Amt Kühndorf (Bestand)
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D 20 (Benutzungsort: Wernigerode)
Landesarchiv Sachsen-Anhalt (Archivtektonik) >> 01. Territoriale Vorgänger der preußischen Provinz Sachsen (902 - 1807/16) >> 01.04. Kursächsische Gebiete >> 01.04.01. Kurfürstentum/Königreich Sachsen >> 01.04.01.03. Akten >> 01.04.01.03.02. Lokale Verwaltungs- und Gerichtsbehörden >> 01.04.01.03.02.01. Ämter
(1358 -) 1554 - 1817
Findhilfsmittel: Findbuch (online recherchierbar); vorläufiger Stand
Registraturbildner: Das Amt Kühndorf war ein Amt des albertinisch-sächsischen Anteils der gefürsteten Grafschaft Henneberg, das 1816 an den Regierungsbezirk Erfurt der neugebildeten preußischen Provinz Sachsen gelangte. Bereits 1680 war das unmittelbar an das Amt Kühndorf anstoßende Zehntgericht Benshausen dem Amt Kühndorf angegliedert worden.
Das Amt Kühndorf war ursprünglich ein Teil des henneberg-römhildischen Amtes Schwarza, das nach dem Tod des letzten Grafen von Henneberg-Römhild 1549 aufgeteilt wurde. Den Flecken Schwarza und dazugehörige Wüstung Schwadenbach erhielten die Grafen zu Stolberg, das restliche Amtsgebiet die Grafen von Henneberg-Schleusingen, die den Amtssitz von Schwarza nach Kühndorf verlegten.
Zum Amt Kühndorf gehörten:
- die sieben Dörfer: Christes, Dietzhausen, Dillstädt, Kühndorf, Mäbendorf, Rohr und Wichtshausen (bis 1681 auch Utendorf und das halbe Dorf Mehlis)
- neun Wüstungen (u. a. Germelshausen, Sieholz).
Im Amt lagen auch die zwei Kammergüter Kühndorf und Rohr.
Zum Zehntgericht Benshausen gehörten:
- die Dörfer Benshausen und Ebertshausen, bis zu Beginn des 17. Jahrhunderts auch Viernau.
Bestandsinformationen: Die nicht mehr benötigten Archivalien der Ämter Kühndorf und Benshausen gelangten nach der endgültigen Auflösung der ehemals sächsischen Behörden in das Archiv des neugebildeten Landkreises Schleusingen. Dort wurden sie zwischen 1830 und 1840 wahrscheinlich vom Kreissekretär Beyer gemeinsam mit den Archivalien des Oberaufseheramtsarchiv Schleusingen erschlossen.
1898 ist der gesamte Bestand vom Staatsarchiv Magdeburg übernommen und als spätere Rep. A 33 aufgestellt worden. Die Akten des sächsischen Amtes Kühndorf wurden dabei unter der Repositur L (später Lb) zusammengefasst. 1929 lieferte man die Archivalien aus der Zeit vor 1583, die sich auf die Grafschaft Henneberg beziehen, an das heutige Thüringische Staatsarchiv Meiningen ab.
Wohl zu Beginn der sechziger Jahre des 20. Jahrhunderts gliederte man die Archivalien des Amtes Kühndorf und Benshausen aus dem Bestand Rep. A 33 aus und bildete den neuen Bestand Rep. D Kühndorf-Benshausen, behielt jedoch das alte Findbuch bei.
2005 wurde eine Neuerschließung des Bestandes vorgenommen. Dr. Brückner ordnete u.a. die Rechnungen des Ämter Kühndorf und Benshausen, die nach 1816 an das Regierungsarchiv Erfurt (Altes Erfurter Repertorium 30, II.c Benshausen und X.h Kühndorf) gelangt waren und arbeitete aus dem Bestand „Rep. A 33 Grafschaft Henneberg“ mehrere Archivalien ein, die nachweislich im Amt Kühndorf und Benshausen angelegt worden waren.
Bei der weiteren Bearbeitung des Bestandes A 33 fallen noch weitere Archivalien mit der Provenienz Amt Kühndorf und Benshausen an, die in den vorliegenden Bestand noch eingearbeitet werden müssen.
Zusatzinformationen: Literatur:
- Gesamtübersicht über die Bestände des Landeshauptarchivs Magdeburg, Bd II, Halle (Saale) 1955, S. 376 (ausführliche Zusammenstellung)
- Schumann, August: Vollständiges Staats-, Post- und Zeitungs-Lexikon von Sachsen, 1. Bd., Zwickau 1814, S. 286-289 (Zehntgericht Benshausen)
- Schumann, August: Vollständiges Staats-, Post- und Zeitungs-Lexikon von Sachsen, 5. Bd., Zwickau 1818, S. 239-240 (Amt Kühndorf)
- Schumann, August und Schiffner, Albert: Vollständiges Staats-, Post- und Zeitungs-Lexikon von Sachsen, 17. Bd., Zwickau 1830, S. 650-651 (Amt Kühndorf, Nachtrag)
Registraturbildner: Das Amt Kühndorf war ein Amt des albertinisch-sächsischen Anteils der gefürsteten Grafschaft Henneberg, das 1816 an den Regierungsbezirk Erfurt der neugebildeten preußischen Provinz Sachsen gelangte. Bereits 1680 war das unmittelbar an das Amt Kühndorf anstoßende Zehntgericht Benshausen dem Amt Kühndorf angegliedert worden.
