Ulrich Lennder aus Schanbach [Kr. Esslingen], zu Schorndorf gef., weil er von einem von Hans Feyhel aus Schanbach im vorigen Jahr 1560 im Beckenhau geschossenen Spießhirsch ungefähr 2 Pfund Fleisch angenommen und gegessen hatte, jedoch in Ansehung seiner Jugend und auf vielfach Fürbitten seiner Eltern und nächsten Freunde der Strafe überhoben und freigelassen mit der Auflage, an die Landesherrschaft eine Geldstrafe von 20 lb h und seine Atzung und sonstige Kosten zu zahlen, künftig dergleichen Handlungen und jede Art von Waidwerk zu unterlassen, vielmehr auf den landesherrlichen Forst und das Wildgehege sein Augenmerk zu richten und alle ihm bekannt werdenden Wildfrevel dem Forstmeister oder den Amtleuten anzuzeigen, nimmt diese Artikel an und schwört U.
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Ulrich Lennder aus Schanbach [Kr. Esslingen], zu Schorndorf gef., weil er von einem von Hans Feyhel aus Schanbach im vorigen Jahr 1560 im Beckenhau geschossenen Spießhirsch ungefähr 2 Pfund Fleisch angenommen und gegessen hatte, jedoch in Ansehung seiner Jugend und auf vielfach Fürbitten seiner Eltern und nächsten Freunde der Strafe überhoben und freigelassen mit der Auflage, an die Landesherrschaft eine Geldstrafe von 20 lb h und seine Atzung und sonstige Kosten zu zahlen, künftig dergleichen Handlungen und jede Art von Waidwerk zu unterlassen, vielmehr auf den landesherrlichen Forst und das Wildgehege sein Augenmerk zu richten und alle ihm bekannt werdenden Wildfrevel dem Forstmeister oder den Amtleuten anzuzeigen, nimmt diese Artikel an und schwört U.
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, A 44 U 4174
V.
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, A 44 Urfehden
Urfehden >> 7. Band 7: Amt /Vogtei Rosenfeld bis Sindelfingen >> 07.04 Schorndorf, Amt >> 07.04.02 Forst Schorndorf
1561 Mai 26
Urkunden
Siegler: Claus Heckher d. A. und Hans Schibhardt, B. zu Schorndorf
Überlieferungsart: Ausfertigung
Vermerke: Pap. Libell; 2 Pap. S.
Anmerkungen: vgl. U. Nr. 4175, 4178, 4179
Überlieferungsart: Ausfertigung
Vermerke: Pap. Libell; 2 Pap. S.
Anmerkungen: vgl. U. Nr. 4175, 4178, 4179
Feyhel, Hans
Lennder, Ulrich
Schanbach : Aichwald ES
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:26 MEZ
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Namensnennung 3.0 Deutschland