Es wird bekundet: Die Streitigkeiten zwischen der Stadt Sigmaringen einerseits und den abt-zwiefaltischen Lehnsleuten Balthasar Schönbucher und Konsorten zu Jungnau andererseits, ferner dem Reichsstift Zwiefalten als intervenierender Lehnsherr wegen einiger Lehnsappertinenzien im Öschenbrunnen Tal im Sigmaringer Bann werden unter Vermittlung der fürstlich hohenzollerisch-sigmaringischen Regierung und des fürstlich fürstenbergischen Obervogteiamts zu Jungnau am 25. Oktober (Weimnonat) 1791 in gemeinsamem Augenschein auf dem strittigen Platz beigelegt: Es erscheinen von Seiten Sigmaringens Hof- und Regierungsrat Geßler, Hofkammerrat Landenberger, Amtsbürgermeister Xaver Frick, Stadtschreiber Jakob Kölble, Baubürgermeister Anton Bannwart sowie die Ratsfreunde Anton Hiller, Peter Loos, Anton Rettich, Fidel Gayer und Franz Joseph Beck, von Jungnau Joseph Clavel, Rat und Obervogt, Balthasar Schönbucher und übrige zwiefaltische Lehnsleute, von Zwiefalten Pater Niklas Schmid, Waisenpfleger, und Maximilian Blumenstetter, Rat und Kanzleiverwalter. Der Vergleich lautet: Gegen gänzliche Aufhebung aller anderen Prätensionen und Ansprachen auf ein Holz im Schweinsfeld und weitere Güter im Sigmaringer Bann werden den zwiefaltischen Lehnsleuten zu Jungnau 10 Jauchert Ackers im Öschenbrurnen überlassen und in die zwiefaltischen Lehen einverleibt. Die 10 Jauchert wurden am 22. Mai geometrisch vermessen, und mit 21 Steinen ausgesteint, worüber genaue Beschreibung folgt. Es werden 3 gleichlautende Instrumente ausgefertigt Beilagen: 1) geometrischer Riß, gefertigt von Franz Jakob Kölble, Geometer zu Sigmaringen, 1792 März 28, Dorsualvermerk: 1 fl 30 Kreuzer, 2) Schreiben des fürstlich fürstenbergischen Rats und Obervogts Doktor Battie an die fürstliche Regierung, 1792 Juni 22, Jungnau; übersendet ein Exemplar des Vertrages, Abschrift, Papier, 2 Blatt