Das Amt Kühndorf war ursprünglich ein Teil des henneberg-römhildischen Amtes Schwarza, das nach dem Tod des letzten Grafen von Henneberg-Römhild 1549 aufgeteilt wurde. Den Flecken Schwarza und dazugehörige Wüstung Schwadenbach erhielten die Grafen zu Stolberg, das restliche Amtsgebiet die Grafen von Henneberg-Schleusingen, die den Amtssitz von Schwarza nach Kühndorf verlegten.
Zum Amt Kühndorf gehörten:
- die sieben Dörfer: Christes, Dietzhausen, Dillstädt, Kühndorf, Mäbendorf, Rohr und Wichtshausen (bis 1681 auch Utendorf und das halbe Dorf Mehlis)
- neun Wüstungen (u. a. Germelshausen, Sieholz).
Im Amt lagen auch die zwei Kammergüter Kühndorf und Rohr.
Zum Zehntgericht Benshausen gehörten:
- die Dörfer Benshausen und Ebertshausen, bis zu Beginn des 17. Jahrhunderts auch Viernau.
Bestandsinformationen: Die nicht mehr benötigten Archivalien der Ämter Kühndorf und Benshausen gelangten nach der endgültigen Auflösung der ehemals sächsischen Behörden in das Archiv des neugebildeten Landkreises Schleusingen. Dort wurden sie zwischen 1830 und 1840 wahrscheinlich vom Kreissekretär Beyer gemeinsam mit den Archivalien des Oberaufseheramtsarchiv Schleusingen erschlossen.
1898 ist der gesamte Bestand vom Staatsarchiv Magdeburg übernommen und als spätere Rep. A 33 aufgestellt worden. Die Akten des sächsischen Amtes Kühndorf wurden dabei unter der Repositur L (später Lb) zusammengefasst. 1929 lieferte man die Archivalien aus der Zeit vor 1583, die sich auf die Grafschaft Henneberg beziehen, an das heutige Thüringische Staatsarchiv Meiningen ab.
Wohl zu Beginn der sechziger Jahre des 20. Jahrhunderts gliederte man die Archivalien des Amtes Kühndorf und Benshausen aus dem Bestand Rep. A 33 aus und bildete den neuen Bestand Rep. D Kühndorf-Benshausen, behielt jedoch das alte Findbuch bei.
2005 wurde eine Neuerschließung des Bestandes vorgenommen. Dr. Brückner ordnete u.a. die Rechnungen des Ämter Kühndorf und Benshausen, die nach 1816 an das Regierungsarchiv Erfurt (Altes Erfurter Repertorium 30, II.c Benshausen und X.h Kühndorf) gelangt waren und arbeitete aus dem Bestand „Rep. A 33 Grafschaft Henneberg“ mehrere Archivalien ein, die nachweislich im Amt Kühndorf und Benshausen angelegt worden waren.
Bei der weiteren Bearbeitung des Bestandes A 33 fallen noch weitere Archivalien mit der Provenienz Amt Kühndorf und Benshausen an, die in den vorliegenden Bestand noch eingearbeitet werden müssen.
Zusatzinformationen: Literatur:
- Gesamtübersicht über die Bestände des Landeshauptarchivs Magdeburg, Bd II, Halle (Saale) 1955, S. 376 (ausführliche Zusammenstellung)
- Schumann, August: Vollständiges Staats-, Post- und Zeitungs-Lexikon von Sachsen, 1. Bd., Zwickau 1814, S. 286-289 (Zehntgericht Benshausen)
- Schumann, August: Vollständiges Staats-, Post- und Zeitungs-Lexikon von Sachsen, 5. Bd., Zwickau 1818, S. 239-240 (Amt Kühndorf)
- Schumann, August und Schiffner, Albert: Vollständiges Staats-, Post- und Zeitungs-Lexikon von Sachsen, 17. Bd., Zwickau 1830, S. 650-651 (Amt Kühndorf, Nachtrag)
Laufmeter: 11.5
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
14.04.2025, 08:12 MESZ
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- 01.04. Kursächsische Gebiete (Tektonik)
- 01.04.01. Kurfürstentum/Königreich Sachsen (Tektonik)
- 01.04.01.03. Akten (Tektonik)
- 01.04.01.03.02. Lokale Verwaltungs- und Gerichtsbehörden (Tektonik)
- 01.04.01.03.02.01. Ämter (Tektonik)
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