Peter von Wachau (Wachowe), Pfarrer in Delitzsch (Deliz), bekennt, dass er das durch den ehemaligen Erzbischof Burchard{1} mit Zustimmung durch dessen Kapitel ausgestellte Privileg der Inkorporation (privilegium incorporacionis) der Pfarrkirche zu Delitzsch in das Klarissenkloster Weißenfels (Wyzzenfels) gelesen hat, wonach der Inhaber der Pfarre (plebanus qui pro tempore fuerit parrochus ecclesie in Deliz) an das Kloster jährlich zu Michaelis acht{2} Schock gewöhnliche Groschen (sexagenas grossorum usualium) zu zahlen habe, wovon das Kloster wiederum ein Drittel als Subsidium (subsid[i]um domino nostro pape [et ?] archiepiscopo dandum) abführe. Er beurkundet weiter, dass nach seiner mit Zustimmung des Klosters erfolgten Versetzung von der Kirche in Grabschütz (Gropzig) nach Delitzsch (Delicz) vom verstorbenen [Provinzial-]Minister [des Franziskanerordens in Sachsen] Werner angeordnet wurde, dass er und seine Nachfolger jährlich zu Michaelis sechs Schock Groschen an das Kloster zu entrichten haben. (Vgl. hierzu Nr. 3278 von 1351 September 20.) – Siegel des Ausstellers angekündigt. 1 Vielleicht Burchard III. von Schraplau (1307 – 1325). Vgl. G. Lehmann: Chronik der Stadt Delitzsch, hrsg. von Hermann Schulze, Delitzsch 1852, S. 9; desgleichen Nr. 30 und Urkunde von 1368 Dezember 1 (10001, Ältere Urkunden, O.U. 3912). 2 Ursprünglich stand hier "sex sexagenas grossorum". Diese Summe wurde korrigiert, indem das Wort "sex" mit einer Wellenlinie unterstrichen, dahinter ein Haken als Zeichen für eine Einfügung angebracht und über diesen Haken die römische Zahl VIII geschrieben wurde.