Schwesternhaus Blumental, Beckum / Akten (Bestand)
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B 203
Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen (Archivtektonik) >> 1. Territorien des Alten Reiches bis 1802/03 einschließlich Kirchen, Stifter, Klöster, Städte u.ä. >> 1.2. Westfälische Fürstbistümer (B) >> 1.2.1. Fürstbistum Münster >> 1.2.1.4. Geistlichkeit, Stifte, Klöster >> Schwesternhaus Blumental, Beckum
1466-1810
Grundbesitz, Register, Prozesse, Testamente, Stiftungen, Kirchensachen, Kriegs- und Landeslasten, Kapitalien, Kopiar.
Bestandsgeschichte: 1446 Gründung, 1464 Annahme der Augustinerregel, 1814 Aufhebung.
Form und Inhalt: Das Schwesternhaus Blumental in Beckum (auch "Blumenthal")
Das bei der Westmühle vor den Toren Beckums gelegene Schwesternhaus Marienborn (süsternhus ton Marienborne) wurde am 8. September 1446 auf einem von Hermann Volker geschenkten Hof gegründet (vgl. Urk. 3 a). 1451 erfolgte die Errichtung eines neuen Konventshauses innerhalb der Stadtmauer an der Südpforte. 1464 nahmen die Schwestern die Augustinusregel an. Nachdem die Klostergebäude dem Stadtbrand vom 24. Juli 1657 zum Opfer fielen, gelang ein bescheidener Wiederaufbau bis 1662. Doch war der wirtschaftliche Niedergang nicht aufzuhalten, mit dem auch die Zahl der Schwestern zurückging. Im Zuge der Säkularisation 1803 wurde der Dechant des Kollegiatstifts Beckum zum Verwalter bestellt. Nach dem vergeblichen Versuch, die verbliebenen Schwestern nach Ahlen (Tochtergründung Maria Rosa) umzusiedeln erfolgte am 29. März 1814 die Aufhebung. Die geringen Vermögenswerte gingen in den Beckum-Ahlener Klosterfonds ein.
Kloster-Archiv
Die immensen Wasserschäden bei den Urkunden und Akten des Schwesternhauses Blumental sind großenteils bei einem Unwetter am 5. Juli 1734 entstanden, als das Wasser sechs Fuß hoch in der Kirche stand (Msc. I Nr. 91 Bl. 18). Ab 1812 wurden die Archivalien auf dem Domänenbureau verwahrt. Graf Reisach verzeichnete 1821 das Klosterarchiv neu (Urkunden und Akten), entnahm dem Bestand jedoch über 100 durch Feuchtigkeit beschädigte Urkunden. Zu einem späteren Zeitpunkt wurden die Urkunden erneut verzeichnet (vgl. Alte Findbücher). Im Jahre 2007 unternahm Jörg Wunschhofer eine grundlegende Neuverzeichnung der Urkunden und Akten, die Thomas Reich in das Verzeichnungsprogramm VERA übertragen hat. Herr Wunschhofer hat dabei auch zahlreiche urkundliche Bezüge in den Akten erfaßt.
Die vormaligen Akten Nr. 2 und 3 hatten keinen Bezug zum Schwesternhaus Blumental und wurden in den Bestand Kloster Maria Rosa zu Ahlen (Findbuch A 120) überführt, mit den Bestellnummern 2 a bzw. 3 a.
Ergänzende Quellen im Landesarchiv NRW Staatsarchiv Münster:
··Msc. I 91: Gedächtnisbuch des Schwesternhauses Blumental in Beckum mit Kalendar, Memorien- und Konventsliste, 1446-1765 (mit starken Wasserschäden) [Provenienz Schwesternhaus Blumental]
··Altertumsverein, Msc. 236, S. 166-167: Verzeichnis der Schwestern 1664 ff.
·Weitere Quellen bei Kohl, Schwesternhaus Blumental zu Beckum, S. 219
··
·Weitere Quellen:
··Stadtarchiv Beckum
·Bistumsarchiv Münster
·Landesarchiv NRW Hauptstaatsarchiv Düsseldorf
··
·Literatur:
··Kohl, Wilhelm, Beckum - Schwesternhaus Blumental, in: Westfälisches Klosterbuch, Bd. 1, Münster 1992, S. 54-56; darin weiterführende Literatur.
·Kohl, Wilhelm, Schwesternhaus Blumental zu Beckum, in: Germania Sacra NF 3,1, Berlin 1967, S. 219-248.
·Schmieder, Siegfried, Kloster Blumenthal, in: Schmieder, Siegfried / Ahlmer, Egon / Winkelmann, Wilhelm, Stadt Beckum. Ereignisse und Entwicklung in 750 Jahren, Beckum 1974, S. 31-42.
Die Bestellsignatur wie auch die Zitierweise des Bestandes lautet:
StAMS Schwesternhaus Blumental, Beckum - Akten Nr. ...
Münster, 29. November 2007
Dr. Thomas Reich
Bestandsgeschichte: 1446 Gründung, 1464 Annahme der Augustinerregel, 1814 Aufhebung.
