Hofacker, Eberhard von (Generalleutnant) (Bestand)
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BArch N 843
call number: N 843
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um 1926
Geschichte des Bestandsbildners: Generalleutnant Eberhardt von Hofacker
25. Juni 1861 - 19. Jan. 1928
Bestandsbeschreibung HStA Stuttgart: Eberhard von Hofacker, ein Enkel des württembergischen Außenministers Friedrich Gottlob Karl von Varnbüler, trat im Jahr 1879 beim württembergischen Dragoner-Regiment Königin Olga Nr. 25 ein. In dieser Formation stieg er zwischen 1879 und 1898 bis zum Rittmeister auf. In den Jahren zwischen 1898 und 1914 diente Hofacker in wechselnden Funktionen in Kavallerie- und Infanterieverbänden. Wichtige Stationen seiner militärischen Karriere stellten insbesondere die Tätigkeit im Großen Generalstab in Berlin unter General Alfred von Schlieffen in den Jahren 1899-1901 sowie der Dienst als Flügeladjutant König Wilhelms II. von Württemberg in den Jahren 1906-1908 dar. 1909 wurde Hofacker von König Wilhelm II. aufgrund seiner militärischen Verdienste in den erblichen Adelsstand erhoben.
Im Ersten Weltkrieg war von Hofacker vor allem als Kommandeur verschiedener Infanterie- und Kavalleriedivisionen eingesetzt. Er wirkte sowohl an der West- als auch an der Ostfront. Militärhistorische Bedeutung erlangte von Hofacker vor allem als Kommandeur der 26. (königlich-württembergischen) Infanterie-Division in den Schlachten an der Westfront im Jahr 1917 (Arras, Flandern) sowie während der im Herbst dieses Jahres durchgeführten Offensive der Mittelmächte gegen Italien. Kaiser Wilhelm II. zeichnete von Hofacker für seine Leistungen in der Abwehrschlacht bei Arras im April 1917 mit dem höchsten preußischen Orden Pour le Mérite aus. Im November 1917 erhielt der General das Eichenlaub zu diesem Orden. Seit Ende August 1918 wirkte von Hofacker im württembergischen Kriegsministerium. Er wurde im Dezember 1918 von der Provisorischen Regierung unter Wilhelm Blos zum Stellvertretenden Kriegsminister berufen, trat von diesem Amt jedoch bereits nach acht Tagen am 02.01.1919 wegen grundlegender politischer Differenzen mit dem Kriegsminister Ulrich Fischer (MSPD) zurück.
Nach dem Abschied vom Heer im Mai 1919 siedelte von Hofacker nach Tübingen über. Dort wirkte er als Bezirksobmann des Württembergischen Kriegerbundes, übernahm jedoch auch gemeinnützige Aufgaben. Von der Universität Tübingen wurde er zum Ehrensenator ernannt. In seinen letzten Lebensjahren trat von Hofacker des Öfteren als Redner auf und publizierte in der "Württembergischen Kriegerzeitung" eine Artikelserie mit dem Titel "Weltkriegserinnerungen" (vgl. Bü 47). Diese Beiträge wurden unter dem Titel "Der Weltkrieg" wenige Wochen vor dem Tod von Hofackers vom Verlag Kohlhammer in Buchform veröffentlicht.
Eberhard von Hofacker war der Vater von Dr. Cäsar von Hofacker, der maßgeblich an der Vorbereitung des Attentats auf Adolf Hitler am 20.07.1944 beteiligt war.
Bearbeitungshinweis: Erwerb durch Dokumentenzentrale des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes, dortige Signaturen: I H (A) 2-5; Akzessionierung im Bundesarchiv zunächst als MSG 1/339-344, dann Umsignierung zu MSG 2, dann Umsignierung zu N 843.
Die Fotoalben und Fotos (Akzessionierungsnummer 411/85) erhielten zunächst die Signaturen MSG 2/7777-7782. Sie wurden 2017 in den Nachlass übernommen.
Bestandsbeschreibung: Teilnachlass des Generalleutnants Eberhard Alfred Konrad Karl von Hofacker (1861-1928); zuletzt Kommandeur des 2. Korps der 2. Armee (1918).
Inhaltliche Charakterisierung: Einzelausarbeitungen zum Kriegsgeschehen im Ersten Weltkrieg, angestoßen durch die kriegswissenschaftliche Arbeit des Reichsarchivs.
Zitierweise: BArch N 843/...
