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Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe (Archivtektonik) >> Neuere Bestände (vornehmlich ab ca. 1800) >> Krieg >> XIV. (Badisches) Armeekorps >> Kommandeur der Munitionskolonnen, Staffelstäbe, Gruppenstaffelstäbe, Trains, Sanitäts-Formationen, Pferdedepots und -lazarette
1894-1921
Überlieferungsgeschichte
Es handelt sich um die Akten der Krankentransport-Abteilungen, Sanitätsdepots, Lazarettzüge, Krankensichtungsstellen und Krankensammelstellen, die ihren Ersatztruppenteil im Bereich des XIV. Armeekorps hatten.
Im Bestand ist das Schriftgut folgender Formationen überliefert:
Krankentransport-Abteilungen 7 und 28 sowie der "Armeeabteilung C",
Krankensammelstellen 875, 882, 885, 886, 887, 888 und 889,
Lazarettzüge 6 und 46,
Etappen-Sanitätsdepot 7,
Sammelsanitätsdepots Bruchsal, Karlsruhe, Mannheim und Rastatt,
Krankensichtungsstellen Bruchsal und Karlsruhe.
Inhalt und Bewertung
Inhaltlich besteht der Bestand vor allem aus der Überlieferung der allgemeinen internen Verwaltung dieser Sanitätsformationen, ihren Aufgaben und der Gewährleistung der permanenten Einsatzbereitschaft. Besonders nennenswert sind die Aktengruppen über die Krankenberichte, die Tätigkeitsberichte, den Transport der Verwundeten, die Einrichtung von Krankensammelstellen, die Zivildienstpflichtigen, die Sanitätsberichte, die Mobilmachung, die Ausrüstung, die Aufnahme und Entlassung von Kranken, das Sanitätsgerät, die Einrichtung von Güterdepots, die Sicherung von Gebäuden, die Kriegstagebücher und die militärischen Befehle.
Formationsgeschichten: Zur Überführung der Verwundeten in die Heimat dienten die Lazarettzüge und die Krankentransport-Abteilungen. Jeder Etappen-Inspektion wurde zur Verteilung der Kranken eine Krankentransport-Abteilung beigegeben. Diese bereitete den Transport der Verwundeten vor und war für die Unterkunft, die Pflege und Versorgung während der Beförderung zuständig. Die zurückzubefördernden Kranken wurden an Etappenorten, die einen Bahnhof besaßen bzw. an einer Wasserstraße lagen, gesammelt. Den weiteren Rücktransport übernahmen dann die Lazarettzüge bzw. Lazarettschiffe. Zur Erfüllung ihrer Aufgaben besaßen die Lazarettzüge einen festen Personenkreis. Sie waren in sich geschlossene Formationen. Die Hilfskrankenzüge waren nur für eine vorübergehende Benutzung bestimmt. Die Etappensanitätsdepots unterstanden der Sanitätsinspektion. Sie gewährten die Hilfsmittel, die die in der Etappe diensttuenden Sanitätseinrichtungen benötigten. Außerdem war dort weiteres Sanitätsgerät vorhanden, das bei Bedarf im Operations- und Etappengebiet verwendet werden konnte. Die Sanitätsdepots der Armeekorps waren für die Sanitätsausrüstung der Truppenteile des Heimatgebietes zuständig. Außerdem lagerten sie Geräte für die im Feld stehenden Truppenteile. Im Bestand ist das Schriftgut folgender Formationen überliefert: Krankentransport-Abteilungen 7 und 28 sowie der "Armeeabteilung C", Krankensammelstellen 875, 882, 885, 886, 887, 888 und 889, Lazarettzüge 6 und 46, Etappen-Sanitätsdepot 7, Sammelsanitätsdepots Bruchsal, Karlsruhe, Mannheim und Rastatt, Krankensichtungsstellen Bruchsal und Karlsruhe.
