Nachlass der Wilhelmine von Seldneck, Witwe des Markgrafen Wilhelm Ludwig von Baden
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E 29/VIII Nr. 41
E 29/VIII Familienarchiv von Tucher/Jüngere Linie/Leitheimer Zweig
Familienarchiv von Tucher/Jüngere Linie/Leitheimer Zweig
1802 - 1804
Enthält:
1804 Juni, Karlsruhe: Zwei Entwürfe (einer davon vollständig) einer Einigung.
1804 März 10 verstarb Wilhelmine (Christine) von Seldeneck, Witwe des Markgrafen Wilhelm Ludwig, unter Zurücklassen zweier Testamente, nämlich von 1802 November 4 bzw. von 1803 November 28, wonach die beiden einzigen Kinder der Verstorbenen nichts aus deren Nachlass erhalten sollten. Die Kinder: Frau (Wilhelmine Louise) Marquise von Montperny, hier (= Karlsruhe), und Major (Wilhelm Ludwig) von Seldeneck zu Mühlburg.
Haupterbin sollte die älteste Enkelin der Verstorbenen werden, Reichsfreifrau Amalie von Egloffstein, geb. Marquise von Montperny, den Rest der Hinterlassenschaft sollten die anderen Enkel der Verstorbenen aus den Ehen ihrer beiden Kinder erhalten.
Die beiden Kinder einigen sich nun unter Leitung des Badener Hofrats Holzmann, wie folgt:
(Unvollständiger Entwurf) Der Bruder erhält die Hälfte des Nachlasses, insbesondere die zu Mühlburg befindlichen Möbel.
Den Anspruch der Amalie von Egloffstein will deren Mutter befriedigen.
(Vollständiger Entwurf) Major von Seldeneck verzichtet für sich und seine Kinder auf jeden Anspruch auf den Nachlass der Verstorbenen und tritt diese an seine Schwester Wilhelmine Louise von Seldeneck, verheiratete von Montperny, ab. Der Nachlass der Mutter wird hälftig geteilt. Erwähnt Silber laut einem Verzeichnis. Die Möbel verbleiben in Mühlburg, einige wenige ausgenommen. Die Befriedigung der Ansprüche der Tochter A. v. Egloffstein übernimmt die Mutter.
Beteiligt bei Einigung ist auch der Ehemann (Friedrich Camille) Montperny, der als Geheimrat und Oberhofmarschall bezeichnet wird.
Dabei:
1803 Juni 3, Mühlburg: Konzept des Majors (Wilhelm Ludwig von) Seldeneck.
Bittere Vorwürfe gegen die Schwester, die den Schreiber lange im Unklaren über die beiden Testamente gelassen hatte, von denen Schreiber überhaupt nur durch seinen Schwager Montperny erfahren hat. Die Mutter ist nun seit 3 Monaten verstorben, aber Schreiber durfte nicht einmal ein Erinnerungsstück an sich nehmen, da die Schwester alles unter Verschluss hält.
1804 Juni, Karlsruhe: Zwei Entwürfe (einer davon vollständig) einer Einigung.
1804 März 10 verstarb Wilhelmine (Christine) von Seldeneck, Witwe des Markgrafen Wilhelm Ludwig, unter Zurücklassen zweier Testamente, nämlich von 1802 November 4 bzw. von 1803 November 28, wonach die beiden einzigen Kinder der Verstorbenen nichts aus deren Nachlass erhalten sollten. Die Kinder: Frau (Wilhelmine Louise) Marquise von Montperny, hier (= Karlsruhe), und Major (Wilhelm Ludwig) von Seldeneck zu Mühlburg.
Haupterbin sollte die älteste Enkelin der Verstorbenen werden, Reichsfreifrau Amalie von Egloffstein, geb. Marquise von Montperny, den Rest der Hinterlassenschaft sollten die anderen Enkel der Verstorbenen aus den Ehen ihrer beiden Kinder erhalten.