Form und Inhalt: Das Schwesternhaus Blumental in Beckum (auch "Blumenthal")
Das bei der Westmühle vor den Toren Beckums gelegene Schwesternhaus Marienborn (süsternhus ton Marienborne) wurde am 8. September 1446 auf einem von Hermann Volker geschenkten Hof gegründet (vgl. Urk. 3 a). 1451 erfolgte die Errichtung eines neuen Konventshauses innerhalb der Stadtmauer an der Südpforte. 1464 nahmen die Schwestern die Augustinusregel an. Nachdem die Klostergebäude dem Stadtbrand vom 24. Juli 1657 zum Opfer fielen, gelang ein bescheidener Wiederaufbau bis 1662. Doch war der wirtschaftliche Niedergang nicht aufzuhalten, mit dem auch die Zahl der Schwestern zurückging. Im Zuge der Säkularisation 1803 wurde der Dechant des Kollegiatstifts Beckum zum Verwalter bestellt. Nach dem vergeblichen Versuch, die verbliebenen Schwestern nach Ahlen (Tochtergründung Maria Rosa) umzusiedeln erfolgte am 29. März 1814 die Aufhebung. Die geringen Vermögenswerte gingen in den Beckum-Ahlener Klosterfonds ein.
Kloster-Archiv
Die immensen Wasserschäden bei den Urkunden und Akten des Schwesternhauses Blumental sind großenteils bei einem Unwetter am 5. Juli 1734 entstanden, als das Wasser sechs Fuß hoch in der Kirche stand (Msc. I Nr. 91 Bl. 18). Ab 1812 wurden die Archivalien auf dem Domänenbureau verwahrt. Graf Reisach verzeichnete 1821 das Klosterarchiv neu (Urkunden und Akten), entnahm dem Bestand jedoch über 100 durch Feuchtigkeit beschädigte Urkunden. Zu einem späteren Zeitpunkt wurden die Urkunden erneut verzeichnet (vgl. Alte Findbücher). Im Jahre 2007 unternahm Jörg Wunschhofer eine grundlegende Neuverzeichnung der Urkunden und Akten, die Thomas Reich in das Verzeichnungsprogramm VERA übertragen hat. Herr Wunschhofer hat dabei auch zahlreiche urkundliche Bezüge in den Akten erfaßt.
Die vormaligen Akten Nr. 2 und 3 hatten keinen Bezug zum Schwesternhaus Blumental und wurden in den Bestand Kloster Maria Rosa zu Ahlen (Findbuch A 120) überführt, mit den Bestellnummern 2 a bzw. 3 a.
Ergänzende Quellen im Landesarchiv NRW Staatsarchiv Münster:
··Msc. I 91: Gedächtnisbuch des Schwesternhauses Blumental in Beckum mit Kalendar, Memorien- und Konventsliste, 1446-1765 (mit starken Wasserschäden) [Provenienz Schwesternhaus Blumental]
··Altertumsverein, Msc. 236, S. 166-167: Verzeichnis der Schwestern 1664 ff.
·Weitere Quellen bei Kohl, Schwesternhaus Blumental zu Beckum, S. 219
··
·Weitere Quellen:
··Stadtarchiv Beckum
·Bistumsarchiv Münster
·Landesarchiv NRW Hauptstaatsarchiv Düsseldorf
··
·Literatur:
··Kohl, Wilhelm, Beckum - Schwesternhaus Blumental, in: Westfälisches Klosterbuch, Bd. 1, Münster 1992, S. 54-56; darin weiterführende Literatur.
·Kohl, Wilhelm, Schwesternhaus Blumental zu Beckum, in: Germania Sacra NF 3,1, Berlin 1967, S. 219-248.
·Schmieder, Siegfried, Kloster Blumenthal, in: Schmieder, Siegfried / Ahlmer, Egon / Winkelmann, Wilhelm, Stadt Beckum. Ereignisse und Entwicklung in 750 Jahren, Beckum 1974, S. 31-42.
Die Bestellsignatur wie auch die Zitierweise des Bestandes lautet:
StAMS Schwesternhaus Blumental, Beckum - Akten Nr. ...
Münster, 29. November 2007
Dr. Thomas Reich
37 Akten.; 37 Akten (2 Kartons), Findbuch B 203.
Bestand
German
Wilhelm Kohl (Bearb.), Die Schwesternhäuser nach der Augustinerregel (Germania Sacra, NF 3, Bistum Münster, 1), Münster 1968; Siegfried Schmieder, Kloster Blumenthal, in: Siegfried Schmieder, Egon Ahlmer u. Wilhelm Winkelmann, Stadt Beckum. Ereignisse und Entwicklung in 750 Jahren, Beckum 1974, S. 31-42; Wilhelm Kohl, Beckum - Schwesternhaus Blumental, in: Westfälisches Klosterbuch, Bd. 1, Münster 1992, S. 54-56; Paul Leidinger, Die Säkularisation der Schwesternhäuser Ahlen und Beckum 1814, in: Der beflügelte Aal 22 (2003), S. 95-102.
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
05.11.2025, 1:59 PM CET
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Hierarchy detail view
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Westfalen
- Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen (Archivtektonik)
- 1. Territorien des Alten Reiches bis 1802/03 einschließlich Kirchen, Stifter, Klöster, Städte u.ä. (Archival tectonics)
- 1.2. Westfälische Fürstbistümer (B) (Archival tectonics)
- 1.2.1. Fürstbistum Münster (Archival tectonics)
- 1.2.1.4. Geistlichkeit, Stifte, Klöster (Archival tectonics)
- Schwesternhaus Blumental, Beckum (Archival tectonics)
- Schwesternhaus Blumental, Beckum / Akten (Archival holding)