Waldsee, Augustinerchorherrenstift (Bestand)
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 513
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik) >> Neuwürttembergische Herrschaften vor 1803/1806-1810 >> Bistümer, Stifte, Klöster und Pfarreien >> Augustinerkloster Kreuzlingen - Restituierte Klöster
(1181-) 1355-1843
Inhalt und Bewertung
Wenige chronologisch geordnete Archivalien des 1788 unter Josef II. aufgehobenen Stifts St. Peter zu Waldsee sowie einige dem Bestand angefügte Dokumente der St. Sebastiansbruderschaft in der Stiftskirche. Der Hauptteil des ehemaligen Stiftsarchivs liegt im Fürstlich Waldburg-Wolfegg'schen Archiv in Wolfegg.
Vorbemerkung: Im vorliegenden Archivbestand sind Archivalien zusammengefasst, die mit den vorderösterreichischen Beständen (Landvogtei Schwaben, vorderösterr. Regierung usw.) sowie den Aktenübergaben des Kameralamts und des Oberamts Waldsee in die württembergischen staatlichen Archive gekommen sind. Außer einzelnen Urkunden aus dem Stiftsarchiv umfasst der Bestand vorzüglich Abschriften von Urkunden sowie Akten des Stiftsarchivs, außerdem Akten der schon vor der Aufhebung des Stifts eingesetzten Administrationsbehörde. Angeschlossen wurden dem Bestand einige Originalurkunden die Sebastiansbruderschaft in der Stiftskirche betreffend. Es ist hier also nicht das eigentliche Stiftsarchiv verzeichnet, das offenbar nach der Aufhebung des Stifts im Jahr 1788 unter Kaiser Josef II., sei es schon an Ort und Stelle oder bei den lokalen Nachfolgebehörden oder wahrscheinlicher bei österreichischen Zentralbehörden in Altdorf, Freiburg, Konstanz, Günzburg, Innsbruck zum allergrößten Teil verloren gegangen ist. Über den Umfang und Inhalt des Stiftsarchivs im Jahre 1750 und nach der Aufhebung noch im Jahre 1792 geben die Nummern 101, 137 und 159 Anhaltspunkte. Nr. 101 nennt sich "Registratur über alle in dem Gotteshaus Waldsee'schen Archiv befindlichen Original-Dokumente und Akten" ist also das Repertorium des Stiftsarchivs, das leider sehr summarisch und wenig genau geführt worden ist. Immerhin enthält es kurze Regesten oder doch Hinweise auf die bis ins 14. und teilweise sogar 12. Jahrhundert zurückreichenden Urkunden, von denen zumeist sonst nichts bekannt ist. Es bringt zunächst die Verzeichnung der Urkunden von den einzelnen Orten; hernach die Urkunden allgemeineren Betreffs, wie Kaiserliche und Apostolische (päpstliche) Stiftungen, Privilegien und Confirmationen, Äbtewahl etc., Jahrtagstiftungen und dergl. Zehend und Bodenzins, Conföderationen unter Klöstern, Prozess-Sachen, Heiratskontrakte, Teilungen und Waisensachen u.a.m.
Von folgenden Orten sind Urkunden und Akten aufgeführt: Adelzhofen Abetsweiler Ampfelbronn Eichstegen Ankenreute Arnach Aschen- und Aichmühle Bergatreute Diepoltshofen Dietmanns Eggmannsried Ehrenberg Engetweiler Ergatweiler Forst und Tal Gaisbeuren Gensen (Gainsen) Giesenweiler Gwigg Grent Haidgau Haisterkirch Haslach Helchenreute Heurenbach Helzisweiler Hiefringen Himpach Hopfenweiler Himmenweiler Mittelkofen Kümmeratshofen Knetzenweiler Kubans Magenhaus Möllenbronn Michelberg Mühlhausen Osterhofen Poppenhaus Reinstetten Reichertshaus oder Rattenhofen Rupprechts Reute (Gerich) Seeden Seldenhorn Steegroll oder Burkartshofen Steinenberg Tal-Forst und Häuser Tobel Volkertshaus Urbach Reute-Dorf Reute, Pfarrei und Nonnenkloster Waldsee Wald und Grindweiler Wallenreute Wolpertsheim Wolfartsweiler Weissenbronn Ziegelbach Ziegholz Zwings sowie Markdorf (Weinberge und Weingülten)
Das Verzeichnis von 1792 (= Nr. 137) führt die Archivurkunden auf, die sich in der Chorstift Waldsee'schen Kanzlei befinden und die in der Landvogtei Schwaben gelegenen Chorstiftischen Realitäten betreffen, also in den Orten Abetzweiler Ankenreute Bergatreute Engetsweiler Forst oder Häusern Gaisbeuren Giesenweiler Gwigg Wald und Gundelweiher Wallenreute Wiesenbronn Probsthalden
und ist in diesem Teil wesentlich gleichlautend mit dem Archivrepertorium. Außerdem bringt es ein ganz summarisches Verzeichnis der diese Orte betreffenden Akten ¿in der Kanzlei¿. Das Verzeichnis Nr. 159 beweist, dass im Jahr 1843 immerhin noch wichtige Akten aus der chorstiftischen Kanzlei vorhanden waren. Sie sind leider nicht in das Staatsarchiv gekommen, sondern müssen beim Kameralamt Waldsee ausgeschieden und vernichtet worden sein. Dieses Repertorium ist von Dr. Max Straub mit Unterstützung meinerseits gefertigt. Dezember 1949 D. K. Max Miller Das handschriftliche Repertorium vonMax Straub und Max Miller aus dem Jahr 1949 wurde 2016 von der Zeitangestellten Britta von Sikorski unter Anleitung von Johannes Renz retrokonvertiert und sprachlich leicht überarbeitet. Untereinheiten wurden auf Vorgangs (G0)- oder Dokumentebene (H0) separat eingegeben. Neu erstellt wurde der Orts- und Personenindex, wobei nach Möglichkeit Normdeskriptoren verwendet wurden. Das Altrepertorium wurde dem Bestand B 16 zugeordnet.
27 Urkunden, 12 Büschel (1,20 lfd. m)
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
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13.11.2025, 2:39 PM CET
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- Augustinerkloster Kreuzlingen - Restituierte Klöster (Archival tectonics)
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