Bischof Heinrich von Münster, Administrator des Erzstifts Bremen, und das Bremer Domkapitel schließen einen Vertrag mit den Grafen Otto und Friedrich von Hoya und Bruchhausen als Vertreter ihres minderjährigen Neffen, des Grafen Jakob von Oldenburg: Der Bischof belehnt Graf Jakob von Oldenburg und dessen Nachkommen gegen eine Zahlung in Höhe von 2000 Bremer Mark und die Übernahme bestimmter Verpflichtungen mit Schloss und Grafschaft Delmenhorst. Im Falle des kinderlosen Ablebens des Grafen soll das Lehen an die Grafen Otto und Friedrich von Hoya und Bruchhausen fallen, die mit den beiden Schwestern Graf Jakobs verheiratet sind, und wenn auch diese ohne legitime Nachkommen bleiben, so soll es an einen Nachkommen König Christians I. von Dänemark oder einen Erben Graf Gerds von Oldenburg fallen. 1474 August 9 (im avende sancti Laurentii martiris), Schloss Delmenhorst Bischof Heinrich von Münster, Administrator des Erzstifts Bremen, belehnt aufgrund der Verträge [von 1474 August 9 und 1476 November 29] Graf Jakob mit Schloss und Grafschaft Delmenhorst. 1479 September 7 (up unser leven frowen nativitatis avent) Bischof Heinrich von Münster, Administrator des Erzstifts Bremen, Graf Otto von Hoya und Bruchhausen und sein Mündel, Graf Jakob von Oldenburg, urkunden über einen zwischen ihnen abgeschlossenen Vertrag: Bischof Heinrich von Münster soll bis zur Volljährigkeit Graf Jakobs Mitbesitzer des Schlosses Delmenhorst sein und zur Deckung seiner Kosten die Hälfte der Einkünfte aus der Grafschaft Delmenhorst erhalten. Sollten die Kosten des Bischofs durch seinen Anteil an den Einnahmen aus der Grafschaft nicht gedeckt werden, so soll Graf Jakob ihm diese Kosten zum Zeitpunkt der Übernahme des Schlosses und der Grafschaft Delmenhorst ersetzen. 1476 November 29 (am avende Andree apostoli)

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Niedersächsisches Landesarchiv
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