Kurfürst Friedrich von der Pfalz bekundet, dass sein Adoptivsohn (sone) Pfalzggraf Philipp mit Urkunde vom gleichen Tag (siehe Nr. 2784) seine Einwilligung dazu gegeben habe, sich trotz der mit der Arrogation eingegangenen Verpflichtungen ehelich vermählen zu dürfen; seine, Friedrichs, eheliche Erben sollen mit Territorien und Einkünften ausgestattet werden, jedoch zu Lebzeiten Philipps und seiner Erben keinen Anspruch auf die Rechte und Herrschaft des Kurfürstentums der Pfalz haben. Pfalzgraf Philipp und seine Erben sollen bei den - im einzelnen genannten - Landschaften, Schlössern, Städten verbleiben, wie sie in den Teilungsverträgen zwischen Friedrichs Vater (Kurfürst Ludwig III.) und dessen Brüdern für das Kurpräzipuum vereinbart wurden; ebenso bei den von Ludwig III. seinem Sohn Ludwig IV. vermachten Herrschaften, die bei der Kurpfalz verbleiben sollten. Gleiches gilt für die von Friedrich von seinem Vater vor der Arrogation ererbten sowie für einige von Friedrich neu erworbene Gebiete. Für sich selbst und als Wittum, Morgengabe und Versorgung für seine Gemahlin und eheliche Leibeserben behält er vor die Burgen und Städte Weinsberg (Winsperg) und Löwenstein (Lewenstein) mit dem Zehnten zu Heilbronn, Möckmühl (Meckmulen), Neuenstadt (Nuwenstat) am Kocher, die Veste Schwarzach, die Burgen und Städte Besigheim (Besicken) und Lützelstein mit dem Zoll, die Veste Einartzhausen (Eynhartshusen) mit dem Zoll, das Lebertal (lebretale), den pfälzischen Teil von Rappoltsweiler (Rapolczwyler), die Burg Landsberg, den Flecken Barr (Barre), Stadt und Burg Seltz (Sels) mit dem Zoll, "slos" Neuenburg (Nuwemburg) mit dem Zoll, die Pfleg- und Gemeinschaft Guttenberg (Gudenberg), "slos" Scharfeneck sowie Stadt und "slos" Kaiserswerth (Keyserswerde) mit dem Zoll. Sein ältester Erbe soll jeweils Burg und Stadt Möckmühl vom jeweils regierenden Kurfürsten der Pfalz als Mannlehen erhalten. All dies hat er seinem "lieben sone" Philipp an Eides statt in seine Hand gelobt. Siegel: S = A (unnser furstlichen maiestet ingesigele)

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Bayerisches Hauptstaatsarchiv