Herr Godefride, Zinsmeister im Erbacher Hof zu "Mentze", übergibt im Namen seiner Herrn zu Erbach vor Schultheiß Peder durch seinen Mompar Johannes von Lahnstein ("Lonstein") auf ewig der Präsenz von Mariagreden, vertreten durch den Vikar Johann Hosewecke, das Haus und Erbe zu Scherenberg, unter den Salzkasten neben Salzburg gelegen, gegen 3 Pfd. Zins, fällig dem Kloster Erbach je zur Hälfte auf Johanni B. und Ev. oder binnen Monatsfrist. Das Kloster hat das Erbe wegen versessenen Zinses gerichtlich erwonnen. Zeugen: Henne Ulner, Heintze Schultheiss und Henchin Wyler, die Fürsprecher. Mit Eid besagt vor Herrn Johann Winter von Rüdesheim, Kämmerer, und den Richtern Johann von Nesen, Johann Leheimer und Peder. "Actum et Publicatum a.d. millesimo quadringeneesimo quarto, sabbato proxima post divisionem apostolorum."
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Herr Godefride, Zinsmeister im Erbacher Hof zu "Mentze", übergibt im Namen seiner Herrn zu Erbach vor Schultheiß Peder durch seinen Mompar Johannes von Lahnstein ("Lonstein") auf ewig der Präsenz von Mariagreden, vertreten durch den Vikar Johann Hosewecke, das Haus und Erbe zu Scherenberg, unter den Salzkasten neben Salzburg gelegen, gegen 3 Pfd. Zins, fällig dem Kloster Erbach je zur Hälfte auf Johanni B. und Ev. oder binnen Monatsfrist. Das Kloster hat das Erbe wegen versessenen Zinses gerichtlich erwonnen. Zeugen: Henne Ulner, Heintze Schultheiss und Henchin Wyler, die Fürsprecher. Mit Eid besagt vor Herrn Johann Winter von Rüdesheim, Kämmerer, und den Richtern Johann von Nesen, Johann Leheimer und Peder. "Actum et Publicatum a.d. millesimo quadringeneesimo quarto, sabbato proxima post divisionem apostolorum."
U / 1404 Juli 19
IV 323/R
Urkundenbestand
Urkundenbestand >> Urkunden (ohne Fotos)
19.07.1404
Liebfrauen Mainz
Ausfertigung. Perg. S. 1 fehlt; Umschrift der S. 2 - 5 beschädigt. Pr.gl.U.
Urkunden
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
23.05.2025, 09:30 MESZ