Bestandsgeschichte: Nach Kriegsende verblieben die Akten der Krankentransport-Abteilungen, der Sanitätsdepots, der Lazarettzüge, der Krankensichtungsstellen sowie der Krankensammelstellen bei der Abwicklungsstelle des Sanitätsamtes des XIV. Armeekorps. Ab Januar 1920 wurde mit der Einrichtung eines Archivs des XIV. Armeekorps begonnen, in dem die Archive der Abwicklungsstellen zusammengeführt wurden. Im Herbst 1920 zog das Korpsarchiv in die Infanteriekaserne Heilbronn um. Ab Januar 1921 trat das Korpsarchiv unter der Bezeichnung Aktenverwaltung XIV in den Geschäftsbereich des Reichsministeriums des Innern, bevor es am 1. April 1921 als Archivzweigstelle Heilbronn dem Reichsarchiv in Potsdam eingegliedert wurde. Infolge der Vereinigung der Reichsarchivzweigstellen Heilbronn und Stuttgart gelangten die Bestände im Jahr 1924 nach Stuttgart. Die Württembergische Archivdirektion, die nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs die Verwaltung der Bestände des Heeresarchivs Stuttgart übernahm, gab in den Jahren 1947 bis 1949 die Überlieferung des XIV. Armeekorps an das Generallandesarchiv Karlsruhe ab. Eine sehr ausführliche Bestandsgeschichte ist im Vorwort des Stellvertretenden Generalkommandos des XIV. Armeekorps (Bestand 456 F 8) enthalten. Der Bestand umfasst 146 Faszikel mit einem Umfang von 3,30 laufenden Metern.
Literaturhinweise: Die Badener im Weltkrieg 1914/18, bearbeitet von Wilhelm Müller-Loebnitz, Karlsruhe 1935. Deutsche Militärgeschichte in sechs Bänden 1648-1939, hrsg. vom Militärgeschichtlichen Forschungsamt Freiburg, München 1983. Fenske, Hans: Die Verwaltung im Ersten Weltkrieg, in: Deutsche Verwaltungsgeschichte, Bd. 3, Stuttgart 1984, S. 866-908. Fischer, Joachim: Zehn Jahre Militärarchiv des Hauptstaatsarchivs Stuttgart, in: Zeitschrift für Württembergische Landesgeschichte 37 (1978), S. 362-368. Jäger, Harald: Das militärische Archivgut in der Bundesrepublik für die Zeit von 1871 bis 1919, in: Militärgeschichtliche Mitteilungen 1968/2, S. 135-138. Übersicht über die Bestände des Hauptstaatsarchivs Stuttgart, bearbeitet von Joachim Fischer (Veröffentlichung der Staatlichen Archivverwaltung Baden-Württemberg, Bd. 31), Stuttgart 1983.
146 Archivalieneinheiten
Bestand
Die Badener im Weltkrieg 1914/18, bearbeitet von Wilhelm Müller-Loebnitz, Karlsruhe 1935.
Deutsche Militärgeschichte in sechs Bänden 1648-1939, hrsg. vom Militärgeschichtlichen Forschungsamt Freiburg, München 1983.
Fenske, Hans: Die Verwaltung im Ersten Weltkrieg, in: Deutsche Verwaltungsgeschichte, Bd. 3, Stuttgart 1984, S. 866-908.
Fischer, Joachim: Zehn Jahre Militärarchiv des Hauptstaatsarchivs Stuttgart, in: Zeitschrift für Württembergische Landesgeschichte 37 (1978), S. 362-368.
Jäger, Harald: Das militärische Archivgut in der Bundesrepublik für die Zeit von 1871 bis 1919, in: Militärgeschichtliche Mitteilungen 1968/2, S. 135-138.
Übersicht über die Bestände des Hauptstaatsarchivs Stuttgart, bearbeitet von Joachim Fischer (Veröffentlichung der Staatlichen Archivverwaltung Baden-Württemberg, Bd. 31), Stuttgart 1983.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.