Familie von Dannenberg: Gutsregistratur (Bestand)
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NLA HA, Dep. 58
Nds. Landesarchiv, Abt. Hannover (Archivtektonik) >> Gliederung >> 2 Nichtstaatliche Bestände >> 2.2 Familien- und Gutsarchive
1313-1984
Bestandsgeschichte: I. Bestandsinformation
Die zum lüneburgischen Uradel des hannoverschen Wendlandes gehörenden Herren von Dannenberg sind seit 1190/1195 urkundlich bezeugt. Sie dürften aus der Dienstmannschaft der Grafen von Dannenberg aufgestiegen sein. Das Geschlecht hat seinen Besitz vom Wendland her in das mittlere Niedersachsen ausgedehnt, ist aber im Lauf der Geschichte nicht weiter hervorgetreten. Bekannt geworden ist Georg von Dannenberg (1858-1931) als engagierter welfischer Politiker.
Der Bestand enthält in erster Linie Familienpapiere und Akten aus den Gutsverwaltungen der verschiedenen Besitzungen der Familie von Dannenberg. Besonderen Hinweis verdient eine Reihe früherer Abschriften von Urkunden des 15. Jahrhunderts und die Papiere aus dem Nachlass des welfischen Abgeordneten Georg von Dannenberg.
Originalurkunden fehlen in dem Bestand gänzlich. Die vorhandenen Urkundenabschriften gehen bis zum Jahr 1313, die Akten bis Anfang des 16. Jahrhunderts zurück. Der Altbestand ist zwar anscheinend nicht lückenlos erhalten, bildet jedoch ein ziemlich geschlossenes Ganzes und ist damit ein lokalgeschichtlich interessantes Privatarchiv des hannoverschen Wendlandes. So finden sich z. B. für die Siedlungsforschung die nunmehr sicher zu fixierenden Wüstungen Granthien und Zetau, als solche wahrscheinlich auch "Jartzow" und "Voltzevitz" im "Lengau". Insbesondere werden Struktur und Verbleib des Lehnsgutes deutlich, auch der verdunkelten Lehen, wie etwa Jasebeck und Clenze, dessen urkundliche Schreibung Cletze später als Vletze, dann als Metze "den Dannenbergs unbekannt" verlesen wird (vgl. Dep. 58 Nr. 228).
II. Erschließung
Der Kern des Bestandes im Umfang von 28 Paketen ist im Jahr 1936 im Staatsarchiv Hannover hinterlegt worden. Unterlagen über die Deponierungsverhandlungen haben sich nicht erhalten; sie sind wahrscheinlich 1943 verbrannt. Zwischen 1956 und 1962
Bestandsgeschichte: lieferte Baron Ernst August von Dannenberg Urkunden und Akten in beträchtlichem Umfang nach. Im Juli 1962 wurde die Ordnung und Verzeichnung der Akten abgeschlossen. Die Urkunden wurden 1983 von Frau Dr. Christine van den Heuvel regestiert.
Zwei bis dahin unverzeichnete größere Abgaben aus den Jahren 1963 (Acc. 16/63) und 1984 (Acc. 48/84) wurden im Jahr 2000 in den Bestand eingeordnet und verzeichnet. Dabei wurden ca. 10 lfdm Akten (Rechnungsbücher, Belege, Bankauszüge, Statistiken, Rundschreiben verschiedener Rundschreiben etc.) für nicht archivwürdig befunden und an Christoph von Dannenberg, den derzeitigen Rechtsnachfolger des Depositars, zurückgegeben.
Der Bestand, der ursprünglich in die drei Teile A (Akten vorwiegend persönlichen und privaten Charakters bis zur Gegenwart), B (Unterlagen der früheren Lehngüter bis 1919/1920) und C (moderne, bis 1962 abgegebene Akten der Gutsverwaltungen Braudel, Loge Vollhof Nr. 1, Vor-Lüchow, Sehlde) aufgeteilt war, wurde inzwischen umsigniert und mit durchlaufenden Nummern versehen:
Dep. 58 Nrn. 1-224: früher Dep. 58 A Nrn 1-122;
Dep. 58 Nrn. 225-729: früher Dep. 58 B Nrn. 1-508;
Dep. 58 Nrn. 730-1060: früher Dep. 58 C Nrn. 1-404.
Die Signaturen Dep. 58 Nrn. 730-1060 waren bis zum Jahr 2000 gesperrt. Die übrigen Bestandsteile sind nach Ablauf einer generellen dreißigjährigen Sperrfrist frei benutzbar.
III. Literatur
- Dieter Brosius, Wendländische Regesten 1298-1528, Lüchow 1988.
