1473 September 4 sabbato prius festum nativit. Mariae – Das Domkapitel von Osnabrück, namentlich Propst Johannes von Raesfeld, Dekan Johannes von Staden, Cantor Johannes von Meppen, Scholaster Hugo Baer; Gisbert Voß Archidiakon in Melle, Lambert von Bevessen Propst von St. Johann, Johannes Vincke Propst in Bramsche, Gerhard de Brawe Archidiakon in Dissen, Friedrich von Brinck, Otto Baer, Gisbert von Elmendorf, Johannes Bothmer, M. Gerhard von Leden, Bernhard von Dumstorp, Heinrich Ledebur Propst in Drebber, Johannes von Leden, Borchard Kobrinck, Johannes Stael, M. Johannes von Seggerden, Lambert Snetlage, tut kund, daß Nikolaus von Bockrode, Thesaurar des Osnabrücker Domkapitels, an dem von ihm jüngst auf der Ostseite des Domes errichteten Altar eine täglich zu Ehren der Jungfrau Maria zu singende (Früh-)Messe gestiftet hat. Er bestimmt, daß der jeweilige Rektor des ersten Altares, drei Vikare: nämlich der Primar des Altares zu s. Simon und Juda, der zu s. Johannes und Bartholomäus und der Rektor des Annenaltares, im wöchentlichen Wechsel diese Messe feiern; trifft Regelungen für das Geläut der Glocken, die Auswahl der drei Sänger, das Orgelspiel an Sonntagen, Montagen, Mittwochen und Samstagen, die Bücher und Kerzen. Zur Entlohnung der Durchführenden legt er besiegelte Dokumente über Einkünfte von insgesamt 36 Osnabrücker Mark vor, die einzeln aufgeführt sind. Die Ausführenden sollen jährlich einen bestimmen, der die Einkünfte beschafft (emonebit) und nach bestimmtem Schlüssel vor dem Kapitel an alle Beteiligten verteilt. Er verspricht, in seinem Testament eine Vermehrung der Einkünfte dieser Messe vorzunehmen. Die erscheinenden Reynoldus Vedder, Rektor des ersten Altares, die drei bestimmten Vikare, der Organist Heinrich Koningh, die Glöckner Gottfried und Amelung nehmen ihre Aufgaben an. Das Kapitel läßt die Schenkung zu, approbiert die Bestimmungen und erlaubt, daß bei Bedarf zu dieser Messe die Kohle des Kapitels verwendet wird, durch Anhang des großen Siegels. Albert Isernloy, Osnabrücker Kleriker und päpstlicher wie kaiserlicher Notar, bestätigt. – Zwei Exemplare. Großes Kapitelssiegel leicht beschädigt am Lederband abhängend. Zwei Abschriften (17. Jahrhundert sowie 18. Jahrhundert).

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Bistum Osnabrück. Diözesanarchiv
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