A Rep. 022-01 Chemotechnikerschule der Stadt Berlin (Bestand)
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A Rep. 022-01
Landesarchiv Berlin (Archivtektonik) >> A Bestände vor 1945 >> A 2 Magistrat der Stadt Berlin >> A 2.4 Nachgeordnete städtische Behörden und Einrichtungen >> A Rep. 022-ff Städtische Berufsschulen
1924 - 1953
Vorwort: A Rep. 022-01 Chemotechnikerschule der Stadt Berlin
1. Schulgeschichte
Bereits seit 1874 existierte eine Höhere Fachschule für Textil- und Bekleidungsindustrie, die 1914, das in den Jahren 1910-1914 von Ludwig Hoffmann errichtete, Schulgebäude am Warschauer Platz 6-8, in Berlin O 17 bezog. Eine chemische Abteilung beschäftigte sich mit der Färbereichemie, die Prof. Hömberg unterstand. Er hielt bereits damals schon gesonderte Lehrgänge für die Laboranten ab. Nach Kriegsende 1918 wurden diese Chemiekurse bzw. Laborantenschulungen als Weiterbildung ungelernter Textil- bzw. Chemiearbeiter absolviert. Nach dem Tode Prof. Hömbergs führten seine Nachfolger Dr. Willy Dahse und Hans Frankenberg seine Ideen fort, indem sie einen neuen Lehrplan aufstellten und die neue Berufsbezeichnung "Chemotechniker" prägten. Die erste Abendabteilung wurde im Wintersemester 1922/1923 eingeführt.
Die Chemotechnikerschule der Stadt Berlin entstand dann im Jahr 1924 aus den Fachchemiekursen an der Höheren Textil- und Modeschule Berlin. Bereits 19126 wurde dann der erste Tageslehrgang mit drei Semestern zu 40 Wochenstunden eröffnet. 1928 erließ die Provinzialschulbehörde eine Verordnung über die Ausbildung von Chemotechnikern. Danach konnte die fünfsemestrige Abendausbildung nur nach einer drei bis vierjährigen Industriepraxis begonnen werden. Für die dreisemestrige Tagesschule verlangte man eine mindestens zweijährige Vorpraxis. Alle Bewerber mussten eine Aufnahmeprüfung ablegen.
Ab 1935 wurde Studienrat Dr. Erich Lüder als Leiter der Chemotechniker-Schule eingesetzt. Dieser begann erfolgreich mit der grundlegenden Reformierung des Berufsbildes. Er hatte dieses Amt bis 1951 inne und erhielt später eine Professur an der Humboldt-Universität zu Berlin. 1935 wurden nur vier Tagesklassen und zwei Abendklassen mit 140 Hörern unterhalten, während es 1937 bereits sechs Tagesklassen und drei Abendklassen mit 200 Hörern waren. Obwohl formell selbstständig, wurde der Chemotechniker-Schule erst 1937 ein eigenes Schulbüro sowie ein eigenes Etat bewilligt. Der Unterricht bestand u.a. aus theoretischen Fächern wie z.B. anorganische Chemie, chemisches Fachrechnen sowie Physik und chemischen Experimenten. Ein Teil des Unterrichts fand im Laboratorium der damaligen Beuthschule, Abteilung Berlin O 17, Naglerstraße 3, statt. Dieses Gebäude konnte die Chemotechniker-Schule ab ca. 1942 für sich allein nutzen, war jedoch ab 1944 durch Bombenschäden nicht mehr benutzbar. Seit 1942 wurde die zweisemestrige Ausbildung zum Chemie-Ingenieur eingerichtet.
Die Schule erfuhr im Laufe ihres Bestehens mehrfache Umbenennungen, welche da lauteten:
- Chemotechnikerschule an der Höhreren Fachschule für Textil- und Bekleidungsindustie (1924-1932)
- Chemotechnikerschule an der Höhreren Texil- und Modeschule der Stadt Berlin (1932-1934)
- Chemotechnikerschule der Reichtshauptstadt (1934-1945)
- Chemotechnikerschule der Stadt Berlin (1946-1947)
- Chemieingenieursschule von Groß-Berlin (1947-1956)
- Ingenieurfachschule für Chemie Berlin (1956-1991)
- Staatliche Technikerschule Berlin (Seit 1991)
Nachdem am 1. März 1945 die Zeugnisse des 42. Chemotechniker-Lehrgangs ausgestellt wurden, wurde der Lehrbetrieb aufgrund der näher rückenden Front vermutlich schon bald darauf eingestellt. Schon im Frühjahr 1946 konnte wieder ein geregelter Lehrbetrieb aufgenommen werden. Hierbei konnten auch Schüler, die im März 1945 noch nicht zu den Prüflingen gehörten, ihre Lehrzeit weiterführen und ihre Abschlüsse ebenfalls erreichen. Die Chemotechnikerschule behielt ihren Standort in der Naglerstraße 3 in Berlin-Friedrichshain.
