Margarete von Eufingen ('Eyffingen') bekundet: Sie ist vor etlichen Jahren beredet worden, in das Kloster Klarenthal einzutreten, und hat dort als Ordensperson gelebt; da aber das Klosterleben inzwischen in merklichen Abgang geraten ist und es auch gefährlich und unsicher erscheint, in dergleichen 'Feldklöstern' zu wohnen, hat sie den Grafen Philipp von Nassau mehrmals gebeten, ihr zu erlauben, aus dem Kloster wieder zu ihrer Verwandtschaft zu ziehen, und sie abzufertigen, damit sie sich bei ihrer Verwandtschaft erhalten könne. Graf Philipp hat dies zuletzt auch bewilligt. Sie erhält zur Abfertigung 40 Gulden an barem Geld und alles, was zu ihrem Leib gehörig ist, und verzichtet auf alle Forderungen und Ansprüche an das Kloster, dessen Nachfolger und an den Grafen von Nassau als des Klosters Fundator und Schutzherrn. Dies unwiderruflich zu halten, hat sie einen Eid zu Gott und dem Evangelium geschworen.
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Margarete von Eufingen ('Eyffingen') bekundet: Sie ist vor etlichen Jahren beredet worden, in das Kloster Klarenthal einzutreten, und hat dort als Ordensperson gelebt; da aber das Klosterleben inzwischen in merklichen Abgang geraten ist und es auch gefährlich und unsicher erscheint, in dergleichen 'Feldklöstern' zu wohnen, hat sie den Grafen Philipp von Nassau mehrmals gebeten, ihr zu erlauben, aus dem Kloster wieder zu ihrer Verwandtschaft zu ziehen, und sie abzufertigen, damit sie sich bei ihrer Verwandtschaft erhalten könne. Graf Philipp hat dies zuletzt auch bewilligt. Sie erhält zur Abfertigung 40 Gulden an barem Geld und alles, was zu ihrem Leib gehörig ist, und verzichtet auf alle Forderungen und Ansprüche an das Kloster, dessen Nachfolger und an den Grafen von Nassau als des Klosters Fundator und Schutzherrn. Dies unwiderruflich zu halten, hat sie einen Eid zu Gott und dem Evangelium geschworen.
18, U 105
18 Kloster Klarenthal, Klarissen
Kloster Klarenthal, Klarissen >> Urkunden >> 1501-1600
1559 Januar 27
Original, Pergament, deutsch, Siegel des Christoffel von Lindau fehlt
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Geben freitags den siebenundzweintzigsten tag Januarii. Nach der gepurt Jhesu Christi unsers seligmachers tausent funfhundert und illl neunundfunffzigsten jare
Vermerke (Urkunde): Siegler: Christoffel von Lindau
Vermerke (Urkunde): Siegler: Christoffel von Lindau
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
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17.06.2025, 14:07 MESZ