Ludolf Raydtgebe, Priester und Rektor (vormundir und regierer) des Maria Magdalenen-Altars der Nikolaus-Kapelle in der Neustadt Korbach (Corbecke)...
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Urk. 26, 1343
Urk. 26, A II Haina, Kloster
Urk. 26 Kloster Haina - [ehemals: A II]
Kloster Haina - [ehemals: A II] >> 1475-1499
1483 September 29
Ausf., dt., Perg., wegen Moders aufgeklebt. - Beide RundSg. anh. (neu befestigt); 1. des Sendpropsts, 2,7 cm, Schild mit Balken, im Oberfeld Turnierkragen, darüber wachsender Bischof, U. unleserlich; 2. der Stadt Korbach, besch.
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Datum a. d. 1483, ipso die beati Michaelis archangeli.
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Ludolf Raydtgebe, Priester und Rektor (vormundir und regierer) des Maria Magdalenen-Altars der Nikolaus-Kapelle in der Neustadt Korbach (Corbecke), verkauft für sich und seine Erben und Nachfolger das derzeit von Konrad Conradis bebaute Hof gut zu Herzhausen (Herczhusenn), das vor langen Zeiten Egenolf, Bürger zu Fürstenberg, und seiner Ehefrau Edelinck gehörte, samt allem Zubehör an den Propst Ludwig zu Aulesburg (Aulisperge), auf Lebenszeit für ihn persönlich, danach für die dortige Marienkirche und ihre Inhaber. Egenolf hatte das Gut nach Ausweis der darüber vorliegenden besiegelten Urkunden von Werner Frylinges Witwe Meckel, ihrem Sohn Siegfried Frylinck nebst Ehefrau Gertrud und ihren Töchtern Adelheid nebst Ehemann Hermann von Hachen und Agnes, sämtlich zu Frankenberg, sowie von Heinrich Osprachts, Schöffen zu Frankenberg, mit Einwilligung des Sohnes Ospracht und der Töchter Katherina und Adelheid erkauft. Von Egenolf wurde das Gut auf Johann den Suhren wegen dessen Ehefrau [Rickel] und weiter auf beider Tochter Gertrud, weiland Ehefrau des Bürgermeisters Hesporn zu Korbach vererbt. Gertrud und ihr ebenfalls verstorbener Ehemann Hesporn, Altbürgermeister von Korbach, hatten das Gut zur Ausstattung des vorgenannten Altars gestiftet. Ludolf leistet auf alle Rechte, die er von dem Altar und von seiner Tante (muytern[!]) Gertrud und ihrem Ehemann Hesporn, seinem Schwager, her auf das Gut hatte, Verzicht und gelobt Währschaft. Er übergibt dem Propst die darauf bezüglichen Vorurkunden.
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Volmar Loysken, Kanzler des Grafen Otto zu Waldeck
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Dietmar Brunen, Priester
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Henne Boppende, Bürger zu Mengeringhausen (Meyngerinckußen), und Hermann Thoeneken, Bürger zu Korbach.
Vermerke (Urkunde): Siegler: Johann Fryghagen, Sendpropst und Vizearchidiakon des Stuhls zu Niedermarsberg (Horhußen), mit seinem Amtssiegel, sowie Bürgermeister Widerold Imhof (Ymme Hohe) und die Ratsherren Johann Kuulden, Johann Beenen, Johann Haken, Deghel von Diedenshausen (Deydens-), Dietrich Wedekyndes, Heinrich Hollinsteyn, Johann Asmoyt, Kurt Brygh, Johann Pyeck, Kurt Leyge und Heinrich Nedderwalt zu Korbach, die dem Verkauf zustimmen, mit dem kleinen Stadtsiegel.
Vermerke (Urkunde): Druckangaben: Regest: Franz Nr. 1110, Zweiter Band
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Ludolf Raydtgebe, Priester und Rektor (vormundir und regierer) des Maria Magdalenen-Altars der Nikolaus-Kapelle in der Neustadt Korbach (Corbecke), verkauft für sich und seine Erben und Nachfolger das derzeit von Konrad Conradis bebaute Hof gut zu Herzhausen (Herczhusenn), das vor langen Zeiten Egenolf, Bürger zu Fürstenberg, und seiner Ehefrau Edelinck gehörte, samt allem Zubehör an den Propst Ludwig zu Aulesburg (Aulisperge), auf Lebenszeit für ihn persönlich, danach für die dortige Marienkirche und ihre Inhaber. Egenolf hatte das Gut nach Ausweis der darüber vorliegenden besiegelten Urkunden von Werner Frylinges Witwe Meckel, ihrem Sohn Siegfried Frylinck nebst Ehefrau Gertrud und ihren Töchtern Adelheid nebst Ehemann Hermann von Hachen und Agnes, sämtlich zu Frankenberg, sowie von Heinrich Osprachts, Schöffen zu Frankenberg, mit Einwilligung des Sohnes Ospracht und der Töchter Katherina und Adelheid erkauft. Von Egenolf wurde das Gut auf Johann den Suhren wegen dessen Ehefrau [Rickel] und weiter auf beider Tochter Gertrud, weiland Ehefrau des Bürgermeisters Hesporn zu Korbach vererbt. Gertrud und ihr ebenfalls verstorbener Ehemann Hesporn, Altbürgermeister von Korbach, hatten das Gut zur Ausstattung des vorgenannten Altars gestiftet. Ludolf leistet auf alle Rechte, die er von dem Altar und von seiner Tante (muytern[!]) Gertrud und ihrem Ehemann Hesporn, seinem Schwager, her auf das Gut hatte, Verzicht und gelobt Währschaft. Er übergibt dem Propst die darauf bezüglichen Vorurkunden.
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Volmar Loysken, Kanzler des Grafen Otto zu Waldeck
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Dietmar Brunen, Priester
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Henne Boppende, Bürger zu Mengeringhausen (Meyngerinckußen), und Hermann Thoeneken, Bürger zu Korbach.
Vermerke (Urkunde): Siegler: Johann Fryghagen, Sendpropst und Vizearchidiakon des Stuhls zu Niedermarsberg (Horhußen), mit seinem Amtssiegel, sowie Bürgermeister Widerold Imhof (Ymme Hohe) und die Ratsherren Johann Kuulden, Johann Beenen, Johann Haken, Deghel von Diedenshausen (Deydens-), Dietrich Wedekyndes, Heinrich Hollinsteyn, Johann Asmoyt, Kurt Brygh, Johann Pyeck, Kurt Leyge und Heinrich Nedderwalt zu Korbach, die dem Verkauf zustimmen, mit dem kleinen Stadtsiegel.
Vermerke (Urkunde): Druckangaben: Regest: Franz Nr. 1110, Zweiter Band
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
10.06.2025, 09:13 MESZ