Von 1947-1961 fungierte die Schule als Fachschule für Chemie mit einer Ausbildung von Ingenieuren in einem dreijährigen Direkt- oder fünfjährigen Abendstudium, von Chemisch-technischen Assistenten in einem zweijährigen Direktstudium und von Meistern in einem zweijährigen kombinierten Studium. Nach 1961 wurden nur noch Ingenieure ausgebildet. Die Zuständigkeit für die Ingenieur-Fachschule wechselte 1953 vom Magistrat von Berlin zum Staatssekretariat für Hoch- und Fachschulwesen.
1991 vereinigte sich die Ingenieurfachschule für Chemie mit der ehemaligen West-Berliner "Staatliche Technikerschule Berlin".
2. Bestandsgeschichte
Der Bestand umfasst 120 Akten (3,50 lfm) mit der Laufzeit 1921 bis 1953, mit jeweils kleinen Vor- und Nachlaufzeiten. Der überwiegende Teil des Bestands besteht aus Prüfungen, Zeugnisduplikaten und Notenbögen.
Der Bestand befand sich vermutlich noch bis Mitte der 1990er Jahre im Besitz der Ingenieurfachschule für Chemie Berlin (Ab 1991: Staatliche Technikerschule Berlin, Abteilung Chemie und Umweltschutz). Darauf lassen einzelne Dokumente in den Akten rückschließen, wonach mit diesen noch bis in den 1990er Jahren gearbeitet wurde. Das Landesarchiv Berlin konnte den Bestand im Oktober 2000 unter der Zugangsnummer 5517 von der damaligen Gutachterstelle für deutsches Schul-und Studienwesen übernehmen. Daraufhin wurde er in säurefreien Archivkartons im Magazin gelagert.
Im Rahmen der Ausbildung zum Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste (Fachrichtung Archiv) wurde der Bestand vom 05.01.2015 - 04.02.2015 in seiner Gesamtheit unter archivischen Gesichtspunkten chronologisch neu geordnet. Darauffolgend wurden die technische Bearbeitung (Umbettung in säurefreie Aktendeckel sowie die Entmetallisierung) und eine erweiterte Verzeichnung durchgeführt.
Die Akten wurden mit der Software Augias.Archiv 8.3 verzeichnet und sind über die Findmittel Datenbank und Findbuch nutzbar.
Zahlreiche Akten sind auf Grund archivgesetzlicher Bestimmungen bzw. der EU-Datenschutz-Grundverordnung für die Benutzung befristet gesperrt. Eine Verkürzung der Schutzfristen kann auf Antrag erfolgen. Dazu bedarf es der besonderen Zustimmung des Landesarchivs.
Der Bestand wird wie folgt zitiert: Landesarchiv Berlin, A Rep. 022-01, Nr. … .
3. Korrespondierende Bestände
A Rep. 001-06 - Magistrat der Stadt Berlin, Personalbüro
A Rep. 022 - Magistrat der Stadt Berlin, Deputation für das Berufs- und Fachschulwesen
C Rep. 120 Magistrat von Berlin, Abteilung Volksbildung
C Rep. 135-02-02 - Rat des Stadtbezirks Friedrichshain, Ratssitzungen
4. Literatur- und Quellenverzeichnis
Magistrat von Berlin: Übersicht über das Berufs- und Fachschulwesen der Reichshauptstadt Berlin nach dem Stande vom 01.11.1936, S.76-79.
Magistrat von Berlin: Übersicht über das Berufs- und Fachschulwesen der Stadt Berlin nach dem Stande vom 01.05.1928, S. 124-127.
Wefeld, Hans Joachim: Ingenieure aus Berlin. 300 Jahre technisches Schulwesen. Berlin, 1988, S. 376-380; S. 539-544.
