Heinrich Ruland, Dr. decret., Dechant, Johannes Flecke, Conrad Pflucke, Johannes Francke, Wedekind Bruhain, Dr. decret., Johannes Lorber, Johannes...
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Urk. 34, 121
Urk. 34, A II, Kassel Martinsstift
Urk. 34 Martinsstift Kassel - [ehemals: A II]
Martinsstift Kassel - [ehemals: A II] >> 1500-1524
1505 April 18
Ausfert. Pergt. Siegel (1. beschädigt, 2. und 3. erhalten) an Pergamentstreifen anhängend. - Rückw. gleichzeit. Rubrum und Signatur
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Actum et factum in curia decanatus, anno 1505, die decima octava mensis aprilis.
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Heinrich Ruland, Dr. decret., Dechant, Johannes Flecke, Conrad Pflucke, Johannes Francke, Wedekind Bruhain, Dr. decret., Johannes Lorber, Johannes Eycholtz, Paul Wedekind, Hermann Reimbolt, Jacob Weylappe, mag. Johannes Merckel, Caspar Rinke, als Repräsentanten des Kapitels der Martinskirche in Kassel, vergleichen sich mit den Vikaren der Kirche: Werner Munttebur, Heinrich Gudenspergk, Hermann Coci, Hermann Schusseler, Johannes Pflucke, Hermann Reng[en], Johannes Weszeman, Johannes Nuszbicker wegen verschiedener Streitpunkte: wegen der Besoldung der Choralen, des Organisten, Plebans und der Anderen, die das Salve regina singen, aus der gemeinen Präsenz (communi presentia seu fidelia) der Kanoniker und Vikare; ferner wegen einiger Geldsummen: 200 Gulden, welche die gemeine Präsenz den Erben des † Wigand Goszwyn, Dechanten von Fritzlar, schuldet; 30 Gulden, welche die Kanoniker in 2 Urkunden aus der gemeinen Präsenz erhalten haben; 13 Gulden, die von Johannes Egkemann zurück gekauft sind, und wegen anderer Summen, die zur gemeinen Präsenz gehören sollen und verschiedentlich zum Nutzen und Bau der Kirche ausgegeben worden sind. - Wegen der gen. Geldsummen wird bestimmt, daß die Kanoniker den Vikaren eine Urkunde über 3 Gulden jährlichen Zins zu Allendorf (Aldendorf), die Caspar Rincke für 50 Gulden gekauft hat, geben sollen für ein täglich in der Martinskirche zu singendes Hochamt. Wegen der Besoldung (de salario) der Choralen, die das Salve regina singen, und des Besoldungszuschusses (de additione seu contributione salarii) für den Pleban wird vereinbart, daß diese Besoldungen aus der gemeinen Präsenz nach Anordnung des Dechanten und Kapitels gezahlt werden sollen. Der Organist soll jedoch gemäß der in früheren Jahren getroffenen Bestimmung und altem Brauche seine Entschädigung aus der Kirchenfabrik erhalten. Wenn die Fabrik nicht zahlt, soll jedoch die Zahlung durch den Präsenzmeister aus der gemeinen Präsenz der Kanoniker und Vikare erfolgen.
Vermerke (Urkunde): Siegler: 1. Dechant und Kapitel mit dem Kapitelssiegel, 2. Heinrich Gudenspergk und 3. Johannes Pflucke, Vikare.
Vermerke (Urkunde): Druckangaben: Regest: Schultze Nr. 1102.
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Heinrich Ruland, Dr. decret., Dechant, Johannes Flecke, Conrad Pflucke, Johannes Francke, Wedekind Bruhain, Dr. decret., Johannes Lorber, Johannes Eycholtz, Paul Wedekind, Hermann Reimbolt, Jacob Weylappe, mag. Johannes Merckel, Caspar Rinke, als Repräsentanten des Kapitels der Martinskirche in Kassel, vergleichen sich mit den Vikaren der Kirche: Werner Munttebur, Heinrich Gudenspergk, Hermann Coci, Hermann Schusseler, Johannes Pflucke, Hermann Reng[en], Johannes Weszeman, Johannes Nuszbicker wegen verschiedener Streitpunkte: wegen der Besoldung der Choralen, des Organisten, Plebans und der Anderen, die das Salve regina singen, aus der gemeinen Präsenz (communi presentia seu fidelia) der Kanoniker und Vikare; ferner wegen einiger Geldsummen: 200 Gulden, welche die gemeine Präsenz den Erben des † Wigand Goszwyn, Dechanten von Fritzlar, schuldet; 30 Gulden, welche die Kanoniker in 2 Urkunden aus der gemeinen Präsenz erhalten haben; 13 Gulden, die von Johannes Egkemann zurück gekauft sind, und wegen anderer Summen, die zur gemeinen Präsenz gehören sollen und verschiedentlich zum Nutzen und Bau der Kirche ausgegeben worden sind. - Wegen der gen. Geldsummen wird bestimmt, daß die Kanoniker den Vikaren eine Urkunde über 3 Gulden jährlichen Zins zu Allendorf (Aldendorf), die Caspar Rincke für 50 Gulden gekauft hat, geben sollen für ein täglich in der Martinskirche zu singendes Hochamt. Wegen der Besoldung (de salario) der Choralen, die das Salve regina singen, und des Besoldungszuschusses (de additione seu contributione salarii) für den Pleban wird vereinbart, daß diese Besoldungen aus der gemeinen Präsenz nach Anordnung des Dechanten und Kapitels gezahlt werden sollen. Der Organist soll jedoch gemäß der in früheren Jahren getroffenen Bestimmung und altem Brauche seine Entschädigung aus der Kirchenfabrik erhalten. Wenn die Fabrik nicht zahlt, soll jedoch die Zahlung durch den Präsenzmeister aus der gemeinen Präsenz der Kanoniker und Vikare erfolgen.
Vermerke (Urkunde): Siegler: 1. Dechant und Kapitel mit dem Kapitelssiegel, 2. Heinrich Gudenspergk und 3. Johannes Pflucke, Vikare.
Vermerke (Urkunde): Druckangaben: Regest: Schultze Nr. 1102.
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
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