van Tricht, Käte (Bestand)
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7.165
Staatsarchiv Bremen (Archivtektonik) >> Gliederung >> 7. Nichtamtliche Überlieferung >> 7.1. Nachlässe von Einzelpersonen und Familien >> Nachlässe T - Z
1919-1997
Enthält: Konzerttätigkeit 1928-1996 - Persönliche Papiere - Memoiren - Korrespondenz - Fotografien
Geschichte des Bestandsbildners: Die langjährige Organistin am Bremer Dom Käte van Tricht wurde am 22.10.1909 in Berlin als Berta Käte Nagel geboren. Sie war die Tochter von Anna Meta Nagel, geb. Asendorf und Johannes Salomon Bremer. Nachdem ihre Mutter den Kapellmeister Paulus Cornelius van Tricht ehelichte, nahm auch sie am 1.2.1913 dessen Nachnamen an.
Sie wuchs in Berlin und Bremen auf, besuchte das Lyzeum von Janson, studierte u.a. an der Bremer Musikschule und wurde 1930 Organistin an der Kirche in Walle. 1933 wurde sie schließlich als Organistin an den Bremer Dom gerufen. Neben dem Organistenamt war sie in Konzerten, für Funk und Plattenaufnahmen, für das Theater und die Musikschule tätig. Van Trichts Leben ist geprägt von Ortswechseln: Nach Studien in Berlin, Leipzig und Stuttgart machte sie im 2. Weltkrieg Tourneen zur Wehrmachtbetreuung. Nach dem Krieg unternahm sie als Organistin und Cembalistin Konzertreisen im In- und Ausland, die sie etwa 1964 nach Amerika führten. Nach ihrer Pensionierung 1974 war sie Organistin an der St. Jürgen-Kapelle des Zentralkrankenhauses.
Käte van Tricht hatte väterlicherseits jüdische Großeltern, was ihre Anstellung am Dom während der NS-Zeit zeitweise in Gefahr brachte. Auch nach 1945 gab es arbeitsrechtliche Auseinandersetzungen. Nach ihrer Heirat mit Wolf Siegert, geb. am 1.7.1917 in Berlin, am 2.6.1948 nahm sie dessen Nachnamen an, führte jedoch van Tricht als Künstlernamen weiter. Sie verstarb am 13.7.1996. Anlässlich ihres 100. Geburtstages fand am 22.10.2009 ein Festkonzert im Dom statt.
Bestandsgeschichte: Der Nachlass umfasst 10 Kartons und gelangte in mehreren Ablieferungen ins Staatsarchiv (22.9.1986, 20.5.1999, 7.8.2000). Er besteht etwa zur Hälfte aus einer Sammlung von Presseartikeln, Broschüren und Programmen, enthält aber auch Arbeitsmaterial, persönliche Aufzeichnungen sowie Fotos und Erinnerungsstücke. Eine grobe Erfassung des Bestandes erfolgte 2015.
Geschichte des Bestandsbildners: Die langjährige Organistin am Bremer Dom Käte van Tricht wurde am 22.10.1909 in Berlin als Berta Käte Nagel geboren. Sie war die Tochter von Anna Meta Nagel, geb. Asendorf und Johannes Salomon Bremer. Nachdem ihre Mutter den Kapellmeister Paulus Cornelius van Tricht ehelichte, nahm auch sie am 1.2.1913 dessen Nachnamen an.
Sie wuchs in Berlin und Bremen auf, besuchte das Lyzeum von Janson, studierte u.a. an der Bremer Musikschule und wurde 1930 Organistin an der Kirche in Walle. 1933 wurde sie schließlich als Organistin an den Bremer Dom gerufen. Neben dem Organistenamt war sie in Konzerten, für Funk und Plattenaufnahmen, für das Theater und die Musikschule tätig. Van Trichts Leben ist geprägt von Ortswechseln: Nach Studien in Berlin, Leipzig und Stuttgart machte sie im 2. Weltkrieg Tourneen zur Wehrmachtbetreuung. Nach dem Krieg unternahm sie als Organistin und Cembalistin Konzertreisen im In- und Ausland, die sie etwa 1964 nach Amerika führten. Nach ihrer Pensionierung 1974 war sie Organistin an der St. Jürgen-Kapelle des Zentralkrankenhauses.
Käte van Tricht hatte väterlicherseits jüdische Großeltern, was ihre Anstellung am Dom während der NS-Zeit zeitweise in Gefahr brachte. Auch nach 1945 gab es arbeitsrechtliche Auseinandersetzungen. Nach ihrer Heirat mit Wolf Siegert, geb. am 1.7.1917 in Berlin, am 2.6.1948 nahm sie dessen Nachnamen an, führte jedoch van Tricht als Künstlernamen weiter. Sie verstarb am 13.7.1996. Anlässlich ihres 100. Geburtstages fand am 22.10.2009 ein Festkonzert im Dom statt.
Bestandsgeschichte: Der Nachlass umfasst 10 Kartons und gelangte in mehreren Ablieferungen ins Staatsarchiv (22.9.1986, 20.5.1999, 7.8.2000). Er besteht etwa zur Hälfte aus einer Sammlung von Presseartikeln, Broschüren und Programmen, enthält aber auch Arbeitsmaterial, persönliche Aufzeichnungen sowie Fotos und Erinnerungsstücke. Eine grobe Erfassung des Bestandes erfolgte 2015.
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Bestand
Literatur: Herbert Schwarzwälder: Art. "Tricht, Käte van", in: Das Große Bremen-Lexikon, Bd. 2, Bremen 2003, S. 894. "Mein Leben auf der Walze: Festkonzert zum 100. Geburtstag von Käte van Tricht", Veranstaltung der Bremer Domusik in Kooperation mit der Hochschule für Künste, Bremen 2009. "Schicksale Bremer Christen jüdischer Abstammung nach 1933" (= Hospitium Ecclesiae - Forschungen zur bremischen Kirchengeschichte 23), hrsg. im Auftrag der Kommission für bremische Kirchengeschichte von Bodo Heyne und Kurd Schulz, Bremen 2009.
Benutzung: Für den Bestand gelten besondere Benutzungsregelungen, bitte wenden Sie sich für Bestellungen an das Staatsarchiv Bremen.
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
30.06.2025, 11:55 AM CEST