Urfehde Nr. 119
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A 2 e (Urfehden u.a.) Nr. A 2 e (Urfehden u.a.) Nr. 7194
A 2 e (Urfehden u.a.) Reichsstädtische Urkunden und Akten (Bde. 19, 21-22, 26)
Reichsstädtische Urkunden und Akten (Bde. 19, 21-22, 26) >> Bd. 19 Urfehden
1531 März 13
Regest: Hans Zwigk von Saulgen (Saulgau ?) und Barthlome Bronberger von Rotempuch bei Schaitheim (?) bekennen folgendes. Als sie am letzten Jahrmarkt +) zu Reutlingen im Haus des Melchior Schaufler des Wirts zechten und Stoffel von Altsheim, Caspar Hass von Mundelsheim und Jerg Birscher vom Rain den Jacob Schleher, Metzgergesellen von Reutlingen, trotz gelobtem Frieden ohne alle Ursach todwund schlugen, kamen sie in den Verdacht, in solcher Handlung verpflichtet (= beteiligt) gewesen zu sein, und wurden von Bürgermeister und Rat zu Reutlingen ins Gefängnis gelegt. Sie haben dann einen Eid geschworen, wegen des Gefängnisses Urfehde zu halten und sich an niemand in Reutlingen zu rächen. Sie begeben sich aller Forderungen und Ansprüche wegen der Sache. Wenn sie Eid und Urfehde nicht hielten, haben die Herren von Reutlingen gut Macht und Recht, gegen sie als Treulose zu verfahren.
Dorsal-/Marginalvermerke: Auf der Rückseite: Zweier Kessler (= Kesselflicker, Kesselmacher) Urfehd.
Dorsal-/Marginalvermerke: Auf der Rückseite: Zweier Kessler (= Kesselflicker, Kesselmacher) Urfehd.
Beschreibstoff: Pap.
Archivale
Zeugen / Siegler / Unterschriften: Siegler: Wendel von Beckingen, Bürger zu Reutlingen
Siegel (Erhaltung): Papiersiegel vorhanden
Bemerkungen: +) vgl. Urfehde Nr. 114
Genetisches Stadium: Or.
Verweis: Urfehde Nr. 120 fehlt
Siegel (Erhaltung): Papiersiegel vorhanden
Bemerkungen: +) vgl. Urfehde Nr. 114
Genetisches Stadium: Or.
Verweis: Urfehde Nr. 120 fehlt
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
20.03.2025, 11:14 MEZ