Hannover, im Januar 2007
gez. Dr. Claudia
Bestandsgeschichte: Kauertz
Die zum lüneburgischen Uradel des hannoverschen Wendlandes gehörenden Herren von Dannenberg sind seit 1190/1195 urkundlich bezeugt. Sie dürften aus der Dienstmannschaft der Grafen von Dannenberg aufgestiegen sein. Das Geschlecht hat seinen Besitz vom Wendland her in das mittlere Niedersachsen ausgedehnt, ist aber im Lauf der Geschichte nicht weiter hervorgetreten. Bekannt geworden ist Georg von Dannenberg (1858-1931) als engagierter welfischer Politiker.
Der Bestand enthält in erster Linie Familienpapiere und Akten aus den Gutsverwaltungen der verschiedenen Besitzungen der Familie von Dannenberg. Besonderen Hinweis verdient eine Reihe früherer Abschriften von Urkunden des 15. Jahrhunderts und die Papiere aus dem Nachlass des welfischen Abgeordneten Georg von Dannenberg.
Originalurkunden fehlen in dem Bestand gänzlich. Die vorhandenen Urkundenabschriften gehen bis zum Jahr 1313, die Akten bis Anfang des 16. Jahrhunderts zurück. Der Altbestand ist zwar anscheinend nicht lückenlos erhalten, bildet jedoch ein ziemlich geschlossenes Ganzes und ist damit ein lokalgeschichtlich interessantes Privatarchiv des hannoverschen Wendlandes. So finden sich z. B. für die Siedlungsforschung die nunmehr sicher zu fixierenden Wüstungen Granthien und Zetau, als solche wahrscheinlich auch "Jartzow" und "Voltzevitz" im "Lengau". Insbesondere werden Struktur und Verbleib des Lehnsgutes deutlich, auch der verdunkelten Lehen, wie etwa Jasebeck und Clenze, dessen urkundliche Schreibung Cletze später als Vletze, dann als Metze "den Dannenbergs unbekannt" verlesen wird (vgl. Dep. 58 Nr. 228).
II. Erschließung
Der Kern des Bestandes im Umfang von 28 Paketen ist im Jahr 1936 im Staatsarchiv Hannover hinterlegt worden. Unterlagen über die Deponierungsverhandlungen haben sich nicht erhalten; sie sind wahrscheinlich 1943 verbrannt. Zwischen 1956 und 1962
Bestandsgeschichte: lieferte Baron Ernst August von Dannenberg Urkunden und Akten in beträchtlichem Umfang nach. Im Juli 1962 wurde die Ordnung und Verzeichnung der Akten abgeschlossen. Die Urkunden wurden 1983 von Frau Dr. Christine van den Heuvel regestiert.
Zwei bis dahin unverzeichnete größere Abgaben aus den Jahren 1963 (Acc. 16/63) und 1984 (Acc. 48/84) wurden im Jahr 2000 in den Bestand eingeordnet und verzeichnet. Dabei wurden ca. 10 lfdm Akten (Rechnungsbücher, Belege, Bankauszüge, Statistiken, Rundschreiben verschiedener Rundschreiben etc.) für nicht archivwürdig befunden und an Christoph von Dannenberg, den derzeitigen Rechtsnachfolger des Depositars, zurückgegeben.
Der Bestand, der ursprünglich in die drei Teile A (Akten vorwiegend persönlichen und privaten Charakters bis zur Gegenwart), B (Unterlagen der früheren Lehngüter bis 1919/1920) und C (moderne, bis 1962 abgegebene Akten der Gutsverwaltungen Braudel, Loge Vollhof Nr. 1, Vor-Lüchow, Sehlde) aufgeteilt war, wurde inzwischen umsigniert und mit durchlaufenden Nummern versehen:
Dep. 58 Nrn. 1-224: früher Dep. 58 A Nrn 1-122;
Dep. 58 Nrn. 225-729: früher Dep. 58 B Nrn. 1-508;
Dep. 58 Nrn. 730-1060: früher Dep. 58 C Nrn. 1-404.
Die Signaturen Dep. 58 Nrn. 730-1060 waren bis zum Jahr 2000 gesperrt. Die übrigen Bestandsteile sind nach Ablauf einer generellen dreißigjährigen Sperrfrist frei benutzbar.
III. Literatur
- Dieter Brosius, Wendländische Regesten 1298-1528, Lüchow 1988.
Hannover, im Januar 2007
gez. Dr. Claudia
Bestandsgeschichte: Kauertz
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
16.06.2025, 12:45 MESZ