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Friedberg: Beschwerden-Vortrag der Burg Friedberg vor Mainz und Pfalz gegen Rat und Bürgerschaft der Stadt Friedberg
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Urkunden der ehemaligen Provinz Oberhessen >> 6 Orte, Buchstabe F >> 6.13 Friedberg
1386 Juli 14
Friedberg, Burg
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: 1386 .... p. f. Margarete
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Friedberg: Beschwerden-Vortrag der Burg Friedberg vor Mainz und Pfalz gegen Rat und Bürgerschaft der Stadt Friedberg
Vermerke (Urkunde): Deskriptoren: Gattenhofen=Goldstein v. Gattenhofen
Vermerke (Urkunde): Deskriptoren: Burggericht
Vermerke (Urkunde): Deskriptoren: Klage
Judaica 111/288: Der Burggraf und des Reiches Burgmannen zu Friedberg an Erzbischof Adolf von Mainz und den Pfalzgrafen Ruprecht d. Ä., oberster Truchseß des Heiligen Römischen Reiches: Sie erheben eine umfängliche, 24 Einzelbeschwerden umfassende Klage gegen den Rat, die Bürger und die Stadt Friedberg. Unter Punkt 12 bringen sie vor, daß die Bürger ohne Wissen der Burg einen ihrer Mitbürger genannt Dorch gefangengenommen, den ebenfalls am Frevel beteiligten Juden Gumprecht aber freigelassen hätten. Nachdem der Burggraf dies als ein oberster Richter in der Stadt erfahren hatte, habe er den Bürgern geboten, auch den Juden festzusetzen, bis über die Sache vor Gericht entschieden worden sei. Als die burggräflichen Gerichtsknechte den Juden fassen wollten, seien sie von den Bürgern weggestoßen worden. Dies aber sei eine schwere Kränkung des dortigen Reichsgerichtes. - Datierung: 1386 Juli 14 - Originaldatierung: sabbato post festum beate Margarete - Formalbeschreibung: Perg.;Ausfertigung
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.