Kleine Tiere gegen Großprojekte - Käfer sind stärker als 1.000 Demonstranten

Verzeichnungsstufe:
Archivale
Archivaliensignatur:
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 4/023 R120024/106
Kontext:
Fernsehsendungen von SWR Fernsehen aus dem Jahre 2012 >> Unterlagen
Laufzeit:
12. Januar 2012
Enthältvermerke:
Was haben Juchtenkäfer, Kammmolch und Mopsfledermaus gemeinsam? Sie sind alle kleine und seltene Tiere - jedoch mit durchaus großer Wirkung. So haben die unter strengstem Artenschutz stehenden Lebewesen Großprojekte verteuert und verzögert.
Beispiel Juchtenkäfer: der 4 Zentimeter kleine Osmoderma eremita lebt in alten Baumhöhlen im Stuttgarter Schlossgarten und sorgt vorerst dafür, dass die Bahn Bäume nicht fällen darf. Folge: Das 4,1 Milliarden-Projekt wird wohl teurer werden.
Beispiel Kammmolch: 50 Millionen kostet ein Tunnel auf der Autobahn A 44 in Nordhessen, um eine Molchkolonie zu schützen. Den Steuerzahler belastet jeder einzelne Molch mit 10.000 Euro, so der hessische Verkehrsminister.
Beispiel Fledermaus: Wegen der kleinen Hufeisennase verzögert sich jetzt die Waldschlösschenbrücke bei Dresden um zwei Jahre.
Käfer, Molch und Fledermaus scheinen mehr Macht zu haben als Tausende von Demonstranten. Experten kritisieren, überzogener Artenschutz werde im Kampf gegen Großprojekte instrumentalisiert, was letztlich dem Naturschutz schade.
Umfang:
0'03
Archivalientyp:
AV-Materialien
Indexbegriffe Ort:
Stuttgart S; Stuttgart 21
Indexbegriffe Sache:
Artenschutz
Demonstranten
Projekt: Stuttgart 21
Tier: Juchtenkäfer
Digitalisat im Angebot des Archivs:
kein Digitalisat verfügbar
Bestand:
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 4/023 Fernsehsendungen von SWR Fernsehen aus dem Jahre 2012
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