Bf Bernhard von Paderborn bestätigt, daß Heinrich von Gehrden ein Benediktinerinnenkloster gegründet hat, dem er seinen Besitz in Gehrden und Sedeshem übereignet hat. Ferner hat er dafür gesorgt, daß Gf Hermann die villa Hampenhusen, die Heinrich als Lehen besessen hatte, demselben Kloster übertragen hat. Das Kloster und alle seine Bestitzungen hat Heinrich der Kirche und dem heiligen Liborius unterstellt und es von aller Gewalt, bis auf die bischöfliche Gewalt, befreit. Bf Bernhard verlegte das Kloster, das bisher in Iburg bestanden hat, wegen der Kargheit des Ortes nach Gehrden, bestätigte ihm alle seine Rechte und schenkte ihm Grundbesitz und Rechte in den folgenden Orten: die Zehnten in Gehrden, Sedeshem und Hampenhusen, zwei Hufen und den Zehnten in Withen, eine weitere Hufe dort, den Zehnten in Waldrictorp, fünf Hufen und den Zehnten in Hostem und vier Hufen in Frohnhausen. Andere, namentlich nicht genannte Personen schenkten dem Kloster je ein Haus in Vrodenhusen, Dalsen, Hederen, Hadesen, Thideshem und Liuderwardeshem. Der Bf bestimmt, daß die Nonnen und Mönche in Gehrden nach der Benediktsregel leben sollen und das Recht der freien Abts- und Vogtswahl haben sollen. Der Aussteller kündigt sein Siegel an und benennt Zeugen. Acta sunt hec anno dominice incarnationis millesimo centesimo quinquagesimo tercio, indictione prima, regnante domino Frederico Romanorum rege anno regni ejus secundo, presidente in cathedra Patherburnensi venerabili domino Bernardo anno ordinationis eius vicesimo sexto.