Berlin, Januar/Juni 2015 Stephan Soppa und Dominic Mocker / Kerstin Bötticher
1. Schulgeschichte
Bereits seit 1874 existierte eine Höhere Fachschule für Textil- und Bekleidungsindustrie, die 1914, das in den Jahren 1910-1914 von Ludwig Hoffmann errichtete, Schulgebäude am Warschauer Platz 6-8, in Berlin O 17 bezog. Eine chemische Abteilung beschäftigte sich mit der Färbereichemie, die Prof. Hömberg unterstand. Er hielt bereits damals schon gesonderte Lehrgänge für die Laboranten ab. Nach Kriegsende 1918 wurden diese Chemiekurse bzw. Laborantenschulungen als Weiterbildung ungelernter Textil- bzw. Chemiearbeiter absolviert. Nach dem Tode Prof. Hömbergs führten seine Nachfolger Dr. Willy Dahse und Hans Frankenberg seine Ideen fort, indem sie einen neuen Lehrplan aufstellten und die neue Berufsbezeichnung "Chemotechniker" prägten. Die erste Abendabteilung wurde im Wintersemester 1922/1923 eingeführt.
Die Chemotechnikerschule der Stadt Berlin entstand dann im Jahr 1924 aus den Fachchemiekursen an der Höheren Textil- und Modeschule Berlin. Bereits 19126 wurde dann der erste Tageslehrgang mit drei Semestern zu 40 Wochenstunden eröffnet. 1928 erließ die Provinzialschulbehörde eine Verordnung über die Ausbildung von Chemotechnikern. Danach konnte die fünfsemestrige Abendausbildung nur nach einer drei bis vierjährigen Industriepraxis begonnen werden. Für die dreisemestrige Tagesschule verlangte man eine mindestens zweijährige Vorpraxis. Alle Bewerber mussten eine Aufnahmeprüfung ablegen.
Ab 1935 wurde Studienrat Dr. Erich Lüder als Leiter der Chemotechniker-Schule eingesetzt. Dieser begann erfolgreich mit der grundlegenden Reformierung des Berufsbildes. Er hatte dieses Amt bis 1951 inne und erhielt später eine Professur an der Humboldt-Universität zu Berlin. 1935 wurden nur vier Tagesklassen und zwei Abendklassen mit 140 Hörern unterhalten, während es 1937 bereits sechs Tagesklassen und drei Abendklassen mit 200 Hörern waren. Obwohl formell selbstständig, wurde der Chemotechniker-Schule erst 1937 ein eigenes Schulbüro sowie ein eigenes Etat bewilligt. Der Unterricht bestand u.a. aus theoretischen Fächern wie z.B. anorganische Chemie, chemisches Fachrechnen sowie Physik und chemischen Experimenten. Ein Teil des Unterrichts fand im Laboratorium der damaligen Beuthschule, Abteilung Berlin O 17, Naglerstraße 3, statt. Dieses Gebäude konnte die Chemotechniker-Schule ab ca. 1942 für sich allein nutzen, war jedoch ab 1944 durch Bombenschäden nicht mehr benutzbar. Seit 1942 wurde die zweisemestrige Ausbildung zum Chemie-Ingenieur eingerichtet.
Die Schule erfuhr im Laufe ihres Bestehens mehrfache Umbenennungen, welche da lauteten:
- Chemotechnikerschule an der Höhreren Fachschule für Textil- und Bekleidungsindustie (1924-1932)
- Chemotechnikerschule an der Höhreren Texil- und Modeschule der Stadt Berlin (1932-1934)
- Chemotechnikerschule der Reichtshauptstadt (1934-1945)
- Chemotechnikerschule der Stadt Berlin (1946-1947)
- Chemieingenieursschule von Groß-Berlin (1947-1956)
- Ingenieurfachschule für Chemie Berlin (1956-1991)
- Staatliche Technikerschule Berlin (Seit 1991)
Nachdem am 1. März 1945 die Zeugnisse des 42. Chemotechniker-Lehrgangs ausgestellt wurden, wurde der Lehrbetrieb aufgrund der näher rückenden Front vermutlich schon bald darauf eingestellt. Schon im Frühjahr 1946 konnte wieder ein geregelter Lehrbetrieb aufgenommen werden. Hierbei konnten auch Schüler, die im März 1945 noch nicht zu den Prüflingen gehörten, ihre Lehrzeit weiterführen und ihre Abschlüsse ebenfalls erreichen. Die Chemotechnikerschule behielt ihren Standort in der Naglerstraße 3 in Berlin-Friedrichshain.
