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Einstellung der Ausschlußverfahren gegen den Pg. Walter DUDECK, geb. 13.9.1883, Oberingenieur in Duisburg, wegen Beleidigung eines Reichstagsabgeordneten und Trunkenheit am Steuer
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Einstellung der Ausschlußverfahren gegen den Pg. Walter DUDECK, geb. 13.9.1883, Oberingenieur in Duisburg, wegen Beleidigung eines Reichstagsabgeordneten und Trunkenheit am Steuer
Enthaeltvermerke: beteiligte Stellen 1. Landgericht Duisburg, 2. DAF Gauwaltung Essen, 3. SA-Standarte R 138 Duisburg-Hamborn, 4. Schöffengericht Duisburg, 5. NSBO Gau Essen, 6. Der Treuhander der Arbeit für das Wirtschaftsgebiet Westfalen, 7. Chef der Kanzlei des Führers der NSDAP 1. Verfahren: Nach einer innerbetrieblichen Auseinandersetzung, die die Kündigung Dudecks zur Folge hatte, wandte er sich an verschiedene NSDAP-Stellen, die ihm aber nicht "sein Recht" verschafften. Aus diesen Gründen machte er den stellvertretenden Gaubetriebszellenobmann und Mitglied des Reichstages Hockermann schwere Vorwürfe, die Hockermann als Beleidigung ansah. 2. Verfahren: Dudeck hatte ohne Grund den Kreisjugendwalter der DAF Pg. Dommes und seinen Fahrer SS-Mann Pg. Wellmann beleidigt, indem er sie als "Rotznasen" und "Lümmel" bezeichnete. Außerdem hatte er durch Trunkenheit einen Unfall mit einer Straßenbahn verursacht. 3. Verfahren: Dudeck hatte den stellvertretenden Gaubetriebszellenobmann und Mitglied des Reichstages Hockermann der passiven Bestechung bezichtigt und öffentlich Unwahrheiten über ihn verbreitet.
Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP)
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.