludin Hodler." [3] "Geit den Zins David Sautter und Katharina Knetzlerin und ist D
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 2 Siegel: Beide abgegangen.
Vermerke: Auf der Rückseite drei Vermerke von unterschiedlicher Hand: [1] "Grosselfingen. Michel U(o)liß verschribung und ein halben guldin wu(e)st uff Sandt Nicolauß tag." [2] "Iez Ludin Hodler." [3] "Geit den Zins David Sautter und Katharina Knetzlerin und ist D
Erler; Heinrich, genannt Hug (Geislingen BL)
Hodler; Ludin (Grosselfingen BL)
Kenzel; Werner (Geislingen BL)
Knesch (Knäschen/Knöschen); Hans [1485-1521] (Geislingen BL)
Knetzlerin; Katharina (Grosselfingen BL)
Sauter; David (Grosselfingen BL)
Scherzinger; Konrad (Grosselfingen BL)
Uliß (Ulis); Hans [1485-1490] (Grosselfingen BL)
Uliß (Ulis); Michel (Grosselfingen BL)
Geislingen BL; Pfarrkirche Sankt Ulrich; Heiligenpfleger
Grosselfingen BL; Unterhölzer
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
03.04.2025, 13:44 MESZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Sigmaringen (Archivtektonik)
- Deposita (ohne FAS - Dep. 39) (Tektonik)
- Gfl. und Frh. Schenk von Stauffenbergische Archive (Tektonik)
- Gesamtarchiv Schenk von Stauffenberg (Tektonik)
- Gf. und Frh. Schenk von Stauffenbergische Archive: Urkunden (Bestand)
- Geislingen (Gliederung)