Von 1947-1961 fungierte die Schule als Fachschule für Chemie mit einer Ausbildung von Ingenieuren in einem dreijährigen Direkt- oder fünfjährigen Abendstudium, von Chemisch-technischen Assistenten in einem zweijährigen Direktstudium und von Meistern in einem zweijährigen kombinierten Studium. Nach 1961 wurden nur noch Ingenieure ausgebildet. Die Zuständigkeit für die Ingenieur-Fachschule wechselte 1953 vom Magistrat von Berlin zum Staatssekretariat für Hoch- und Fachschulwesen.
1991 vereinigte sich die Ingenieurfachschule für Chemie mit der ehemaligen West-Berliner "Staatliche Technikerschule Berlin".
2. Bestandsgeschichte
Der Bestand umfasst 120 Akten (3,50 lfm) mit der Laufzeit 1921 bis 1953, mit jeweils kleinen Vor- und Nachlaufzeiten. Der überwiegende Teil des Bestands besteht aus Prüfungen, Zeugnisduplikaten und Notenbögen.
Der Bestand befand sich vermutlich noch bis Mitte der 1990er Jahre im Besitz der Ingenieurfachschule für Chemie Berlin (Ab 1991: Staatliche Technikerschule Berlin, Abteilung Chemie und Umweltschutz). Darauf lassen einzelne Dokumente in den Akten rückschließen, wonach mit diesen noch bis in den 1990er Jahren gearbeitet wurde. Das Landesarchiv Berlin konnte den Bestand im Oktober 2000 unter der Zugangsnummer 5517 von der damaligen Gutachterstelle für deutsches Schul-und Studienwesen übernehmen. Daraufhin wurde er in säurefreien Archivkartons im Magazin gelagert.
Im Rahmen der Ausbildung zum Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste (Fachrichtung Archiv) wurde der Bestand vom 05.01.2015 - 04.02.2015 in seiner Gesamtheit unter archivischen Gesichtspunkten chronologisch neu geordnet. Darauffolgend wurden die technische Bearbeitung (Umbettung in säurefreie Aktendeckel sowie die Entmetallisierung) und eine erweiterte Verzeichnung durchgeführt.
Die Akten wurden mit der Software Augias.Archiv 8.3 verzeichnet und sind über die Findmittel Datenbank und Findbuch nutzbar.
Zahlreiche Akten sind auf Grund archivgesetzlicher Bestimmungen bzw. der EU-Datenschutz-Grundverordnung für die Benutzung befristet gesperrt. Eine Verkürzung der Schutzfristen kann auf Antrag erfolgen. Dazu bedarf es der besonderen Zustimmung des Landesarchivs.
Der Bestand wird wie folgt zitiert: Landesarchiv Berlin, A Rep. 022-01, Nr. … .
3. Korrespondierende Bestände
A Rep. 001-06 - Magistrat der Stadt Berlin, Personalbüro
A Rep. 022 - Magistrat der Stadt Berlin, Deputation für das Berufs- und Fachschulwesen
C Rep. 120 Magistrat von Berlin, Abteilung Volksbildung
C Rep. 135-02-02 - Rat des Stadtbezirks Friedrichshain, Ratssitzungen
4. Literatur- und Quellenverzeichnis
Magistrat von Berlin: Übersicht über das Berufs- und Fachschulwesen der Reichshauptstadt Berlin nach dem Stande vom 01.11.1936, S.76-79.
Magistrat von Berlin: Übersicht über das Berufs- und Fachschulwesen der Stadt Berlin nach dem Stande vom 01.05.1928, S. 124-127.
Wefeld, Hans Joachim: Ingenieure aus Berlin. 300 Jahre technisches Schulwesen. Berlin, 1988, S. 376-380; S. 539-544.
Berlin, Januar/Juni 2015 Stephan Soppa und Dominic Mocker / Kerstin Bötticher
Bestand
Verwandte Verzeichnungseinheiten: LAB A Rep. 022 - Magistrat der Stadt Berlin, Deputation für das Berufs- und Fachschulwesen
LAB C Rep. 120 Magistrat von Berlin, Abteilung Volksbildung
LAB C Rep. 120 Magistrat von Berlin, Abteilung Volksbildung
Zugangsbestimmungen: Einige Akten sind aufgrund archivgesetzlicher Bestimmungen bzw. der EU-Datenschutz-Grundverordnung für die Benutzung befristet gesperrt. Eine Verkürzung der Schutzfristen kann auf Antrag erfolgen. Dazu bedarf es gesonderter Zustimmung des Landesarchivs.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
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22.08.2025, 11:21 MESZ