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Graf Wilhelm [IV.] von Henneberg[-Schleusingen] bekundet, dass er
im Streit zwischen seinem Sohn Johann [II. von Henneberg], erwählter und
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Urk. 75 Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a]
Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a] >> Reichsabtei, Stift >> 1531-1540
1534 Dezember 12
Ausfertigung, Pergament, mit Pergamentstreifen angehängtes Siegel (stark beschädigt)
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Gescheenn zu Fulda am Sambstage nach conceptionis Marie nach Christi unnsers liebenn Hern gebuorth funffzehenhuondert unnd im vier unnd dreissigistenn jare
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Graf Wilhelm [IV.] von Henneberg[-Schleusingen] bekundet, dass er im Streit zwischen seinem Sohn Johann [II. von Henneberg], erwählter und bestätigter Abt von Fulda, und Balthasar von Weyhers wegen der Erbhuldigung in Gersfeld vermittelt und folgende Einigung ausgehandelt hat. Die Dotierung und Ausstattung (dann ob es des bewidumbs halbenn zum falle keme zu seiner unnd seiner erbenn gerechtikait) in Gersfeld soll zu Gunsten von Balthasar und seinen Erben sein. Allerdings sollen Balthasar und seine Erben wie bisher auch dem Abt und Kloster Fulda und nicht dem Bischof von Würzburg huldigen. Dies soll keine Einschränkung von Balthasars Erbrecht zur Folge haben. Zur Beilegung des Streits sollen sich der Abt von Fulda und Balthasar gegenseitig wieder in Gnaden aufnehmen. Die unter Vermittlung Wilhelms getroffene Einigung hat die Zustimmung beider Parteien. Siegelankündigung. Der Vertrag liegt in zweifacher Ausfertigung vor. Handlungsort: Fulda. (siehe Abbildungen: Vorderseite, Rückseite; Siegel: Avers)
Vermerke (Urkunde): Siegler: Graf Wilhelm
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.