Die beiden Kinder einigen sich nun unter Leitung des Badener Hofrats Holzmann, wie folgt:
(Unvollständiger Entwurf) Der Bruder erhält die Hälfte des Nachlasses, insbesondere die zu Mühlburg befindlichen Möbel.
Den Anspruch der Amalie von Egloffstein will deren Mutter befriedigen.
(Vollständiger Entwurf) Major von Seldeneck verzichtet für sich und seine Kinder auf jeden Anspruch auf den Nachlass der Verstorbenen und tritt diese an seine Schwester Wilhelmine Louise von Seldeneck, verheiratete von Montperny, ab. Der Nachlass der Mutter wird hälftig geteilt. Erwähnt Silber laut einem Verzeichnis. Die Möbel verbleiben in Mühlburg, einige wenige ausgenommen. Die Befriedigung der Ansprüche der Tochter A. v. Egloffstein übernimmt die Mutter.
Beteiligt bei Einigung ist auch der Ehemann (Friedrich Camille) Montperny, der als Geheimrat und Oberhofmarschall bezeichnet wird.
Dabei:
1803 Juni 3, Mühlburg: Konzept des Majors (Wilhelm Ludwig von) Seldeneck.
Bittere Vorwürfe gegen die Schwester, die den Schreiber lange im Unklaren über die beiden Testamente gelassen hatte, von denen Schreiber überhaupt nur durch seinen Schwager Montperny erfahren hat. Die Mutter ist nun seit 3 Monaten verstorben, aber Schreiber durfte nicht einmal ein Erinnerungsstück an sich nehmen, da die Schwester alles unter Verschluss hält.
Umfang/Beschreibung: 3 Prod
Archivale
Bemerkungen: Zu den Personen siehe Nr. 52
Bemerkungen: Der Text des Wilhelm Ludwig von Seldeneck lag nach der jetzigen Nr. 78, konnte hier unschwer inseriert werden
Indexbegriff Person: Egloffstein, Amalie von - geb von Montperny
Indexbegriff Person: Holzmann, N (Hofrat Karlsruhe)
Indexbegriff Person: Montperny, Amalie von - verh von Egloffstein
Indexbegriff Person: Montperny, Friedrich Camille von
Indexbegriff Person: Montperny, Wilhelmine Louise von - geb von Seldeneck
Indexbegriff Person: Seldeneck, Wilhelm Ludwig von
Indexbegriff Person: Seldeneck, Wilhelmine Christine von - geb Schortmann
Indexbegriff Person: Seldeneck, Wilhelmine Louise von - verh von Montperny
Indexbegriff Person: Wilhelm Ludwig Markgraf von Baden
Bemerkungen: Der Text des Wilhelm Ludwig von Seldeneck lag nach der jetzigen Nr. 78, konnte hier unschwer inseriert werden
Indexbegriff Person: Egloffstein, Amalie von - geb von Montperny
Indexbegriff Person: Holzmann, N (Hofrat Karlsruhe)
Indexbegriff Person: Montperny, Amalie von - verh von Egloffstein
Indexbegriff Person: Montperny, Friedrich Camille von
Indexbegriff Person: Montperny, Wilhelmine Louise von - geb von Seldeneck
Indexbegriff Person: Seldeneck, Wilhelm Ludwig von
Indexbegriff Person: Seldeneck, Wilhelmine Christine von - geb Schortmann
Indexbegriff Person: Seldeneck, Wilhelmine Louise von - verh von Montperny
Indexbegriff Person: Wilhelm Ludwig Markgraf von Baden
Karlsruhe
Mühlburg
Erbeinigung
Konzept
Todesfall
Markgraf, Baden
Marquise
Major
Haupterbin
Hofrat, Baden
Erbteile
Möbel
Erbanspruch
Silber
Inventar
Geheimrat, Baden
Oberhofmarschall, Baden
Familienstreit
Erinnerungsstück
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.06.2025, 13:00 MESZ
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