Der Ratsherr Ulrich Löw und sein Bruder Johann, beide Bürger in Ulm, verleihen Apollonia geborene Hermann, Witwe des Konrad Kresse von Steinenfeld [Stadt Erbach/Alb-Donau-Kreis], ihre Ziegelhütte in Steinenfeld mit Haus, Hofstatt, Stadel, Garten, Wiesen und Äckern sowie das Hinteres Steinholz genannte Lehen dort mit allen Zugehörungen zu Erbrecht wie dies bereits ihr verstorbener Ehemann besessen hat. Sie hat die Ziegelei und insbesondere den Ziegelofen in gutem Zustand zu halten. Den für ihre Arbeit benötigten Lehm darf sie von den zu der Ziegelei gehörenden Äckern holen. Von der Ziegelei hat sie jährlich 3 Pfund Heller und 2 Hennen und von dem Lehen 16 Schilling Heller nach Ulm zu liefern. Wenn die Herrschaft für ein Bauvorhaben Steine, Ziegel oder Kalk benötigt, dann soll sie ihr je 100 Steine oder Ziegel und jeden Scheffel Kalk um 1 Schilling Heller billiger als üblich geben. Bei einem Besitzerwechsel stehen der Herrschaft von der Ziegelhütte jeweils 2 rheinische Gulden als Weglöse und als Handlohn zu und von dem Lehen je 1 rheinischer Gulden. Sie kann ihr Erbrecht mit Zustimmung der Herrschaft an geeignete Personen veräußern, wobei aber der Herrschaft ein Vorkaufsrecht zusteht.

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Haus der Stadtgeschichte - Stadtarchiv Ulm
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