2. Verwaltungsbehörden Regierungsbezirke Düsseldorf und Köln
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Tektonik
Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland (Archivtektonik)
Das Behördenarchiv für den Landesteil Nordrhein im Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland umfasst die Überlieferung der preußischen und nordrhein-westfälischen staatlichen Behörden der Mittel- und Unterinstanz seit Beginn der preußischen Herrschaft (1815) bis zur Gegenwart in den Regierungsbezirken Aachen (bis 1972), Düsseldorf und Köln. Dazu zählen die Bezirksregierungen Aachen (bis 1972), Düsseldorf, Köln und deren nachgeordnete Behörden, die Landratsämter, die Polizei u.a. mit dem größten in Deutschland erhaltenen Bestand an Gestapo-Akten), Behörden der Arbeits-, Berg-, Siedlungs-, Wirtschafts-, Kultus- und Sozialverwaltung sowie der Bahn- und Postverwaltung, aber auch umfangreiche Bestände an Katasterkarten und Personalakten sowohl aus den Ministerien und den obersten Landesbehörden als auch aus den Behörden der Unter- und Mittelinstanz. Die Bestände der Bezirksregierungen, die in der Überlieferungsbildung einen Schwerpunkt darstellen, weisen für die NS-Zeit bedingt durch Kriegsverluste Lücken auf. In der Vergangenheit wurden Bestände der Bezirksregierungen, aber auch anderer Behörden jeweils in einem Findbuch, das nach Klassifikationspunkten (Betreffen) gegliedert war, zusammengefasst (Sammelbestände), mit der Folge, dass Bestandsignaturen über mehrere Findbücher verteilt sind. Gegenwärtig werden die einzelnen Ablieferungen der Behörden mit einer Bestandssignatur in einem Findbuch erfasst. Eine Besonderheit stellen die sog. Kahnakten dar, d.h. Akten aus nahezu allen Beständen, die im Zuge einer Auslagerung nach einem Bombenangriff am 14.03. 1945 mit dem Binnenschiff "Main 68" auf dem Mittellandkanal untergingen, nach Kriegsende geborgen wurden und seitdem mehr oder weniger starke Wasserschäden aufweisen und mühsam restauriert werden. Zunächst wurden diese Akten nach dem Kriege in den Beständen BR 1040, BR 1049, BR 1059, BR 2049, BR 2070 erfasst. Aus technischen Gründen wurden die Akten dieser Bestände in den 2017-2020 wieder den einzelnen Provenienzen mit z.T. neuer Archivsignatur zugeordnet. In einigen Bereichen weist die Überlieferung für die jüngere Zeit aufgrund des Behördenwunsches auf Vorhaltung der Akten in den Registraturen zum Dienstgebrauch Lücken auf. Aktenüberlieferungen der im Rahmen von Reformmaßnahmen der Landesregierungen in NRW aufgelösten Behörden und Einrichtungen (z.B. Regierung Aachen) sind häufig in den Beständen der nachfolgenden bzw. aufnehmenden Behörden (Regierung Köln) zu finden. Durch die Verwaltungsmodernisierung im Land NRW sind zudem ehemals selbständige Behörden aufgelöst und in neuen zentralen landesweiten Organisationseinheiten (s. hier die Bestände des Dezernats R5) integriert worden. Die Privatisierung bei Bahn und Post, sowie durch Betriebseinstellungen, z.B. im Bergbau, haben zur Folge, dass diese nur noch Akten, die bis 1994 entstanden sind, an die Staatsarchive abgeben. Die bei den Beständen angebrachten Querverweise sind zu beachten. Die Angaben Jahreszahlen mit Querstrich (z.B. 1965/1967) bei den Behördenleitungen sind nur Nachweisungen aus den zur Verfügung stehenden Behördenverzeichnissen Die Einsichtnahme in unverzeichnete Archivunterlagen ist nicht möglich. Da die Angaben zur Behördengeschichte bei manchen Behörden erst im Aufbau sind und kontinuierlich optimiert werden sollen, sind Ergänzungen, Korrekturen und Anregungen stets willkommen. Bitte richten Sie diese an rheinland@lav.nrw.de.
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
21.04.2026, 8:22 AM CEST