25. Juni 1861 - 19. Jan. 1928
Bestandsbeschreibung HStA Stuttgart: Eberhard von Hofacker, ein Enkel des württembergischen Außenministers Friedrich Gottlob Karl von Varnbüler, trat im Jahr 1879 beim württembergischen Dragoner-Regiment Königin Olga Nr. 25 ein. In dieser Formation stieg er zwischen 1879 und 1898 bis zum Rittmeister auf. In den Jahren zwischen 1898 und 1914 diente Hofacker in wechselnden Funktionen in Kavallerie- und Infanterieverbänden. Wichtige Stationen seiner militärischen Karriere stellten insbesondere die Tätigkeit im Großen Generalstab in Berlin unter General Alfred von Schlieffen in den Jahren 1899-1901 sowie der Dienst als Flügeladjutant König Wilhelms II. von Württemberg in den Jahren 1906-1908 dar. 1909 wurde Hofacker von König Wilhelm II. aufgrund seiner militärischen Verdienste in den erblichen Adelsstand erhoben.
Im Ersten Weltkrieg war von Hofacker vor allem als Kommandeur verschiedener Infanterie- und Kavalleriedivisionen eingesetzt. Er wirkte sowohl an der West- als auch an der Ostfront. Militärhistorische Bedeutung erlangte von Hofacker vor allem als Kommandeur der 26. (königlich-württembergischen) Infanterie-Division in den Schlachten an der Westfront im Jahr 1917 (Arras, Flandern) sowie während der im Herbst dieses Jahres durchgeführten Offensive der Mittelmächte gegen Italien. Kaiser Wilhelm II. zeichnete von Hofacker für seine Leistungen in der Abwehrschlacht bei Arras im April 1917 mit dem höchsten preußischen Orden Pour le Mérite aus. Im November 1917 erhielt der General das Eichenlaub zu diesem Orden. Seit Ende August 1918 wirkte von Hofacker im württembergischen Kriegsministerium. Er wurde im Dezember 1918 von der Provisorischen Regierung unter Wilhelm Blos zum Stellvertretenden Kriegsminister berufen, trat von diesem Amt jedoch bereits nach acht Tagen am 02.01.1919 wegen grundlegender politischer Differenzen mit dem Kriegsminister Ulrich Fischer (MSPD) zurück.
Nach dem Abschied vom Heer im Mai 1919 siedelte von Hofacker nach Tübingen über. Dort wirkte er als Bezirksobmann des Württembergischen Kriegerbundes, übernahm jedoch auch gemeinnützige Aufgaben. Von der Universität Tübingen wurde er zum Ehrensenator ernannt. In seinen letzten Lebensjahren trat von Hofacker des Öfteren als Redner auf und publizierte in der "Württembergischen Kriegerzeitung" eine Artikelserie mit dem Titel "Weltkriegserinnerungen" (vgl. Bü 47). Diese Beiträge wurden unter dem Titel "Der Weltkrieg" wenige Wochen vor dem Tod von Hofackers vom Verlag Kohlhammer in Buchform veröffentlicht.
Eberhard von Hofacker war der Vater von Dr. Cäsar von Hofacker, der maßgeblich an der Vorbereitung des Attentats auf Adolf Hitler am 20.07.1944 beteiligt war.
Bearbeitungshinweis: Erwerb durch Dokumentenzentrale des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes, dortige Signaturen: I H (A) 2-5; Akzessionierung im Bundesarchiv zunächst als MSG 1/339-344, dann Umsignierung zu MSG 2, dann Umsignierung zu N 843.
Die Fotoalben und Fotos (Akzessionierungsnummer 411/85) erhielten zunächst die Signaturen MSG 2/7777-7782. Sie wurden 2017 in den Nachlass übernommen.
Bestandsbeschreibung: Teilnachlass des Generalleutnants Eberhard Alfred Konrad Karl von Hofacker (1861-1928); zuletzt Kommandeur des 2. Korps der 2. Armee (1918).
Inhaltliche Charakterisierung: Einzelausarbeitungen zum Kriegsgeschehen im Ersten Weltkrieg, angestoßen durch die kriegswissenschaftliche Arbeit des Reichsarchivs.
Zitierweise: BArch N 843/...
Hofacker, Eberhard von, 1861-1928
12 Aufbewahrungseinheiten
Archivbestand
deutsch
Fremde Archive: Der umfangreichere Teilnachlass Hofackers (M 660/016), eine militärische Personalakte (M 430/2 Bü 892 ) sowie Bildnisse (M 703/R190N8, R191aN13) sind im Landesarchiv Baden-Württemberg, Abteilung Hauptstaatsarchiv Stuttgart überliefert.
Amtliche Druckschriften: Eberhard von Hofacker: Der Weltkrieg. Dem deutschen, vor allem dem württembergischen Soldaten gewidmet, Stuttgart 1928.
Literatur: Eberhard von Hofacker zum Gedächtnis, ohne Verfasser, Tübingen 1928.
Amtliche Druckschriften: Eberhard von Hofacker: Der Weltkrieg. Dem deutschen, vor allem dem württembergischen Soldaten gewidmet, Stuttgart 1928.
Literatur: Eberhard von Hofacker zum Gedächtnis, ohne Verfasser, Tübingen 1928.
Besondere Benutzungsbedingungen: Es bestehen keine besonderen Benutzungsbedingungen.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
24.04.2026, 10:58 MESZ