Cuo*ntz Wanner von Waggershausen (Waugershusen) schließt mit Priorin und Konvent des Klosters Löwental eine Vereinbarung, nachdem er auf Bitten des Grafen Wilhelm von Montfort, Herrn zu Tettnang, aus der Gefangenschaft von Kloster Löwental entlassen wurde, in die er wegen Nichtbezahlung von Zinsen als Leibeigener geraten war. Ausst. soll das Gut Waggershausen für 3 Jahre ab dem nächsten Waldburgatag zum selben Zins haben wie bisher. Der Zins ist jährlich fällig an Martini, bzw. 14 Tage vorher oder nachher, und beträgt im ersten und zweiten Jahr jeweils 5 Scheffel Korn und 7 ß d, im dritten Jahr 4 Scheffel Korn und 6 ß d. Er verspricht auch den ausständigen Zins in Höhe von 14 Scheffel Korn und 1 lb d zu bezahlen. Nach 3 Jahren fällt das Gut an das Kloster zurück und Ausst. hat keinen Anspruch, weiter auf dem Gut zu bleiben, es sei denn, er würde mit dem Kloster in Freundschaft übereinkommen, daß sie ihm dieses weiterhin überliessen. Seine Kinder, die Bürger von Buchhorn geworden sind, will Ausst. sich bemühen, wieder in die Leibeigenschaft des Klosters zu bringen. Ausst. schwört Urfehde. Als Bürgen benennt Ausst. Jos Winter von Seemoos (Semos), Haintz Eberlin von Kestenbach, Hans Henlin von Hofen, Hans Decker der Ältere von Wannenhäusern (Wannenhusen) und Rudi Lue*b von Windhag. Bei Nichterfüllung der Bedingungen sind außerdem 50 lb d fällig.
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Cuo*ntz Wanner von Waggershausen (Waugershusen) schließt mit Priorin und Konvent des Klosters Löwental eine Vereinbarung, nachdem er auf Bitten des Grafen Wilhelm von Montfort, Herrn zu Tettnang, aus der Gefangenschaft von Kloster Löwental entlassen wurde, in die er wegen Nichtbezahlung von Zinsen als Leibeigener geraten war. Ausst. soll das Gut Waggershausen für 3 Jahre ab dem nächsten Waldburgatag zum selben Zins haben wie bisher. Der Zins ist jährlich fällig an Martini, bzw. 14 Tage vorher oder nachher, und beträgt im ersten und zweiten Jahr jeweils 5 Scheffel Korn und 7 ß d, im dritten Jahr 4 Scheffel Korn und 6 ß d. Er verspricht auch den ausständigen Zins in Höhe von 14 Scheffel Korn und 1 lb d zu bezahlen. Nach 3 Jahren fällt das Gut an das Kloster zurück und Ausst. hat keinen Anspruch, weiter auf dem Gut zu bleiben, es sei denn, er würde mit dem Kloster in Freundschaft übereinkommen, daß sie ihm dieses weiterhin überliessen. Seine Kinder, die Bürger von Buchhorn geworden sind, will Ausst. sich bemühen, wieder in die Leibeigenschaft des Klosters zu bringen. Ausst. schwört Urfehde. Als Bürgen benennt Ausst. Jos Winter von Seemoos (Semos), Haintz Eberlin von Kestenbach, Hans Henlin von Hofen, Hans Decker der Ältere von Wannenhäusern (Wannenhusen) und Rudi Lue*b von Windhag. Bei Nichterfüllung der Bedingungen sind außerdem 50 lb d fällig.
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 471 U 66
B 471L U 122
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 471 Löwental, Dominikanerinnenkloster
Löwental, Dominikanerinnenkloster >> Urkunden
1429 Mai 20 (fritag vor sant Urbans tag)
Urkunden
Siegler: Sr.: Graf Wilhelm von Montfort, Jerg Kroe*l, Unterlandvogt, Heinrich von Arnsperg auf Bitten des Ausst. und der Bürgen.
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 3 Sg. abg.
Vermerke: Rv.: Ausst. hat den Zins 3 Jahre lang nicht ordentlich bezahlt. Daher hat das Kloster ihm das Lehen entzogen. Er hat jedoch eidlich Besserung versprochen.
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 3 Sg. abg.
Vermerke: Rv.: Ausst. hat den Zins 3 Jahre lang nicht ordentlich bezahlt. Daher hat das Kloster ihm das Lehen entzogen. Er hat jedoch eidlich Besserung versprochen.
Ansberg, Heinrich von; Vogt
Decker, Hans, d. Ä.
Eberlin, Haintz
Henlin, Hans
Kroe*l, Jerg, Unterlandvogt
Lue*b, Rudi
Montfort, Wilhelm von; Graf
Wanner, Cuo*ntz
Winter, Jos
Hofen : Friedrichshafen FN
Kestenbach, Lage unbek.
Seemoos : Friedrichshafen FN
Tettnang FN
Waggershausen : Friedrichshafen FN
Wannenhäusern : Ettenkirch, Friedrichshafen FN
Windhag : Friedrichshafen FN
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
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21.11.2025, 3:31 PM CET
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